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Mi, 14. März 2007, 10:08

Software::Virtualisierung

Microsoft und Novell detaillieren Virtualisierungs-Pläne

Im Rahmen ihrer im November 2006 abgeschlossenen Kooperation arbeiten Microsoft und Novell auch bei der Server-Virtualisierung zusammen.

Nach einer Meldung von CPILive werden Microsoft und Novell ein Paket zur Server-Virtualisierung schnüren. Damit soll es einerseits möglich sein, SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 10 als Gastsystem unter Microsoft Virtual Server 2005 R2 Service Pack 1 und der nächsten Version der Serverausgabe von Windows, auch Longhorn genannt, auszuführen. Umgekehrt soll Longhorn als Gastsystem unter SLES 10 ausführbar sein, wobei Xen zum Einsatz kommt. Die aktuelle Version von Xen unterstützt indes noch nicht die Ausführung von unmodifizierten Betriebssystemen, was es bisher unmöglich machte, Windows als Xen-Gastsystem laufen zu lassen. Offenbar wird Microsoft im Laufe des Jahres die dafür benötigten Änderungen in Windows einbauen.

Die Verwaltung virtueller Server stellt neue Anforderungen an die vorhandenen Verwaltungswerkzeuge. Angeblich wollen Microsoft und Novell an einer standardbasierten Methode zum Verwalten gemischter Umgebungen von realen und virtuellen SUSE- und Windows-Servern arbeiten. Dabei soll eine Open-Source-Version der »Web Services for Management« (WS-Management)-Spezifikation verwendet werden, die von Novell vorgelegt wurde. Diese soll mit den proprietären Produkten Novell ZENworks Orchestrator und Microsoft System Center Operations Manager kombiniert werden. Beide Produkte sollen noch in diesem Jahr WS-Management integrieren.

Desweiteren planen die Unternehmen, die Interoperabilität zwischen den Produkten Active Directory (Microsoft) und eDirectory (Novell) zu verbessern. Die Verwaltung der Benutzerkonten und Identitäten soll dann in gemischten SUSE/Windows-Umgebungen mit beiden Produkten möglich sein.

Die Kooperation zwischen Microsoft und Novell besteht seit 3. November 2006. Verschiedene Aspekte des Abkommens, besonders zu Patenten und zur Interoperabilität mit Microsofts Dokumentenformat OpenXML, sind in der Open-Source-Gemeinschaft heftig umstritten. Erst vor kurzem hatte Novell einen OpenXML-Konverter vorgestellt, mit dem OpenOffice.org die Dokumente von MS Word 2007 lesen und speichern kann. Kritiker mutmaßen, dass dies Microsoft die benötigte zweite Implementation liefert, um das OpenXML-Format als unnötigen zweiten Standard neben ODF zu platzieren.

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