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So, 8. April 2007, 18:45

Software::Distributionen::Debian

Debian GNU/Linux 4.0 »Etch«

Das Debian-Projekt hat Debian GNU/Linux 4.0 »Etch« veröffentlicht.

Debian 4.0 ist bereits seit Dezember im Freeze-Modus. Seit der letzten Version, Debian 3.1, sind rund 22 Monate vergangen - vier Monate mehr, als geplant. Es ist die erste Debian-Version, bei der überhaupt ein Release-Termin geplant und gezielt darauf hingearbeitet wurde, ihn auch zu halten. Für das Verfehlen des Termins wurden unter anderem Verzögerungen im Debian-Installer verantwortlich gemacht.

Die neue Version der Distribution läuft auf 11 Architekturen, darunter erstmals offiziell auf x86_64. Die m68k-Architektur gehört nicht zum offiziellen Release, da sie die Kriterien knapp verfehlte. Mehr als 18.000 Softwarepakete werden mit Etch geliefert, davon über 6.500 neu und rund zwei Drittel gegenüber Sarge aktualisiert. Wegen der langen Freeze-Zeit konnten die aktuellsten Software-Versionen vielfach nicht berücksichtigt werden. So beruht der Linux-Kernel auf Version 2.6.18, X.org ist in Version 7.1 dabei, OpenOffice.org in Version 2.0.4a. Auf dem Desktop stehen unter anderem GNOME 2.14, KDE 3.5.5a und Xfce 4.4 zur Auswahl. glibc 2.3.6 und GCC 4.1 bilden die Basis des Software-Archivs.

Die Installation kann in der neuen Version verschlüsselte Partitionen anlegen. Der gesamte Installationsvorgang kann in einer grafischen Umgebung ablaufen und ist in 58 Sprachen übersetzt. Eine rein textbasierte Installation steht jedoch weiterhin zur Verfügung.

Die Paketverwaltung »APT« wurde um Signaturen erweitert, die es ermöglichen, die Authentizität der Pakete zu verifizieren. Ferner werden die Paketindizes inkrementell heruntergeladen, was den Download wesentlich verkürzt. »debian-volatile« ist jetzt ein offizieller Dienst von Debian, aus dem Programme, deren Daten häufig aktualisiert werden müssen, ihre Daten erhalten. Debian 4.0 unterstützt SELinux und Xen 3.0 und enthält zahlreiche weitere Verbesserungen des Systems.

Debian 4.0 steht auf den Installationsmedien DVD, CD, USB-Sticks und Floppy-Disks zur Verfügung und kann auch übers Netz installiert werden. Der Standard-Desktop ist GNOME und daher auf der ersten CD untergebracht. Die Desktop-Umgebungen KDE und Xfce stehen auf alternativen CDs zur Verfügung. Weitere Einzelheiten sind in den Release Notes nachzulesen.

Der Download von Debian 4.0 ist von zahlreichen Mirror-Servern möglich. Es wird empfohlen, BitTorrent zu verwenden.

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