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Di, 12. Dezember 2006, 09:10

Linux in australischen Satelliten-Routern

Linux-Router erlauben rund 75 Städten in New South Wales den Zugriff auf das Satellitennetz »Rural Link«.

Das Satellitennetz »Rural Link« wird als das größte in Australien angesehen und versorgt fast den gesamten Bundesstaat New South Wales, eine Fläche von 800.000 Quadratkilometern. Für die Städte in diesem Gebiet ist eine Satellitenverbindung oft die einzige Option für einen schnellen Internetzugang, da kein DSL zur Verfügung steht. Die schnellste andere Verbindungsmöglichkeit ist ISDN. ISDN ist jedoch auch relativ teuer.

Der Wunsch nach einer schnelleren und preiswerteren Verbindung wurde vor vier Jahren von den Bibliotheken des Landes geäußert. So wurde nun eine Satellitenanbindung geschaffen, die ISDN für den Rückkanal benutzt. Nach Angaben des Projektleiters wäre eine bidirektionale Satellitenverbindung ohne ISDN-Rückkanal wegen der Latenzzeiten ungünstig gewesen.

Die Anbindung an die Satelliten an rund 180 Punkten in 75 Städten erfolgt mit Linux-Routern. Die Entwickler gaben an, mit Windows-basierten Routern begonnen zu haben, wurden aber schnell von der Instabilität des Systems frustriert und wechselten dann zu Linux. In den Routern läuft ein Debian-System nach Angaben des Projektleiters äußerst zuverlässig. Die meisten dieser Router erlauben bis zu zwanzig Nutzern gleichzeitig den Zugriff aufs Internet und leiten die Daten über Wireless LAN weiter. Einige sind nicht mit Wireless LAN ausgestattet.

Die Router namens »Busibox« lassen sich mit Solarzellen betreiben und besitzen keine Festplatte. Sie enthalten einen kleinen Anteil an proprietärer Satelliten-Software, nutzen aber sonst ausschließlich freie Software. Änderungen an der enthaltenen freien Software wurden den Entwicklern zufolge an die jeweiligen Projekte zurückgegeben.

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