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Fr, 19. Januar 2007, 13:17

Gemeinschaft::Personen

Alan Cox: Entwickler nicht für Sicherheitslücken haftbar

Alan Cox, einer der führenden Linux-Kernelentwickler, hat eine rechtliche Verantwortung von Softwareentwicklern für Sicherheitslücken als unrealistisch bezeichnet.

Cox nahm neben anderen Vertretern der Softwarebranche vor einem Ausschuss des Oberhauses des britischen Parlaments, dem House of Lords, Stellung. Gegenüber dem Wissenschafts- und Technologie-Ausschuss bejahte Cox zwar eine ethische Verpflichtung der Entwickler, ihre Software so sicher wie möglich zu machen. Unabhängig davon, ob die Software frei oder proprietär sei, können die Entwickler jedoch nicht haftbar gemacht werden.

Laut Cox sei die Meinung allgemein akzeptiert, dass niemand wisse, wie man ein völlig sicheres Betriebssystem schreibe. Das sei jedoch ein Problem der Forschung, das irgendwann gelöst werde und demjenigen zu einer Menge Geld verhelfen werde.

Firmen, die proprietäre Software erstellen, können nicht haftbar gemacht werden, da in der Regel mehrere Produkte zusammen verwendet werden. Da kein Hersteller für die Fehler eines anderen haften wolle, müsse in der Konsequenz jeder Hersteller die Verwendung seines Produktes zusammen mit anderen ausschließen. Dies würde aber gegen die Wettbewerbsgesetze verstoßen.

Auch bei freier Software wäre eine Haftung nicht möglich, da der Code allen zur Verfügung stehe und es somit eine kollektive Verantwortung gebe.

Auch ein Microsoft-Vertreter in dieser Anhörung lehnte eine Haftung der Anbieter ab. Die Verantwortung für einen Einbruch liege ganz beim Einbrecher. Der Sicherheitsforscher Adam Laurie forderte, dass die Softwarehersteller es einfach machen müssten, einen Computer sicher zu machen. Entwickler könnten jedoch nur dann für ihren Code verantwortlich gemacht werden, wenn sie fälschlich behaupten, er sei sicher.

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