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Thema: Weitere Löschungen von Linux-Distributionen aus Wikipedia vorgeschlagen

141 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Prophet am Di, 10. April 2007 um 17:50 #
Alle, die in der Wikipedia mitgewirkt haben, die wissen, was für ein Arbeit im
Artikelschreiben steckt und keine Lust haben , sich diese Löschereien mitzumachen,
bitte ich sich sperren (oder gar löschen zu lassen) und die Wikipedia zu verlassen.

Was da derzeit passiert ist einfach unerträglich!

Score: 3 Von Stephan am Di, 10. April 2007 um 18:12 #
Bei Wikipedia sollte man sich mal Gedanken über die eigene Zielgruppe machen. Wikipedia und Freie Software basieren auf dem selben Entwicklungsmodell. Daher dürfte die Schnittmenge zwischen den Wikipedia Autoren und Nutzen und den Nutzern freier Software wohl ziemlich groß sein.

Es spricht ja nichts dagegen sehr schlecht oder vollkommen veraltete Artikel über Linux Distributionen zu löschen, genau so wie man es auch in anderen Bereichen auch macht. Aber solche Löschwellen und die Berichte darüber bei Prolinux könnten die Wikipedia auf lange Sicht doch einige Nutzer und Autoren kosten.

Meiner Meinung nach wäre da einige schlechte Artikel das kleinere Übel.

Score: 3 Von Tante Frieda am Di, 10. April 2007 um 18:14 #
Und die sollten doch auch in der Wikipedia nachlesbar bleiben. Sonst könnte man alles zu Windows Versionen löschen die nicht mehr aktuell => nicht mehr relevant löschen. Wäre aber auch ziemlich blöde da man dann nix mehr von "Xenix" erfahren würde, und das NT ein Unix zum vorbild hatte.
Score: 3 Von wer am Di, 10. April 2007 um 18:24 #
Jede Menge abgesetzter Seifenopern in der Wikpedia, aber keine Linux-Distributionen.
Da sieht man was die deutschen Internetnutzer so bewegt. :-)

Ich finde ja man sollte für alle Beiträge, die den Begriff Fernsehen oder TV enthalten, einen Löschungsantrag stellen. ;-)

Score: 3 Von Tom am Di, 10. April 2007 um 18:30 #
Warum wird Windows Vista nicht gelöscht ?
- voll funktionsfähig: nein, zahlreiche Updates zur Kompatibilität werden nachgeliefert, zahlreiche Treiber und Office-Paket nicht enthalten
- einzigartig: nein, es gibt auch andere Windows-Betriebssysteme

Stimmt das, dass Wikipedia nun von Microsoft finanziert wird ?

Score: 3 Von Ano Nym am Di, 10. April 2007 um 19:22 #
Hallo,

mal ein paar Gedanken, was denn objektiv betrachtet als Relevanzkriterium herhalten könnte. Mir fallen hier spontan zwei Dinge ein.

1. Einzigartigkeit
2. Verbreitung (Allgemeine Bekanntheit)

In ihrer Einzigartigkeit sind die in WP vorhandenen/gelöschten Distris wohl nicht allzu unterschiedlich. Dem Otto-Normalbürger sind sie so einzeln auch nicht bekannt - bei diesem ist bereits die Kenntnis von Linux fraglich, Suse und Ubuntu ein Highlight. Als Beispiel: Nur weil es verschiedene Typen von Schrauben gibt, die durchaus zu unterscheiden sind und deren Unterschied für den Fachmann sehr wohl wichtig ist, wollen wir nicht zu jederm Typ einen Artikel haben. Für den Normalbürger ist die so tiefgehende Unterscheidung aufgrund so geringer Unterschiede einfach nicht sinnvoll. Für denjenigen, für den das so sinnvoll ist, der kennt ohnehin alle Typen bzw. erhält entsprechende Informationen anderswo besser. Analog zu Artikeln für einzelne Briefmarken.

Die Verbreitung der gelöschten "Wenig-Distris" dürfte wohl jeweils im Bereich von wenigen 10.000 Usern oder unterhalb liegen. Im Einkaufszentrum in der Vorstadt bei mir um die Ecke kaufen wohl ähnlich viele Leute ein - trotzdem ist es keinen Artikel wert.

