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Di, 19. Dezember 2006, 16:00

Gemeinschaft

Linux-Verband fordert mehr Offenheit in der IT-Politik des Bundes

Die Äußerungen von Politikern und Initiatoren zum IT-Gipfel lassen für den Linux-Verband auf »drastische Defizite« in der Information der politischen Entscheidungsträger schließen.

In einer Stellungnahme bemängelt der Vorsitzende des Linux-Verbandes, Elmar Geese, dass die Möglichkeiten, die Open Source und freie Software sowohl Anwendern als auch dem Arbeitsmarkt durch eigene Wertschöpfung bieten, nicht wahrgenommen werden. Dabei weise die Open-Source-Industrie Wachstumsraten von über 40 Prozent im Jahr in Europa auf, mehr als fast jede andere Branche.

Geese kritisiert, dass in der deutschen Politik, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, die Wahrnehmung von Open Source als Standortfaktor nicht angekommen sei. Besonders wirft er dem IT-Gipfel vor, völlig von Großunternehmen und deren Lobbyisten dominiert zu werden. Daher seien keine weitergehende Erkenntnisse oder gar sinnvolle Initiativen zu erwarten.

Durch die mangelnde Nutzung von Open Source und entsprechenden Geschäftsmodellen werde eine große Chance für die Wissensgesellschaft in Deutschland vertan, so Geese weiter. Er betont, dass es in Deutschland bereits viel Wissen im Bereich von Open Source gebe, das auch erfolgreich von einer zunehmenden Anzahl von Unternehmen genutzt, weiterentwickelt oder vermarktet wird.

Als Konsequenz fordert Geese, dass der Einsatz von Open-Source-Software eine Priorität im Zielkatalog der Politik erhalten muss. Alle Aktivitäten seien kontraproduktiv, die weiter die technologische Abhängigkeit Europas von wenigen US-amerikanischen IT-Konzernen zum Ergebnis hätten. Als Vertreter der Linux-Unternehmen in Deutschland wolle der Verband daher verstärkt die politischen Entscheidungsträger über Linux und Open Source informieren.

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