Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Do, 22. Februar 2007, 16:09

Software::Desktop

LinuxBIOS unterstützt erstes Desktop-Mainboard

Das LinuxBIOS-Projekt kann erstmals Unterstützung für ein aktuelles Desktop-Mainboard vermelden.

LinuxBIOS will das BIOS ersetzen, der heutige PCs initialisiert, hochfährt und nach bootfähigen Medien sucht. Das heutige BIOS läuft im 16-Bit-Modus und ist nach Ansicht vieler Entwickler langsam und chronisch fehlerhaft, zudem kostet es Lizenzgebühren.

Ein auf Linux beruhendes BIOS wäre frei von Lizenzkosten und würde nach Angaben seiner Entwickler vom Einschalten bis zur Linux-Konsole nur drei Sekunden benötigen. Aufgrund der in Linux vorhandenen Treiber könnte es eine breite Auswahl von Hardware unterstützen - wäre da nicht ein kleines Hindernis. Die Einzelheiten der Initialisierung der Chipsätze auf den Mainboards sind oft nicht offengelegt und somit ist es nicht möglich, LinuxBIOS auf diesen Boards einzusetzen. Daher wurde LinuxBIOS bisher hauptsächlich in eingebetteten Systemen oder Clustersystemen eingesetzt, die mehr oder weniger für den ausschließlichen Einsatz von Linux ausgelegt waren.

In letzter Zeit gab es jedoch auch Fortschritte in anderen Bereichen. So setzt beispielsweise das MIT-Projekt »One Laptop Per Child« (Children's Machine) auf LinuxBIOS. Vor wenigen Wochen wurde mit Hilfe von MSI der Einsatz von LinuxBIOS auf den Server-Boards MSI K9SD und K9ND ermöglicht. Dies sind Boards für duale AMD Opteron-Prozessoren mit bis zu 64 GB RAM.

Auf der Mailingliste des Linux-Kernels konnte Brandon Howard jetzt auch Unterstützung für das Desktop-Board GIGABYTE M57SLI-S4 verkünden, das einen Athlon-64-Prozessor im AM2-Sockel aufnimmt und über einen NVIDIA 570 SLI-Chipsatz verfügt. Howard bezeichnet dies als überwältigenden Sieg im Kampf um die volle Kontrolle über die Hardware. Angesichts von Technologien wie DRM und »Trusted Computing«, die bereits im BIOS verankert werden könnten, um den Anwendern Rechte vorzuenthalten, ist ein freies BIOS auch ein wichtiges Anliegen der Free Software Foundation. Die aktuelle Version des LinuxBIOS kann aus dem SVN-System des Projekts bezogen werden.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung