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Sa, 24. Februar 2007, 14:09

Gesellschaft::Politik/Recht

Content-Management Alfresco wechselt zur GPL

Die Content-Management-Software Alfresco, deren Community-Version bisher unter der MPL stand, wechselt zur GPL.

Alfresco dient zur Dokumenten- und Inhaltsverwaltung in Unternehmen. Primär ist es für Intranetze gedacht, also kein Content Management System (CMS) zum Erstellen von Webseiten. Es enthält eine Server-Komponente und Clients. Der Server ist mit freien Java-Technologien realisiert, darunter Spring, Hibernate und Lucene. Er läuft unter einem freien Java-Anwendungsserver wie Tomcat oder JBoss. Als Datenbanken können u.a. MySQL, Oracle und MS-SQL eingesetzt werden. Als Client kann ein Browser verwendet werden, ferner werden CIFS, FTP, WebDAV und Web Services unterstützt.

Alfresco Software wurde erst im Juni 2005 gegründet und sieht Open Source als sein Standbein zum Liefern von brauchbarer, skalierbarer und preisgünstiger Software. Einer der Gründer des Unternehmens, John Newton, war Mitgründer von Documentum.

Bislang wurde Alfresco wird in einer freien, unter einer MPL (Mozilla Public License)-ähnlichen Lizenz stehenden Variante sowie einer leicht erweiterten Unternehmens-Variante angeboten. Mit letzterer erzielt das junge Unternehmen seine Einnahmen. Nun wird die MPL-Variante durch eine GPL-Variante ersetzt. Da die GPL Inkompatibilitäten mit anderen freien Lizenzen aufweist, fügt Alfresco allerdings eine »FLOSS-Ausnahme« hinzu. Diese erlaubt allen unter freien Lizenzen publizierten Projekten ausdrücklich, Alfresco in eigene Projekte zu integrieren. Dabei muss nur der Teil, der Alfresco-Bestandteile enthält, unter die GPL gestellt werden. Andere, hinreichend getrennte Komponenten, können andere freie Lizenzen verwenden.

Der Grund und andere Fragen zum Wechsel zur GPL wird in einem FAQ erläutert. Alfresco sieht die Zukunft der Software in Open Source - jedoch nicht in einer Mischung aus freier und unfreier Software, wie sie von anderen freien Lizenzen erlaubt wird. Die GPL trennt die freie und die unfreie Welt strikt voneinander und wird daher von Alfresco favorisiert. Das Unternehmen folgt dem Beispiel des Linux-Kernels und lizenziert die Software vorerst nur unter Version 2 der GPL.

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