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Mo, 18. Dezember 2006, 18:19

Software::Systemverwaltung

zfs-fuse 0.3.0: Read-Only ZFS-Unterstützung für Linux

Das »ZFS Filesystem für FUSE/Linux«, ein Projekt, das von Google im Rahmen des »Summer of Code« gefördert wurde, hat eine Read-Only-Implementierung des Dateisystems vorgestellt.

Lange Zeit war es relativ still um »ZFS Filesystem für FUSE/Linux«. Nachdem das Projekt Anfang August eine erste Version 0.2.0 veröffentlicht hatte, tat sich öffentlich nur wenig. Nun hat der Entwickler eine erste funktionsfähige Version des Dateisystems für Linux vorgestellt.

Nach Angaben des Programmierers ist es unter Linux nun möglich, ZFS-Pools, Dateisysteme und Snapshots zu erstellen und zu löschen. Ferner ist es mit »ZFS Filesystem für FUSE/Linux« erlaubt, Block-Devices und Dateien als Virtuelle Devices (vdevs) zu nutzen. Eine weitere Neuerung der aktuellen Version 0.3.0 stellt die Möglichkeit dar, jede vdev-Konfiguration, die von der Originalimplementierung vorgesehen ist, zu nutzen. Darunter fällt unter anderem Striping (RAID-0), Mirroring (RAID-1), RAID-Z und RAID-Z2. Schlussendlich ermöglicht die neueste Implementierung das Einbinden (mount) von ZFS-Dateisystemen, allerdings nur in einem Read-Only-Modus. Nicht unterstützt werden neben dem Schreiben auch »zfs send/recv« und erweiterte ACLs.

Das »Zettabyte File System« (ZFS) verspricht mit einigen Paradigmen der Unix-Welt radikal zu brechen. Es erhöht die Datensicherheit, indem es auch die Metadaten mit Prüfsummen sichert, und trägt generell der wachsenden absoluten Fehlerzahl auf den immer größer werdenden Speichermedien Rechnung. Das System verhindert auch Datenverfälschungen, indem es sicherstellt, dass die Daten zu jedem Zeitpunkt in sich konsistent sind. Alle Vorgänge laufen als Transaktionen ab. Zum einen bleibt dadurch die Konsistenz gewahrt und zum anderen entfallen damit so gut wie alle Einschränkungen bei der Abfolge der E/A-Operationen. So lässt sich am Ende immer feststellen, ob die vorgenommenen Änderungen als Ganzes erfolgreich verlaufen sind. Darüber hinaus gilt für alle Operationen das Prinzip »Copy-on-Write«. Vorhandene Daten werden nie direkt überschrieben. Stattdessen schreibt ZFS die Daten zunächst in einen neuen Block; anschließend werden die Datenzeiger geändert und der Schreibvorgang abgeschlossen. Ferner berechnet das Dateisystem 64-Bit-Prüfsummen für sämtliche Daten, so dass ein unbemerkter Verlust der Datenintegrität verhindert wird.

Die aktuelle Version von »ZFS Filesystem für FUSE/Linux« kann ab sofort vom Server des Projektes heruntergeladen werden. Der Autor warnt allerdings vor der produktiven Nutzung. Die Lösung befindet sich immer noch in einer frühen Phase der Entwicklung und kann nicht als sicher eingestuft werden.

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