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Mi, 31. Januar 2007, 14:21

Software::Grafik

Magix übernimmt Xara

Wie der deutsche Hersteller Magix bekannt gab, hat er die britische Xara Group zu hundert Prozent übernommen.

Hans-Joachim Baader

Ein entsprechender Kaufvertrag wurde gestern geschlossen. Der Aufsichtsrat der Magix AG hat der geplanten Übernahme zugestimmt. Über Details des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Übernahme von Xara Group ist laut Aussagen des Unternehmens ein weiterer Schritt zur Umsetzung der von der Magix angekündigten Expansionsstrategie. Diese Strategie konzentriert sich auf den Zukauf von komplementären Technologien und Produktkomponenten zur Stärkung der Kernkompetenzen des Unternehmens sowie der Erweiterung der Nutzerbasis. Das Fotosegment des Unternehmens wird durch die neuen Technologien über die rein pixelbasierte Bildbearbeitung hinaus um Vektorgrafik, Illustration und Web-Design ergänzt.

Xara entwickelt Foto- und Grafik-Software sowie Onlinedienste zur kreativen Websitegestaltung. Dazu gehören Produkte wie Xara Xtreme, Xara 3D, Xara Webstyle und XaraOnline. Im Oktober 2005 kündigte die Xara Group an, die kommende Version des Programms unter einer offenen Lizenz freizugeben. Mit diesem Schritt hat das Unternehmen auch eine Linux- und Mac OS X-Version angekündigt. Mit der Freigabe von Xara unter einer freien Lizenz wollte der Hersteller laut eigenen Angaben die Akzeptanz von Linux auf dem Desktop erhöhen. Ende des vergangenen Jahres wurde es allerdings um die Linux-Portierung stiller und Stimmen wurden laut, die eine Einstellung der Applikation für Linux befürchteten. Dafür spräche die bereits Monate zurückliegende neue Version für Linux und das relativ kleine Interesse der Open-Source-Entwickler an Xara. Berichten zu Folge hat das Unternehmen einen Großteil ihrer Entwickler zunächst einmal von dem Projekt abgezogen. Neue Entwickler wollten allerdings das Projekt nicht anpacken, solange es nicht vollständig frei ist. Unter anderem bemängelten Interessenten, dass der in Assembler geschriebene Grafikkern von Xara, die Cdraw-Bibliothek, von der Überführung in freie Software ausgenommen blieb.

Eine Nachfrage über die Zukunft der Linux-Portierung bei dem neuen Eigentümer von Xara wurde noch nicht beantwortet.

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