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Fr, 16. Februar 2007, 15:50

Gesellschaft::Politik/Recht

Syslets sollen Systemaufrufe stark beschleunigen

Als Teil des Kernels und des Kernel-Subsystems soll ein kleines "Programm" oder besser Batch namens "Syslet" generische asynchrone Systemaufrufe beschleunigen.

Syslets sind eine Sammlung von Befehlsfolgen, die der Kernel autonom und asynchron ausführen kann, ohne in den Userspace zurückkehren zu müssen. Sie können quasi freischwebend konstruiert werden und übermitteln jegliche Informationen, auch aus unprivilegierten Userspace-Anwendungen. Dabei haben sie Zugang zu allen Ressourcen, aber mit der Einschränkung, nur die Rechte zu erhalten, die der ursprüngliche Kontext hatte. Damit können viele Systemaufrufe komplett im RAM ausgeführt werden, was zur Beschleunigung der Vorgänge beiträgt. In einem Test hat Kernel-Entwickler Ingo Molnar Performance-Zuwächse in Höhe von knapp 20% (cached) und über 33% (uncached) verzeichnen können.

Vor allem Datenbanken sollen von Syslets profitieren können. Bei ihnen müssen extrem viele Systemaufrufe pro Sekunde ausgeführt werden, so dass die Dauer des Aufrufs an sich zum begrenzenden Faktor wird. Mit Syslets können mehrere einzelne Systemaufrufe zusammengefasst und als Liste ausgeführt werden - ganz ähnlich der Stapelverarbeitung. Das spart Rechenzeit und verbessert die Latenzzeiten.

Den Anstoß zu der Entwicklung gab Oracle. Das Unternehmen zählt zu den größten Datenbankanbietern weltweit.

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