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Mi, 4. April 2007, 18:35

Software::Distributionen::Canonical

Versionsverwaltung statt Quellpakete in Ubuntu?

Die Entwickler der Linux-Distribution Ubuntu planen, anstelle von Quellpaketen den ganzen Quellcode in einem Versionsverwaltungssystem zu beherbergen.

Bereits vor fast einem Jahr entsprang den Entwicklern die Idee Ubuntu Linux nicht mehr direkt aus Quellen und Patches zu erstellen, sondern stattdessen ein Versionsverwaltungssystem zu verwenden. Ein entsprechender Vorschlag analysierte die aktuellen Entwicklungspraxis und kam zum Schluss, dass die bisherige Verwaltung der Distribution mittels »apt-get« dem eines Revisionssystems gleicht. So kann »apt-get source« einem »checkout«, dupload einem »commit« und »less debian/changelog« einem »log« gleichgesetzt werden. In den oberen Schichten der Verwaltung setzt das Team auf Patches, um ein primitives Revisionssystem zu emulieren. Laut einigen Entwicklern wäre also die logische Vorgehensweise, direkt auf ein Revisionssystem zu setzen und die gängige Praxis zu verwerfen.

Als Basis könnte dem Team eine Neuentwicklung dienen, die die Funktionalität von Launchpad und Bazaar vereint. Das so entstandene Launchpad Bazaar könnte die Verwaltung der Distribution übernehmen und so die Arbeit der Programmierer erleichtern. Spezielle Daemonen sollen darüber hinaus in periodischen Abständen die Quellen aus dem System auschecken und automatisch binäre Versionen der Applikationen erstellen. Der Nachteil der Vorgehensweise wäre allerdings, dass für alle Pakete, die direkt durch das Versionsverwaltungssystem behandelt wurden, keine Quellpakete mehr existieren würden. Lediglich im Zuge einer automatischen Generierung würden dann Quellpakete erstellt werden.

Einen ähnlichen Weg der Verwaltung von Distributionspaketen stellt Conary dar. Auch mit Conary werden alle Änderungen, die gegenüber der Referenz-Distribution vorgenommen wurden, genauestens festgehalten. Bei einem Update auf eine neuere Version der Referenz sollen sich deshalb alle Änderungen in diese neue Version übertragen lassen.

Die Autoren des Vorschlags diskutieren im Moment öffentlich die weitere Vorgehensweise. Die bereits seit einem Monat andauernde Diskussion ist noch nicht entschieden. Würde Ubuntu auf ein Revisionskontrollsystem umschwenken, wäre es eine der ersten Distributionen, die nicht mehr direkt aus den Originalquellen, sondern aus einem Repositorium gebaut wird.

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