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Mi, 14. Februar 2007, 13:16

Software::Desktop

Über 50.000 Linux-Desktops in Brasilien

Drei südamerikanische Unternehmen liefern über 50.000 Linux-Desktops für einen Einsatz in den Behörden des Landes.

linux-xp.com

Brasilien entwickelt sich zunehmend zum Vorreiter beim Einsatz von quelloffenen Applikationen auf dem Behördendesktop. Nachdem im September 2003 dem Parlament ein neues Gesetz vorgelegt wurde, das Behörden sowie staatlichen Unternehmen empfahl, auf die Produktpalette des Unternehmens aus Redmond zu verzichten, sprach sich das Land offen für Linux aus. Neben den beträchtlichen Einsparungen, die damit erzielt werden, erhofft sich die Regierung auch die verstärkte Produktion von Software im eigenen Land und einen breiteren Zugang zu aktuellem Wissen. Microsoft zeigte sich nicht glücklich über die Entwicklung, unterlag aber schlussendlich dem Willen des Präsidenten Luiz Inácio da Silva, genannt Lula, und musste fortan die Bemühungen als Beobachter verfolgen.

Ende 2005 vermeldete die staatliche IT-Abteilung Sepro, dass die interne Migration auf Open Source zum Jahresende 2005 größtenteils abgeschlossen sein würde. Dann sollen die gesamte Infrastruktur, die Entwicklungsabteilung und letztlich alle Workstations von Sepro überwiegend umgestellt sein. Diese Einrichtung assistiert der brasilianischen Regierung bei der Umsetzung des Erlasses von Mai 2005, der eine Migration auf freie bzw. Open-Source-Software (FOSS) in allen Ämtern des Landes vorsieht. In den ersten drei Monaten von 2005 hatte die Behörde bereits 60% ihrer Systeme auf Open Source umgestellt, bis zum Jahresende sollte auf 70% aller Systeme der Agentur nur noch FOSS laufen. Damit liegt die Sepro vor ihrem eigenen Zeitplan bei der Umstellung ihrer 3.237 Rechner.

Nun werden auch die Desktops der Behörden auf Linux umgestellt. Wie BitWay Computadores, EnabledPeople und Imtech Brazil bekannt gaben, unterzeichneten die Lieferanten einen Vertrag mit der Regierung und liefern den Behörden 50.000 mit Linux bestückte Desktops. Monatlich soll sich die Zahl der Rechner um weitere 10.000 erhöhen. Als Betriebssystem kommt ein auf Red Hat aufbauender »Linux XP Desktop«, der von EnabledPeople entwickelt und von Imtech unterstützt wird. Das System enthält neben OpenOffice.org und der Kommunikationssuite Evolution auch Mozilla Firefox und Gaim. Nach Angaben der Entwickler wurde bei der Herstellung der Oberfläche besonderer Wert auf eine einfache Bedienung gelegt.

Bereits ein erster Blick auf die Oberfläche lässt die Intention erahnen - Nutzer sollen dieselbe Oberfläche auch unter Linux vorfinden, wie sie sie schon unter Windows hatten. Zu einem späteren Zeitpunkt will das Unternehmen darüber hinaus die Kompatibilität zu Windows verbessern, so dass alle Desktops direkt vom Microsoft Active Directory angesprochen werden können. Die Entwicklung soll vor allem großen Unternehmen die Vorteile von Linux näher bringen, ohne dass sie ihre Administrationsstrategie ändern müssen.

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Kommentare (Insgesamt: 41 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Meine Gratulation ... (patrick, Sa, 17. Februar 2007)
Re: boah (nidhoegg, Do, 15. Februar 2007)
Re: Warum eigentlich nicht (SLED10-User, Do, 15. Februar 2007)
Re[2]: XP Feature gesucht (yxcv, Do, 15. Februar 2007)
Re: Meine Gratulation ... (Becher, Do, 15. Februar 2007)
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