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Di, 6. Februar 2007, 12:49

Gesellschaft::Politik/Recht

QEMU-Beschleuniger wird freie Software

Fabrice Bellard hat die neueste Version des Kernelmoduls zur Beschleunigung des Emulators QEMU unter die GPL gestellt.

Gleichzeitig mit der neuen Version 0.9.0 von QEMU hat der Initiator der Software, Fabrice Bellard, auch die neue Version 1.3.0pre10 des Kernelmoduls kqemu für Linux bereitgestellt. Gegenüber der Vorgängerversion enthält das Modul zwei Neuerungen. Erstens wird die vollständige Virtualisierung auf der x86_64-Architektur unterstützt. Zweitens steht das zuvor proprietäre Modul nun unter der Kernel-kompatiblen Lizenz GPLv2.

Gegenüber Version 0.8.2 bietet QEMU 0.9.0 eine Reihe von Neuerungen. Es gibt ein neues Format »qcow2« für Festplatten-Images. Es ist nun mehr als nur ein Schnappschuss der virtuellen Maschine möglich. Der Emulator unterstützt jetzt den Befehlssatz von MIPS32 Release 2 und kann MIPS-Malta-Systeme emulieren. Der Userspace von Darwin lässt sich nun ebenso emulieren wie Systeme mit m68k-Architektur. Virtuelle Maschinen können mittels PXE gebootet werden. Daneben gab es eine Reihe weiterer Verbesserungen.

Im Gegensatz zu Xen stellt QEMU keine virtuelle Maschine, sondern einen Emulator dar. Es emuliert die Hardware und stellt nicht wie im Falle von Xen eine virtualisierte Schicht der Hardware bereit. QEMU übersetzt dazu jede CPU-Instruktion in die Instruktionen des Host-Systems und emuliert damit alle unterstützten Architekturen. Dadurch ist es dem Emulator möglich, verschiedene Architekturen auf ein und demselben System zu starten. Unter der x86-Architektur bildet QEMU unter anderem einen kompletten VGA-Adapter (Cirrus CLGD 5446), USB, PS/2-Maus, 2 PCI-IDE-Schnittstellen, Floppy sowie eine oder mehr von mehreren wählbaren Netzwerk- und Soundkarten nach. SMP wird unterstützt bis zu 255 CPUs.

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