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Thema: Fünfte Testversion von Ubuntu 7.04

1 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Andi T. am Di, 6. März 2007 um 11:12 #
Ich habe heute Herd 5 von Kubuntu Feisty auf mein Notebook installiert und bin insgesamt sehr zufrieden: Gegenüber Herd 4 hat es deutliche Fortschritte gegeben.

Was m. E. immer noch nicht gut gelöst ist, ist der Umgang mit WLANs. WLANs sollten immer mit WPA oder WPA2 verschlüsselt sein, alles andere ist schon seit Jahren unsicher und kann in wenigen Sekunden bis Minuten geknackt werden 1). Die WPA-Unterstützung von Kubuntu Feisty Herd 5 ist jedoch immer noch eher bescheiden. Insbesondere erlaubt die Netzwerkkonfiguration unter "K", "Systemeinstellungen", "Netzwerkeinstellungen" nach wie vor nur die Konfiguration von unverschlüsselten oder WEP-verschlüsselten WLANs.

Der KNetworkManager erlaubt zwar grundsätzlich das Einbinden eines WPA-verschlüsselten WLANs, hat aber dennoch deutliche Mängel:
- KNetworkManager hat oft Probleme damit, wenn die ESSID versteckt ist. (Ich weiß, dass es kein großer Sicherheitsgewinn ist, die ESSID zu verstecken, aber als NutzerIn fremder WLANs habe ich meistens keinen Einfluss darauf, ob die WLAN-BetreiberInnen die ESSID verstecken oder nicht.)
- In einem WLAN ohne DHCP kann ich einem mir KNetworkManager eingerichtetem WLAN keine feste IP zuordnen.
- Neu angelegte BenutzerInnen können ein mit dem KNetworkManager eingerichtetes WLAN nicht automatisch nutzen, sie müssen es erst einrichten (= den passenden PSK eingeben).
- Das Netzwerk steht erst zur Verfügung, nachdem sich einE BenutzerIn angemeldet hat. Damit funktionieren u. U. Dienste nicht, die automatisch nach dem Start des Rechners laufen sollen.
- Bei der Verwendung von KNetworkManager müssen die verwendeten Schnittstellen deaktiviert sein 2).

Wie ich mir den idealen Umgang mit WLANs vorstelle:
- Der grafische Dialog zur Einrichtung des Netzwerks (unter Kubuntu: "K", "Systemeinstellungen", "Netzwerkeinstellungen") muss mit WPA und WPA2 umgehen können. Wer das eigene Netzwerk einrichten will, versucht hier (und nicht in einem anderen Programm), das Netzwerk einzurichten.
- Das mit dem grafischen Dialog eingerichtete WLAN muss (zumindest optional) schon gestartet werden, bevor sich einE BenutzerIn am kdm anmeldet.
- Ideal wäre es, wenn sich auch weitere WLANs einrichten ließen, die Kubuntu automatisch (und ohne, dass einE BenutzerIn sich anmelden muss) versucht zu aktivieren. (Zum Beispiel: erst das WLAN zu Hause, dann das WLAN am Arbeitsplatz, dann das WLAN bei der FreundIn ...)
- WLANs ohne DHCP und WLANs mit versteckter ESSID müssen problemlos funktionieren. Auch muss der Wechsel von versteckter ESSID zu nicht versteckter ESSID problemlos funktionieren.
- Zusätzliche, nicht systemweit eingerichtete WLANs muss die BenutzerIn bei Bedarf (und bei Kenntnis der Zugangsdaten, zum Beispiel PSK) aktivieren können.

Schönen Gruß


Andi

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1) http://www.heise.de/newsticker/meldung/20342
2) UbuntuUsers.de Wiki

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