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Di, 12. Dezember 2006, 15:38

Software::Entwicklung

Mylar 1.0 soll Entwicklung mit Eclipse vereinfachen

Die Eclipse-Erweiterung Mylar will mit einer vereinfachten grafischen Oberfläche den Anwendern eine mehr aufgabenbezogene Umgebung bieten.

Das in Version 1.0 erschienene Mylar wird von seinem Hauptentwickler und Projektleiter Mik Kersten als eine aufgabenorientierte Bedienoberfläche für Eclipse beschrieben, die neue Maßstäbe setzt. Sie soll gegenüber der normalen, in »Ansichten« gegliederten Oberfläche von Eclipse die »Informations-Überlast« für die Anwender reduzieren und das gleichzeitige Arbeiten an mehreren Aufgaben einfach machen.

Mylar erreicht dies hauptsächlich durch zwei Maßnahmen. Erstens macht es Aufgaben zu einem der zentralen Teile von Eclipse. Zweitens integriert es Schnittstellen zu Repositorien wie Bugzilla, Trac und JIRA. Die Repositorien können mit gut ausgestatteten Editoren offline bearbeitet und später mit dem Online-Stand synchronisiert werden.

Sobald die Aufgaben integriert sind, was wohl zunächst etwas Arbeit zu deren Definition erfordert, beobachtet Mylar die Aktivitäten des Benutzers bei der Arbeit. Es identifiziert Informationen, die für die aktuelle Arbeit relevant sind, und sorgt dafür, dass die Bedienoberfläche von Eclipse diese Informationen vorrangig präsentiert, uninteressante Informationen versteckt und automatisch weitere passende Optionen findet. Dies soll die Informationen, die man gerade benötigt, in der Reichweite der Finger halten und dadurch die Produktivität erhöhen. Suchen nach passenden Informationen, Scrollen und Navigation sollen verringert werden. Indem der Aufgabenkontext explizit gemacht wird, soll auch die parallele Bearbeitung mehrerer Aufgaben, Planung, Wiederverwendung von früheren Arbeiten und Weitergabe von Erfahrungen einfacher werden. Als Nebeneneffekt soll auch die Gefahr von RSI-Erkrankungen sinken, da weniger Navigation auszuführen ist.

Gut ein Jahr nach der ersten öffentlichen Version 0.4 wurde nun Version 1.0 fertiggestellt. Schon vor Version 0.4 hatte Mik Kersten rund zwei Jahre an der Software gearbeitet, die den Mittelpunkt seiner Doktorarbeit bildet. Frühe Versionen von Mylar wurden in kleinem Kreis verteilt. Vergleichende Studien halfen, sicherzustellen, dass Mylar tatsächlich die Entwicklungsarbeit verbessert.

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