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Mo, 26. Februar 2007, 17:44

Gesellschaft::Politik/Recht

Stadtverwaltung von Zaragoza stellt auf Linux um

Die Verwaltung der spanischen Stadt Zaragoza hat Novell mit der Umstellung aller ihrer Rechner auf SUSE Linux beauftragt.

Im Rahmen einer Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur sollen alle Rechner der Verwaltung der fünftgrößten spanischen Stadt Zaragoza auf Linux umgestellt werden. Die Zahl der betroffenen Benutzer wird von Kommentatoren auf 2500 bis 3000 geschätzt. Mit der Umstellung wurde Novell beauftragt.

Die Migration soll in zwei Phasen ablaufen und bis Ende 2008 abgeschlossen sein. In der ersten Phase sollen die typischen Office-Anwendungen zu Open-Source-Anwendungen migrieren, namentlich OpenOffice.org. In der zweiten Phase soll dann auf SUSE Linux umgestellt werden. Die Stadtverwaltung erhofft sich durch die Umstellung zu Open Source Einsparungen von 800.000 bis zu einer Million Euro jährlich. Daneben verspricht sich die Verwaltung von diesem Schritt, der nationalen und EU-weiten Empfehlungen folgt, die Unabhängigkeit von einzelnen Softwarefirmen. Insgesamt soll so auch eine qualitative Verbesserung im Bürgerservice erreicht werden.

Pläne zu diesem Vorhaben existierten schon vor drei Jahren und wurden von den Sozialisten auch zum Thema der Kommunalwahlen gemacht. Die Umsetzung dieser Pläne schlägt offenbar recht hohe Wellen. Die Nachricht wird seit Freitag in einschlägigen Blogs diskutiert, wurde im Radio erwähnt und auch in einem Artikel in der Wochenzeitung »El País« behandelt.

In Spanien gab es aber bereits zuvor weit größere Umstellungen auf Linux. Die Provinz Extremadura hatte bereits seit dem Jahr 2002 mehr als 100.000 Rechner im Bildungssektor auf Linux umgerüstet. Die Regierung der Extremadura folgte im Jahr 2006 mit dem ausdrücklichen Ziel, auf allen Rechnern der Verwaltung ausschließlich freie Software einzusetzen. (Andreas Westhues/hjb)

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