Die Schreibwut einiger Enthusiasten in allen Ehren, aber dahingehend sehe ich keinen Grund, diese Artikel in der WP zu belassen.

Score: 3 Von Holger F. am Di, 10. April 2007 um 19:58 #
Es ist bemerkenswert, wie sich auch die deutsche Wikipedia mit den Krankheiten der Bürokratie und Hierarchie infiziert hat. Es gibt auf der einen Seite diejenigen, die eine Regelung definieren, auf der anderen Seite welche, die sie ausführen. Beide Seiten waschen ihr Hände in Unschuld, da sie entweder selbst nicht tätig werden, oder sich nur an die Regeln halten. Warum werden in Deutschland solche Regeln immer, ohne sie zu hinterfragen hingenommen und derart strikt befolgt ?

Ein so großes Projekt funktioniert doch nur dann, wenn jedes Zahnrad geölt wird. Wer Gleichgesinnte sucht, die freiwillig viel Zeit aufwenden, um daran mitzuwirken, darf sich nicht allzu engstirnig zeigen. Es stellt sich doch immer die Frage, wem die Wikipedia gehört und für wen wird sie geschrieben ? Sollten da nicht auch die Interessen von Nicht-Admins, sprich Authoren und Lesern Gewicht haben ? Wieso kann ein Admin diese überstimmen ?

Eine vergleichbar kleine Anzahl von Admins riskiert es, Autoren zu verprellen, die diesmal nur einen kurzen Artikel angefangen haben. Er wird innerhalb von Minuten als "schlecht" und "nicht relevant" interpretiert und gleich zum Löschen vorgeschlagen. Der Autor hat sicherlich länger gebraucht, die Daten und Fakten für diesen Artikel zu sammeln. Den langen Artikel, den er danach vor hatte zu schreiben, wird er sicherlich nie geben, zumindest nicht auf Wikipedia.

Was spricht eigentlich dagegen, ein großen, übergeordneten Artikel zu schreiben und eine Menge kleiner Artikel anzuhängen. Die kleinen Artikel sind sicherlich nicht relevant, das Gesamtwerk aber wohl doch. Wenn alle Daten, und wenn es nur z.B. im Falle der Linux Distributionen die Projektleitung oder Firma, die Webseite, Anzahl der Pakete und Größe der Repositories sind, den Artikel nur unnötig aufbläst und unübersichtlich werden läßt.

Es fällt in den nicht nur auf Pro-Linux abgehaltenen Diskussionen immer wieder auf, dass verschieden Punkte immer wieder auftauchen.
Vor allem fällt auf, dass diese Diskussionen vermehrt außerhalb der Wikipedia abgehalten werden. In diesen muß sich Wikipedia häufig den Vorwurf der Zensur gefallen lassen.
Eine derart restriktive Vorgehensweise der Admins scheint es nur auf de.wikipedia.org zu geben.
Die Auslegung der selbstauferlegten Kriterien ist sehr flexibel, wodurch einige Artikel auch mit sehr wenig Inhalt einzigartig und relevant sind.
Es fällt auf, wenn Admins namentlich genannt werden, dass sie schon des öfteren aufgefallen sind. Sind es immer die gleichen Admins, die kontrovers über Artikel entscheiden und solche Diskussionen schüren ?
Stimmt es, dass Jimmy Wales diese Probleme auch schon erkannt hat und ändern möchte ? Sollen Admins tatsächlich keine allgemeinen Befugnisse mehr erhalten und so eine Gewaltentrennung innerhalb der Wikipedia herbeigeführt werden ?

Score: 3 Von Big Daddy am Di, 10. April 2007 um 20:25 #
>...gelistete PCLinuxOS ist nach Meinung des Nutzers nicht mehr relevant<

Von mir aus können die diese Distribution als nicht relevant bezeichnen und aus wikipedia rausnehmen.
Bei mir läuft sie (Big Daddy) jedenfalls viel besser als manch andere hochgelobte Linux Distribution.
Vielleicht hätte derjenige diese Distibution einfach mal ausprobieren sollen!

