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Do, 29. März 2007, 09:21

Unternehmen

Dell will vorinstalliertes Linux anbieten

Dell wird auf den Wunsch vieler Kunden hin nun auch ausgewählte Desktops und Notebooks mit vorinstalliertem Linux anbieten.

Vor zwei Wochen hatte Dell eine Umfrage gestartet, als durch das Feedback von Kunden auf der neu erstellten Webseite IdeaStorm deutlich wurde, dass freie Software weit oben auf der Wunschliste steht. Nun gibt Dell bekannt, dass sich über 100.000 Kunden an der Umfrage beteiligt haben.

Erste Resultate aus der Umfrage sind, dass 70% der Teilnehmer Linux für den Gebrauch zuhause und auch für das Büro einsetzen würden. Ausdrücklich wurde ein vorinstalliertes Linux auf ausgewählten Desktops und Notebooks gewünscht. Eine Mehrheit gab laut Dell an, dass sie keinen Linux-Support von Dell oder anderen Anbietern benötigen, sondern dass es ihnen genüge, dass das Linux-System auf der Dell-Hardware validiert sei. Der Support durch die freie Software-Gemeinschaft in Foren und anderen Orten im Internet würde offenbar den meisten Kunden genügen. Bessere Hardware-Unterstützung ist den Kunden genauso wichtig wie die angebotene Distribution von Linux.

Dell hat nach eigenen Angaben nun den Ruf gehört und will in den nächsten Wochen Desktop- und Notebook-Systeme mit vorinstalliertem Linux anbieten. Welche Distributionen dabei offeriert werden, ist noch offen. Ausgehend von den Angaben der meisten Kunden sollten es vorrangig freie Distributionen sein.

Matt Domsch, Linux Software Architekt bei Dell, geht in seinem neuesten Blogeintrag auf die Situation der Hardwaretreiber unter Linux ein. Nach seinen Angaben wollen mindestens die Hälfte der angehenden Kunden freie Treiber, die Bestandteil des Standardkernels sind. Bei Servern ist dies für Dell bereits jahrelange Praxis. Auf Desktops und Notebooks ist die Lage komplizierter. Mitunter existieren freie und proprietäre Treiber in verschiedenen Variationen nebeneinander. Dell gibt freien Treibern den Vorzug, wo sie vorhanden sind, so Domsch. Ansonsten kann er Linux-Anwendern nur empfehlen, notfalls auf Hardware auszuweichen, die durch freie Treiber unterstützt wird. So sollte man Drucker mit eingebauter PostScript-Engine kaufen und, falls man ein Modem mit freiem Treiber benötigt, ein solches für einen PC Card- oder ExpressCard-Slot separat kaufen.

Domsch verspricht, dass Dell weiterhin daran arbeiten wird, GPL-Treiber für die gesamte Hardware zu schaffen. Ein Vorteil von GPL-Treibern ist die uneingeschränkte Auswahl von Linux-Distributionen. Dell arbeitet auch mit Hardware-Partnern bei der Entwicklung freier Treiber zusammen. Das soll den Weg für weitere Linux-Angebote ebnen.

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Kommentare (Insgesamt: 45 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Mich würde dann noch interessieren, ... (..., Sa, 31. März 2007)
Re: Ein kleiner Schritt für Dell... (M. Junker, Fr, 30. März 2007)
Re: Ein kleiner Schritt für Dell... (Udo, Fr, 30. März 2007)
Re[3]: Mich würde dann noch interessieren, ... (vicbrother, Fr, 30. März 2007)
Re: Mal ne Frage: (grummel, Fr, 30. März 2007)
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