Du meinst die Palladio (=Palatino Clone)? Habe ich auch eine Zeit lang verwendet. Dann wurde sie mir irgendwie zu streng huebsch... Nun ist es MinionPro, fuer dich leider Geld hinlegen musste (gibt aber eine Studentenversion). Dafuer kann ich jetzt so ziemlich alles machen, was ich will (Kapitaelchen, Russisch, Griechisch, Optische Groessen, ...). Und fuer LaTeX gibt's ein richtig gutes Paket.
Was eine gut lesbare Schrift, mit Serifen, angeht, ist die obige Schrift sicher sehr nett..
Die ebenfalls kostenlos verfügbare Schrift "Gentium" ist dafür auch sehr gut geeignet - das sieht man z.B. auch daran, das sie für eine der größten Tageszeitungen in Tschechien verwandt wird.
Inzwischen hat man dadurch, was die meisten Grundinstallationen bei Linux angeht, eine evtl. kleinere, dafür aber qualitativ hochwertigere Auswahl an Schriften! Die Times und die Arial sind nicht gerade ein Musterbeispiel was Schriftqualität angeht.. Das tut einem Hobbytypographen wie mir weh, das sie so oft verwendet werden..
Darüber hinaus gibt es neben einschlägigen Internetseiten eine weitere günstige Möglichkeit an Schriften zu kommen - einfach mal bei sich zuhause oder im Verwandtenkreis nach einer alten Corel-Draw-CD suchen, oder sich ggf. eine günstig bei eBay erwerben, somit hat man dann relativ gut nachgebaute Markenschriften (am besten eine Schrift-Alias-Liste zu Rate ziehen, manchmal wurden die Namen sehr stark geändert, z.B. aus Frutiger wurde Frugal oder Humanist 55 etc.)
Die Times und die Arial sind nicht gerade ein Musterbeispiel was Schriftqualität angeht. Gibt es diese Meinung auch ausführlich begründet? Im Netz habe ich dazu nichts gefunden. Ein Review in einem Buch würde es natürlich auch tun.
Von Schrift-Fuzzi am Mo, 15. Januar 2007 um 11:22 #
Ist die Buchstabenweite denn exakt(!) mit Times New Roman kompatibel? Ich hab da leider immer Problem mit TimesNewRoman in PDFs. ja ich hab sogar ein legales windows und kann mir natürlich die Windowsschrift rüberkopieren, trotzdem wäre besser wenn linuxdistros out-of-the-box das Ansehen von pdfs mit times new roman erlauben würden ohne, dass sich Buchstaben ständig überlappen.
Wuerde mich _sehr_ wundern! Sie sagen ja auch, dass ihnen die Times zu eng ist. Eigentlich sollten in den pdfs die benoetigten Schriftarten auch eingebunden sein (Adobes Empfehlung IIRC), so dass Times nicht auf dem Rechner installiert sein muss. Im Notfall gibt es ja einen freien (?) Times Clone im ghostscript Schriftarten Paket: Nimbus Roman.
Außerdem gibt es bei den meisten Linuxdistributionen (ich weiß das von Debian und Ubuntu zumindest) ein Paket namens "msttcorefonts" das die "Core Fonts" von Windows legal installiert.
Aus dem Kopf raus sind das: Arial, Arial Black, Times, Georgia, Verdana, Tahoma, Trebuchet MS, Comic Sans, Wingdings, Webdings, und noch ein paar mehr..
Da diese Schriften ja schließlich auch so eine Art Standard im Internet darstellen, sind sie für alle frei verfügbar.
Oha, ich nutze diese Schrift schon so lange und dieses kursive z ist mir noch nicht aufgefallen. Hmm, ich muss gestehen so toll finde ich dieses eine Zeichen nicht. Aber was ist schon ein Zeichen im Vergleich mit all den anderen schönen Buchstaben
Das verstehe ich nun echt nicht. Dann ändern wir das z, weil die altdeutsche Unterlänge niemandem gefällt und nun merken es manche Leute nichtmal... und schreiben dann noch ins Forum. Das jetzige z kann wohl kaum gemeint sein. Das ist absolut ordinär.
Hast recht, ich hab nochmal nachgeschaut: Die LinLibertine war doppelt bei mir installiert, einmal persönlich und einmal systemweit, ich musste erst *beide* Varianten rausschmeissen und dann neu installieren. Dann war das "z" auch wieder normal
Das finde ich sehr schade, wenn das stimmt, weil ich dieses kursive z mit Unterlänge besonders schön fand. Es gibt ohnehin zu wenige Buchstaben mit Unterlänge, so dass die Lesbarkeit leidet. Seit etwa 1986 wird dieses z ja auch in Grundschulen für die Schreibschrift gelehrt. Aber ich sehe ein, dass es im Ausland teilweise eher ungewohnt sein wird.
Persönlich mag ich auch das altdeutsche z lieber. Wir haben extra im Font (am Ende ungefähr bei den Ligaturen) dieses als alternativ-Zeichen erhalten. Kannst du also immer austauschen.
Hübsche Schrift. Ich bin allerdings kein Graphiker und kenn' mich nicht wirklich aus, daher zwei, drei Fragen an euch Wissende:
In Zeile drei von Versuch-2.1.9.pdf von der Libertine Projektseite ist zwischen dem "s" und dem "t" des Wortes "stark" eine Art Tilde. Ist das beabsichtigt? Wenn ja: Wie heißt und was bringt das? Und warum ist diese Verzierung im Wort "stationär" im Text NICHT vorhanden?
