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So, 11. Februar 2007, 16:23

Software::Büro

Sun und Novell zusammen an VBA für OpenOffice.org

Wie einer Ankündigung von Juergen Schmidt im Blog von Sun zu entnehmen ist, arbeiten die beiden Hersteller Sun und Novell zusammen an einer Integration von Visual Basic for Applications (VBA) für das freie Office-Paket OpenOffice.org.

Die Verfügbarkeit von VBA-Makros unter OpenOffice.org stellt immer noch für viele Unternehmen eine Hürde bei der Umstellung dar. Bereits in der Vergangenheit haben deshalb Sun und Novell eigene Lösungen angekündigt, die voneinander separat entwickelt werden. Während Sun mit dem MacroMigrationWizard bereits erste Erfolge vermelden kann und das Produkt in die StarOffice-Distribution implementierte, ist der von Novell entwickelte Konverter immer noch nicht zu haben. Beide Lösungen haben allerdings eine Gemeinsamkeit - sie funktionieren noch nicht perfekt und sind noch weit von der Ausgereiftheit entfernt.

Kaum verwunderlich deshalb, dass die Hersteller nun an einer gemeinsamen Lösung arbeiten wollen. Wie Juergen Schmidt von Sun schreibt, überschneiden sich die Projekte teils gravierend. Die wohl größte Hürde bei der Arbeit stellt allerdings die Sprache dar. Während die von Sun geschriebene Lösung auf Java aufsetzt, nutzt Novell die Programmiersprache C++. Die Unternehmen haben sich deshalb darauf geeinigt, in der Zukunft für ihre Arbeit C++ zu nutzen. Als Grund gaben sie an, dass auch OpenOffice.org in C++ geschrieben wurde und es den Programmierern erlaubt, auch wenn UNO nicht vorhanden ist, interne APIs der Suite zu nutzen.

Sun will weiterhin an einer schnelleren Implementierung der Office-eigenen Sprache StarBasic arbeiten. Ferner plant das Unternehmen die Lösung VBA-kompatibler zu gestalten. Eine der wohl größten Änderungen seitens Sun wird allerdings die Öffnung der eigenen Quellen sein. Der MacroMigrationWizard ist nicht im Quellcode verfügbar und soll deshalb in der Zukunft geöffnet werden. Von dem Schritt erhofft sich das Unternehmen eine gesteigerte Akzeptanz bei freien Programmierern zu finden, die bei der Arbeit an einem neuen Projekt mithelfen könnten.

Die neue Lösung, die im Form einer eigenen Bibliothek veröffentlicht werden soll, wird nach Angaben der beteiligten Unternehmen standardmäßig zu OpenOffice.org gehören. Um möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen, wird die Neuerung optional sein. Ferner wollen die Programmierer die Sicherheitsmechanismen von StarBasic nutzen, um so der Verbreitung von Makro-Viren durch OpenOffice.org zuvor zu kommen.

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