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Mo, 5. März 2007, 09:45

Gesellschaft::Politik/Recht

FSF-Positionspapier zu restriktionsfreier Hardware

Freie Treiber, freie Hardware-Dokumentation, ein freies BIOS, freie Auswahl der vorinstallierten Software und Freiheit von DRM-Maßnahmen sind die Forderungen, die die FSF an Hardware-Hersteller richtet.

Im Auftrag der Free Software Foundation haben Justin Baugh und Ward Vandewege ein Positionspapier verfasst, das die bekannten Forderungen der freien Softwaregemeinschaft noch einmal zusammenfasst und darlegt, wie die Hardwarehersteller helfen können.

Der Text ist in fünf Themenbereiche eingeteilt: Freie Treiber, Restriktionen in proprietären BIOS-Versionen, Unterstützung eines freien BIOS, Befreiung von der »Microsoft-Steuer« und Verzicht auf DRM-Funktionen.

Die Autoren stellen im Hardwaremarkt bereits einen Trend zu restriktionsfreier Hardware fest. Kleinere Anbieter, die sicherstellen, dass ihre Hardware optimal mit freier Software läuft, sähen bereits jetzt erhöhte Verkaufszahlen. Die großen Anbieter arbeiten im Server-Markt bereits gut mit, es fehle jedoch ein vergleichbares Engagement im Endverbraucher-Sektor. Doch wer den Trend verpasst, warnen die Autoren, wird von flinkeren Wettbewerbern überholt.

Bei den freien Software-Treibern sehen die Autoren hauptsächlich in den Bereichen 3D-Grafik und WLAN Handlungsbedarf. Die Hersteller sollten frei zugängliche Dokumentation liefern und sich auch selbst an der Entwicklung freier Treiber beteiligen. Sie sollten aber nicht auf die Idee verfallen, mehr Funktionen in unfreie Firmware zu verlagern. Dies sei lediglich eine Umgehung der Probleme und eine Täuschung der Kunden.

Einige proprietäre BIOS-Varianten enthalten den Anwendern bestimmte Funktionen vor. So akzeptieren einige Laptop-BIOSe nur eine kleine Auswahl von »zugelassenen« Mini-PCI-Karten, was es mitunter unmöglich macht, statt einer schlecht unterstützten Karte eine mit freiem Treiber einzusetzen. Andere BIOSe schalten die Hardware-Virtualisierungsfähigkeiten moderner CPUs ab.

Die Unterstützung eines freien BIOS würde in vielerlei Hinsicht helfen. Die Hersteller sollten daher die nötige Dokumentation der Hardware liefern. Ein weiteres Ärgernis ist für die FSF, dass es immer noch schwierig ist, einen Rechner ohne vorinstalliertes proprietäres Betriebssystem zu bekommen. Hier ist als Minimum gefordert, dass eine Variante ohne Betriebssystem erhältlich ist, deren Preis um den Preis der Microsoft-Lizenzen günstiger als ein System mit vorinstalliertem Windows ist. Als Option sollten Linux-Distributionen angeboten werden, entweder vorinstalliert oder zumindest auf vollständige Funktionalität getestet.

Auf DRM (Digital Rights Management, von der FSF Digital Restrictions Management genannt) sollte komplett verzichtet werden. Neben den Nachteilen für die Anwender machen sich die Hersteller auch von der Medienindustrie abhängig.

Die Hersteller, die sich für eine Kooperation mit der freien Softwarewelt entscheiden, können laut FSF mit einer besseren Reputation rechnen, was zu besseren Produktbewertungen und höheren Verkäufen führt.

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Kommentare (Insgesamt: 33 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[6]: Und wann kommt endlich HURD? (Der Hans, Di, 6. März 2007)
Re: Gut! (nixname, Di, 6. März 2007)
Re: Und wann kommt endlich HURD? (Anorak, Mo, 5. März 2007)
Re[3]: Und wann kommt endlich HURD? (Neuer, Mo, 5. März 2007)
Re[4]: Und wann kommt endlich HURD? (Neuer, Mo, 5. März 2007)
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