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Mo, 2. April 2007, 12:47

Software::Distributionen::Debian

Debian 4.0 nächste Woche

Die Arbeiten zur Veröffentlichung von Debian 4.0 sind nahezu abgeschlossen.

Andreas Barth, einer der Release-Manager von Debian, gab auf der Mailingliste ein weiteres Mal einen Überblick über den aktuellen Stand. Demnach ist die Veröffentlichung beinahe erreicht, aber »einige wichtige Schritte« fehlen noch.

»Die meisten Release-kritischen Fehler sind nun beseitigt«, verkündet Barth. Hilfe bei den verbleibenden Fehlern sei immer noch willkommen, muss allerdings schnell kommen. Die wichtigsten verbleibenden Schritte sind laut Barth nun, die Release Notes fertigzustellen, die Update-Berichte durchzusehen und die letzten Release-kritischen Fehler auszumerzen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist Debian 4.0 »Etch« bereits von sehr guter technischer Qualität, so Barth, nur die letzten ausstehenden Probleme müssen noch bereinigt werden. Da dies noch etwas Zeit erfordert, hat das Team den ursprünglich geplanten Freigabetermin 1. April verstreichen lassen. Debian 4.0 soll nun endgültig in »etwa einer Woche« erscheinen.

Debian 4.0 ist bereits seit Dezember im Freeze-Modus. Seit der letzten Version, Debian 3.1, sind rund 22 Monate vergangen - vier Monate mehr, als geplant. Es ist die erste Debian-Version, bei der überhaupt ein Release-Termin geplant und gezielt darauf hingearbeitet wurde, ihn auch zu halten. Für das Verfehlen des Termins wurden unter anderem Verzögerungen im Debian-Installer verantwortlich gemacht.

Die neue Version der Distribution läuft auf 11 Architekturen, darunter erstmals offiziell auf x86_64. Die m68k-Architektur gehört nicht zum offiziellen Release, da sie die Kriterien knapp verfehlte. Mehr als 18.000 Softwarepakete werden mit Etch geliefert, davon über 6.500 neu und rund zwei Drittel gegenüber Sarge aktualisiert. Wegen der langen Freeze-Zeit konnten die aktuellsten Software-Versionen vielfach nicht berücksichtigt werden. So beruht der Linux-Kernel auf Version 2.6.18, X.org ist in Version 7.1 dabei, OpenOffice.org in Version 2.0.4a. Auf dem Desktop stehen unter anderem GNOME 2.14, KDE 3.5.5a und Xfce 4.4 zur Auswahl. glibc 2.3.6 und GCC 4.1 bilden die Basis des Software-Archivs.

Die Paketverwaltung »APT« wurde um Signaturen erweitert, die es ermöglichen, die Authentizität der Pakete zu verifizieren. »debian-volatile« ist jetzt ein offizieller Dienst von Debian, aus dem Programme, deren Daten häufig aktualisiert werden müssen, ihre Daten erhalten. Debian 4.0 unterstützt SELinux und Xen 3.0 und enthält zahlreiche weitere Verbesserungen des Systems.

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