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Di, 9. Januar 2007, 13:18

Software::Virtualisierung

KVM unterstützt Paravirtualisierung

Dank neuer Patches von Ingo Molnar unterstützt die im Kernel 2.6.20 enthaltene virtuelle Maschine KVM nun auch Paravirtualisierung.

Eines der Highlights des kommenden Kernels 2.6.20 wird zweifelsohne die Implementierung der Kernel-basierten Virtual Machine (KVM) in den stabilen Kernelzweig sein. KVM setzt sich aus einem Kernel-Modul (kvm.ko) und einer Userspace-Komponente zusammen, die wiederum auf dem Quellcode von Qemu basiert. Prozesse können so die Virtualisierungstechnik ansprechen und virtuelle Maschinen starten, die allesamt eigene virtuelle Netzwerkkarten, Festplatten oder Displays haben. Das größte »Problem« von KVM stellte allerdings der Umstand dar, dass KVM dem Kernel nur Unterstützung für die Virtualisierungstechniken von AMD (AMD-V oder SVM) und Intel (Intel VT) anbietet und komplett ohne Paravirtualisierung kommt.

Mit einem neuen Patch will der Kernel-Hacker Ingo Molnar diesen Umstand nun ändern. Wie der Red Hat-Angestellte in einer Email an die Liste des Kernel-Projektes bekannt gab, unterstützt die neue Lösung ab sofort nicht nur Paravirtualisierung, sondern verbessert KVM in vielerlei Hinsicht. Neben einem verbesserten Context-Switch senkt die neue Version auch die Systemlast erheblich.

Auch dank Molnars Einsatz wird KVM immer öfter direkt mit Xen oder anderen Virtualisierungslösungen verglichen. Während KVM erfahrungsgemäß gegenüber Qemu massive Geschwindigkeitsvorteile aufweist, ist die Lösung gegenüber Xen teilweise im Vor- und teilweise im Nachteil.

Molnars Arbeit kann ab sofort vom Server des Entwicklers heruntergeladen werden. Der 36 KB große Patch wurde gegen den Kernel 2.6.20-rc3 und KVM Trunk erstellt.

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