Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 26. März 2007, 13:31

Software::Desktop

Beryl und Compiz wollen enger zusammenarbeiten

Ein halbes Jahr nach der offiziellen Ankündigung des Forks von Compiz wollen die beiden Projekte nun wieder enger zusammenarbeiten und schließen eine Wiedervereinigung nicht aus.

Aus Unmut über die Entwicklungsstrategie des Projektes hatte eine Gruppe um den Entwickler Quinn Storm einen eigenen Zweig von Compiz gestartet. Der Schritt war nach damaligen Aussagen der Autoren notwendig, da die Entwickler von Compiz-Quinnstorm, das später in Beryl umbenannt wurde, das Gefühl hatten, dass viele ihrer Neuerungen nicht in den Novell-Compiz-Zweig übernommen würden. Ein halbes Jahr später denken die Projekte nun wieder eine eine Vereinigung nach.

Wie Quinn Storm in einer Email an die Liste des Beryl-Projektes bekannt gab, schließt er eine Wiedervereinigung nicht aus. Auch der Compiz-Projektleiter David Reveman und die Gemeinschaft scheinen einer engeren Zusammenarbeit nicht abgeneigt zu sein. Laut Aussagen der beteiligten Personen befinden sich die Gespräche aber noch in einem frühen Stadium und sind eher »informeller« Natur.

Einer der Gründe für einen Zusammenschluss stellt die Tatsache dar, dass die zwei Zweige »Compiz-Extra« und Beryl fast identische Ziele verfolgen und eine ähnliche Struktur aufweisen. Beide Projekte nutzen einen fast identischen Kern, dieselben Plugins und verfolgen dieselben Ziele. Für die Entwickler stellt sich damit die Frage, warum die Projekte eigentlich gegeneinander konkurrieren.

Viele der Gründe, die zum Fork geführt haben, sind bereits gelöst worden. Diverse Entwickler schlugen deshalb vor, das Compiz-Projekt in zwei verschiedene Bereiche aufzuteilen. Während Compiz-Core sich der Entwicklung des Kerns widmen und nur die wichtigsten Funktionen enthalten würde, vereint der Bereich »Compiz-Plugins« alle Plugins und die für die Funktion des Kerns irrelevanten Applikationen. In diesen Bereich könnten unter anderem auch alle Entwicklungen des Beryl-Projektes einfließen.

Problematisch für das Beryl-Projekt ist im Moment die Frage nach bestehenden Versionen. Manche der Distributoren haben die Software bereits in ihr Produkt aufgenommen. Damit wäre das Projekt gezwungen, Beryl noch etliche Monate nach der Wiedervereinigung zu pflegen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung