Login


 
Newsletter
Werbung
Mi, 7. Februar 2007, 14:31

Software::Desktop::KDE

Phonon für KDE 4 näher betrachtet

Ein Artikel auf dot.kde.org beleuchtet die neue Multimedia-Schnittstelle von KDE 4, Phonon.

Als Phonon im April 2006 als neue Multimedia-Schnittstelle für KDE 4 vorgestellt wurde, war zwar das Design bereits vollendet, nutzbare Anwendungen gab es jedoch noch nicht. Der Grund, warum Programmautoren nach Möglichkeit Phonon und nicht, wie von Kritikern gefordert, ein spezifisches Multimedia-Framework wie GStreamer verwenden sollten, liegt in der Plattform- und Versionsunabhängigkeit von Phonon. Ein und dieselbe Schnittstelle ist über alle unterstützten Plattformen hinweg einschließlich Windows und BSD verfügbar. Ferner ist das API, dessen Dokumentation online verfügbar ist, an Qt angelehnt und den Entwicklern daher nicht allzu fremd.

Phonon selbst ist kein Soundserver, sondern lediglich eine schlanke Abstraktionsschicht zum zugrundeliegenden Multimedia-Framework. Sollte sich eine Funktion im zugrundeliegenden Framework ändern, wovon während der Lebenszeit von KDE 4 auszugehen ist, dann muss keine einzige Anwendung, die Phonon nutzt, geändert werden. Nur Phonon selbst muss angepasst werden. Die Verbindung zwischen Phonon und dem Framework geschieht mit »Engines«. Derzeit sind vier Engines in Entwicklung, von denen noch keine vollendet ist. Sie binden die Frameworks xine, NMM, GStreamer und avKode ein. Das Multimedia-Framework von KDE 3, arts, wird als aussterbend angesehen und die Entwicklung einer Engine dafür ist nicht geplant. Andere Engines sind jedoch in Zukunft denkbar. Die xine-Engine ist offenbar momentan am weitesten fortgeschritten.

Die Verwendung von Phonon bringt als weiteren Vorteil die Netzwerktransparenz mit sich. Diese ist von Anfang an eingebaut. Phonon wird allerdings nicht alle Funktionen unterstützen, die anspruchsvolle Multimedia-Anwendungen wie beispielsweise Bearbeitungsprogramme benötigen. Diese Programme müssen weiterhin ein Framework direkt nutzen. Ihre Zahl ist jedoch geringer als die der Programme, die nur relativ einfache Multimedia-Funktionen benötigen. Amarok 2.0, das ungefähr zeitgleich mit KDE 4 fertig werden soll, wird voraussichtlich mit der Phonon-Schnittstelle auskommen, wobei möglicherweise noch Erweiterungen in Phonon nötig sind.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 67 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: Mal so in den Raum gedacht... (TBO, Sa, 10. Februar 2007)
Re: Phonon ähnlich der Capi-Schnittstelle? (Kevin Krammer, Fr, 9. Februar 2007)
Re[5]: Mal so in den Raum gedacht... (BB, Fr, 9. Februar 2007)
Re[5]: Jack (Kevin Krammer, Fr, 9. Februar 2007)
Re[4]: Jack (BB, Fr, 9. Februar 2007)
Pro-Linux
Frohe Weihnachten Fest!
Neue Nachrichten
Werbung