Wenn man sich das wort "befindet" ansieht, bemerkt man, dass das "f" und das "i" richtiggehend am i-Punkt verschmolzen sind. Ist das beabsichtigt und wenn ja warum? vor allem: Im Wort "finden" im selben Text sind f und i NICHT verschmolzen - warum das schon wieder?
Generell: im pdf wirken die Schriftzeichen (z.B. bei 100%) recht verschwommen. Liegt das am pdf-Viewer oder ander Schriftdefinition selbst?
Genug gefragt. Nun noch eine kleine Anmerkung zu der Schrift, die mir übrigens gut gefällt: im kursiven kleinen p ist der - ich weiß leider keine bessere Bezeichnung - Serifen - "Aufstrich" am Anfang in der Verlängerung des Bogens vom p und nicht - wie in der Normalschrift - an der Oberkante des senkrechten Strichs des Buchstabens. Ich denke, dass auch in der Kursivvariante des p eine Serife wie beim kursiver r oder n besser machen würde.
Die ersten beiden deiner Fragen beschäftigen sich mit den Ligaturen in Linux Libertine. Der Beispieltext in Versuch-2.1.9 ist nur ein Beispiel, welche Zeichen in der Libertine enthalten sind. Die Verwendung ist jedoch kein Musterbeispiel für gute Typographie. Die ct-Ligatur wird beispielsweise nur noch sehr selten und hauptsächlich im angelsächsischen Sprachraum verwendet. Die fi-Ligatur hingegen sollte im Deutschen immer verwendet werden! Mit Ausnahme von Wort-Bindestellen wie "Schafinventur" (mir fällt leider gerade kein vernünftiges Beispiel ein). Dass einmal eine Ligatur in dem Beispieltext verwendet wird und einmal nicht, ist beabsichtigt und soll hervorheben, dass die Libertine solche Ligaturen enthält. Zur 3. Frage: Die Libertine-TTF ist nicht gehintet. Besonders auf Röhrenmonitoren kann im Vergleich zur Times das Bild etwas weicher Aussehen. Auf den Druck hat das keinen Einfluss. Der Anstrich des kursiven p ist tatsächlich eine Gestaltungsfrage. Ich werde mir nochmal genau anschauen, ob sich das prinzipiell gestalterisch mit den anderen Buchstaben gut verträgt. Philipp
Meine Lieblingsschrit im OO ist URW Gothic L für seriefenlos und URW Palladium L für diese mit Seriefen. Diese sieht nett und aufgeräumt aus.
bye sumsi
Die ebenfalls kostenlos verfügbare Schrift "Gentium" ist dafür auch sehr gut geeignet - das sieht man z.B. auch daran, das sie für eine der größten Tageszeitungen in Tschechien verwandt wird.
Inzwischen hat man dadurch, was die meisten Grundinstallationen bei Linux angeht, eine evtl. kleinere, dafür aber qualitativ hochwertigere Auswahl an Schriften! Die Times und die Arial sind nicht gerade ein Musterbeispiel was Schriftqualität angeht.. Das tut einem Hobbytypographen wie mir weh, das sie so oft verwendet werden..
Darüber hinaus gibt es neben einschlägigen Internetseiten eine weitere günstige Möglichkeit an Schriften zu kommen - einfach mal bei sich zuhause oder im Verwandtenkreis nach einer alten Corel-Draw-CD suchen, oder sich ggf. eine günstig bei eBay erwerben, somit hat man dann relativ gut nachgebaute Markenschriften (am besten eine Schrift-Alias-Liste zu Rate ziehen, manchmal wurden die Namen sehr stark geändert, z.B. aus Frutiger wurde Frugal oder Humanist 55 etc.)
ist es denn möglich die schrift in LaTeX zu benutzen?
Aus dem Kopf raus sind das: Arial, Arial Black, Times, Georgia, Verdana, Tahoma, Trebuchet MS, Comic Sans, Wingdings, Webdings, und noch ein paar mehr..
Da diese Schriften ja schließlich auch so eine Art Standard im Internet darstellen, sind sie für alle frei verfügbar.
Danke an das Projekt
Philipp
Libertine Open Fonts Project
Sorry.
Genug gefragt. Nun noch eine kleine Anmerkung zu der Schrift, die mir übrigens gut gefällt: im kursiven kleinen p ist der - ich weiß leider keine bessere Bezeichnung - Serifen - "Aufstrich" am Anfang in der Verlängerung des Bogens vom p und nicht - wie in der Normalschrift - an der Oberkante des senkrechten Strichs des Buchstabens. Ich denke, dass auch in der Kursivvariante des p eine Serife wie beim kursiver r oder n besser machen würde.
Zur 3. Frage: Die Libertine-TTF ist nicht gehintet. Besonders auf Röhrenmonitoren kann im Vergleich zur Times das Bild etwas weicher Aussehen. Auf den Druck hat das keinen Einfluss.
Der Anstrich des kursiven p ist tatsächlich eine Gestaltungsfrage. Ich werde mir nochmal genau anschauen, ob sich das prinzipiell gestalterisch mit den anderen Buchstaben gut verträgt.
Philipp
Libertine Open Fonts Project
Typografie Wiki: Ligaturen