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Mo, 19. März 2007, 08:44

Software::Web

Libertine Open Fonts in Version 2.4.9

Das Libertine Open Fonts Project, das freie Schriften in hoher Qualität erstellen will, hat Version 2.4.9 der Schrift »Linux Libertine« freigegeben.

Schriftbeispiel der Libertine

Pilipp Poll

Schriftbeispiel der Libertine

Zwei Monate nach Version 2.3.2 bringt die neue Version Verbesserungen in der kyrillischen Schrift und in der Fettschrift, die jetzt noch etwas fetter ist, aber auch eleganter wirken soll. Das Schriftbild wurde weiter verbessert. So sind die Buchstaben a, k, c und r etwas schlanker, was besonders Sprachen mit langen Wörtern wie dem Deutschen zugute kommen soll. Die Buchstaben C, D, G und S haben kürzere Serifen. Daneben wurde das Paket besser strukturiert.

Libertine ist nicht auf die westliche Schriftart beschränkt und enthält mittlerweile Schriftzeichen für modernes Hebräisch, Kyrillisch, Griechisch und die internationale Lautschrift. Neben der Normalschrift (regular) sind eine Kursivschrift, Fett, Fettkursiv, eine Kapitälchen-Variante und Unterstrichen verfügbar. Alle Schriften im TTF (True Type)- und OTF (Open Type)-Format können in einem Tar-Archiv vom Server des Projekts heruntergeladen werden.

Bereits seit September 2003 arbeiten Philipp Poll und sein Team an der Realisierung einer qualitativ hochwertigen, GPL- und OFL-lizenzierten TrueType-Schrift. Das Projekt war unzufrieden mit den freien Schriften, die es zu der Zeit gab, und versucht sich an einer freien Alternative zur Times New Roman, die allerdings keine Kopie werden sollte. Die Times New Roman erfreut sich in der Microsoft-Welt einiger Beliebtheit und wird auch von vielen Linuxern verwendet. Ein Problem besteht hierbei in der restriktiven Lizenz der von Monotype für Microsoft erzeugten Schrifttype. Wegen dieser liefern Linux-Distributoren meist nur wenige TrueType-Schriften mit. Das Projekt machte sich daher zuerst daran, eine Serifen-Schrift zu entwerfen, die der Qualität der Times so nah wie möglich kommen sollte, ohne die Schrift zu kopieren. Unter anderem wird die Times von dem Projekt als zu eng und gedrungen empfunden, da sie in den 30er Jahren als Zeitungsschrift entworfen wurde. Für Geschäftsbriefe und ähnliche Drucksachen hält man sie nicht für geeignet, glaubt aber, dass eine Serifen-Schrift dennoch besser wäre als die oft ersatzweise verwendete Arial. Das Projekt entschied sich daher zur Entwicklung einer »Buchschrift mit vernünftiger Ober- und Unterlänge« sowie mit einem guten Zeilenabstand. Das Druckbild sollte leichter als das der Times sein.

Ein weiterer Grund, nicht die Times zu imitieren, ist das Urheberrecht, das immer noch bei der Firma Monotype liegt. Obwohl unter nur leichter Abwandlung wohl trotzdem rechtliche Sicherheit bestünde, wollte das Projekt einen möglichen Konflikt vermeiden. Die Times ist ferner nach Meinung des Projekts nicht die einzige schöne Schrifttype, die denkbar ist. Um zuviel Einheitlichkeit zu vermeiden, entschied sich das Projekt, anderen nicht minder guten Schriften auf dem Markt eine Chance zu geben. In der näheren Zukunft ist auch eine Grotesk-Schrift geplant, um eine Alternative zur Arial bereitzustellen.

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Kommentare (Insgesamt: 17 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Das... (Der lange Hans, Di, 20. März 2007)
Re: Ausbau? (Chris B., Mo, 19. März 2007)
Sehen grauenhaft aus. (Anonymous Coward, Mo, 19. März 2007)
Re[2]: Ausbau? (TomZ, Mo, 19. März 2007)
Re: Vernünftige Standardschriften wären sinnvoller (nobuntu, Mo, 19. März 2007)
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