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Fr, 9. Februar 2007, 19:36

Gesellschaft::Politik/Recht

Russische Schulen wechseln zu Linux

Aus dem Raubkopie-Verfahren gegen einen Schulleiter in Russland könnte Linux als Gewinner hervorgehen.

Nach einem Artikel von Mosnews.com planen die Schulen in der Region Perm, den Kauf von proprietärer Software einzustellen und stattdessen Linux einzusetzen. Ursache ist ein Disput über Raubkopien von Microsoft-Software, die auf Schulrechnern gefunden wurden. Die Polizei verhaftete einen Schulleiter, dem nun eine mehrjährige Haftstrafe droht. Dieser gibt jedoch an, die Software unwissentlich erhalten zu haben, da die Rechner gebraucht von einer Behörde gekauft wurden. Das Verfahren erregte einiges Aufsehen. Microsoft wurde gebeten, einzuschreiten, erklärte aber, mit dem Fall nichts zu tun zu haben und sich heraushalten zu wollen.

Die Schulen der Region Perm sind jedoch nach Angaben von Mosnews.com so verunsichert, dass sie nun auf Linux umschwenken wollen. Der Bildungsminister der Region, Nikolay Karpushin, hat angekündigt, dass die Schulen keine Software von kommerziellen Unternehmen mehr kaufen werden. Als Alternative stehen russische Varianten von Linux, Russky office und OpenOffice.org zur Verfügung.

Allerdings sollen die Lehrer von dieser Entscheidung nicht begeistert sein. Wenige unter ihnen kennen sich mit Linux aus und es fehlt offenbar in der Region an Spezialisten, die sie schulen könnten.

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