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Mo, 27. November 2006, 08:28

Software::Systemverwaltung

Freier nVidia-Grafikkartentreiber macht Fortschritte

Nouveau, der durch Reverse Engineering entstandene freie nVidia-Grafikkartentreiber, kann erste einfache 3D-Operationen hardwarebeschleunigt ausführen.

Dreiecke demonstrieren die Machbarkeit der 3D-Ausgabe

Nouveau-Projekt

Dreiecke demonstrieren die Machbarkeit der 3D-Ausgabe

Nouveau wurde aus der Taufe gehoben, um die Nachteile eines nur binär vorliegenden Treibers zu beseitigen. Die beteiligten Entwickler konnten bis Mitte diesen Jahres bereits einen Großteil der Kommandos der nVidia-Grafikkarten identifizieren. Dies geschah hauptsächlich mit Hilfe eines Tools namens »REnouveau«, mit dem die Registerinhalte der Hardware vor und nach einem Kommando ermittelt wurden. Dieses Reverse Engineering ist in den meisten Ländern legal und nach Angaben der Entwickler auch kein Verstoß gegen nVidias Lizenzbedingungen.

Die neueste Ausgabe des »Nouveau Companion« berichtet, dass das Reverse Engineering nun nahezu vollständig sei. Im Grafiktreiber wurde eine wichtige Hürde genommen und erstmals sind einfache 3D-Operationen möglich. Dies demonstrierten die Entwickler an einem einfachen Programm, das lediglich Dreiecke auf den Bildschirm zeichnet. Entscheidend ist, dass die Ausgabe über OpenGL erfolgt. Da die Grafik-Kontextumschaltung noch nicht implementiert ist, kann jedoch nur jeweils ein Programm auf OpenGL zugreifen.

Der Fedora-Entwickler Adam Jackson hat prompt vorgeschlagen, den Treiber in Fedora Core 7 zu integrieren. Die Entwickler stimmten dem zu, da der Treiber so breiter getestet werden kann, jedoch soll standardmäßig weiterhin der bisherige freie Treiber »nv« von X.org installiert werden, der keine 3D-Operationen beherrscht.

Das Projekt zieht offenbar allmählich mehr Entwickler an. Mit weiteren Fortschritten dürfte also bald zu rechnen sein. Das Team hat es geschafft, »glxinfo« rudimentär zum Laufen zu bekommen, und will als nächstes das Testprogramm »glxgears« angehen. Dieses Programm verwendet Lichtquellen, die entsprechend eingerichtet werden müssen. Nach Angabe der Entwickler ist aber bereits bekannt, wie die benötigten Parameter berechnet werden müssen.

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Kommentare (Insgesamt: 62 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: nahezu Uninteressant (AH, Mi, 29. November 2006)
Was Linux ausmacht (trauriges Bild hier, Di, 28. November 2006)
Re[4]: Zuviel Zeit? (energyman, Di, 28. November 2006)
Re: nahezu Uninteressant (max, Di, 28. November 2006)
Re[7]: Hmm... (Thomas Walther, Mo, 27. November 2006)
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