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Mi, 21. März 2007, 15:03

Gemeinsame Open-Source-Plattform von Europa, Brasilien und China

Die globale Plattform QualiPSo soll die Verwendung von freier Software in Unternehmen, Verwaltung und Ausbildung fördern.

Das Projekt QualiPSo (Quality Platform for Open Source Software) wurde im Rahmen des sechsten Framework-Programms der Europäischen Kommission gegründet, um freie Software in großem Umfang zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit, das Wachstum der Informations- und Kommunikations-Technologie zu beschleunigen und die i2010-Richtlinien umzusetzen. Freie Software soll zu einer preisgünstigen und flexiblen Alternative zu proprietärer Software werden, der man mindestens genauso vertrauen kann, wie man bisher proprietärer Software vertraut.

QualiPSo ist die größte Open-Source-Initiative, die von der Europäischen Kommission bisher finanziert wurde. Sie soll Synergie-Effekte mit europäischen Technologie-Initiativen wie NESSI und Artemis nutzen. Der Markt für Software und Service wird auf 67 Mrd. Euro jährlich beziffert und ist für die EU essentiell für Wohlstand und das wirtschaftliche Überleben.

Unter den 20 Gründungsmitgliedern des QualiPSo-Projekts befinden sich das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationsysteme (FOCUS), INRIA (das französische Nationale Institut für Forschung in Informatik und Automatisierung), die Universität São Paulo, die South China University of Technology/Guangzhou Middleware Research Center, die französische Gendarmerie, Bull, Siemens, Thales und andere. Es sollen sechs Kompetenzzentren eingerichtet und im Jahr 2008 eröffnet werden, davon vier in Europa, eines in China und eines in Brasilien. Ferner soll die Arbeit an der Verbesserung der Qualität freier Software und ihrer Verteilungspraxis aufgenommen werden, was Ende dieses Jahres zu ersten Ergebnissen führen soll.

Die Aufgaben des Projekts umfassen zehn Punkte. »Geistiges Eigentum« in freier Software soll besser dokumentiert werden, ferner soll eine Familie von aufeinander abgestimmten Open-Source-Lizenzen entstehen, die an die europäische Rechtsprechung angepasst ist. Methoden, Entwicklungsprozese und Geschäftsmodelle zur industriellen Nutzung von freier Software sollen definiert werden. Umfassende Tests und Integration zur Interoperabilität von freier Software auf allen Ebenen sollen entstehen. Die Produktivität bei der Entwicklung und beim Support von freier Software sowie die Vertrauenswürdigkeit der Produkte und Prozesse soll gefördert werden. Die »QualiPSo Factory«, ein SourceForge-Nachfolger der nächsten Generation, soll entstehen. Die bereits genannten Kompetenzzentren sollen in Berlin, Madrid, Paris, Rom einem noch zu benennenden Ort in China und in São Paulo eröffnet werden. Die Werbung für freie Software auf der politischen Ebene sowie Schulungen vervollständigen das Projekt, das vier Jahre lang laufen soll.

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