Score: 3 Von ariba2607 am Di, 10. April 2007 um 20:34 #
Hallo.

Ist es nicht wie bei der eigenen Geschichte des Heimatlandes, dass man solche Artikel, welche einmal Relevanz erlangt haben, nicht mehr löscht, sondern unter "veraltet" oder "nicht mehr am Markt" oder oder ablegt? Ist doch wohl die beste Lösung und die Entwicklung kommt schneller voran und die selben Fehler, oder was auch immer, werden nicht wiederholt, oder man kann die Artikel wieder hervorholen und begründen, warum sie jetzt wieder aktuell werden oder sind.

Alexander Bart

Score: 3 Von Kai F. Lahmann am Di, 10. April 2007 um 21:19 #
Nehmen wir mal das noch offene Beispiel PCLinuxOS.

Ist das ganze IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM besonders bekannt/verbreitet? Pro-Linux listet genau EINEN Artikel, also eher nicht. Distrowatch listet einen Bericht auf, der aber von einem Fanforum oder sowas kommt. Von den Distrowatch "Top 10" dürfte es sogar das unbekannteste sein.

Sonst irgendwo besonders verbreitet? Afaik nö, allerdings auf Distrowatch schon länger weiter oben.

Irgendein Alleinstellungsmerkmal? "Live-CD auf Mandrake basierend", sagt der Artikel. Auch sonst steht dort nicht, was daran so besonderes sein soll.

Score: 3 Von Chris_XY am Di, 10. April 2007 um 22:07 #
Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in allen Sprachen der Welt. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen.

Geht es nicht darum, Wissen zu sammeln? Geht es nicht darum, dass, wenn jemand dieses Wissen NICHT hat, in ebendieser Enzyklopädie nachschlagen kann, um sich zu informieren?
Nehmen wir das Beispiel Rock Linux. Ich höre davon, weiß aber nicht genau, was es eigentlich ist. Deshalb schaue ich in einer Enzyklopädie nach. Am besten in einer sehr bekannten und großen. Ich weiß, dass dort sehr viele Autoren mitarbeiten und kann davon ausgehen, dass deshalb auch Themen, die einer "normalen" Enzyklopädie nicht angesprochen werden, da drin stehen.......

Score: 3 Von Reinhard am Di, 10. April 2007 um 22:55 #
Artikel über Sachen, die mich halt mal interessiert haben, aber es nie in den Brockhaus geschafft hätten. Das war für mich ein Vorteil von Wikipedia. Artikel über absolut jede Unwichtigkeit. Über den Inhalt konnte man ja denken, wie man wollte, aber es war immer informativ. Und wenn die jetzt meinen, alles löschen zu müssen, was irgendwie mit Linux zu tun hat und nicht im Brockhaus steht, dann sollen sie es tun. Ich hindere ja auch keinen Schlachter daran, sich selbst einen Arm abzuhacken.

Dann werden sie in zwei Jahren genau so erfolgreich sein wie die Microsoftsche Suchmaschine heute.

Score: 3 Von Leclerq am Di, 10. April 2007 um 23:35 #
Ich habe eine Diskussion über auf Linux-Distributionen/OSS im allgemeinen zugeschnittene Relevanzkriterien angeregt.

Ist m.A. sinnvoll, da bisher immer Verwirrung und Chaos ausbrach, wenn mal wieder ein paar Distributionen zum löschen vorgeschlagen wurden. Sicher, WP hat Unzulänglichkeiten, aber hier ist das Problem eher, dass mehr Ahnungslose als Fachkundige Nutzer in der Thematik rumpfuschen. Sachverstand setzt sich i.d.R. schon durch, mitreden muss er halt.

Also, jeder mit etwas fachlichem Hintergrund - hier zweifellos die meisten - könnte das Problem auf längere Sicht entschärfen helfen, indem allgemein akzeptierte Relevanzkriterien mit ein paar griffigen Beispielen erarbeitet werden. Sonst haben wir halt periodisch immer wieder das gleiche Drama.

Score: 3 Von Arnomane am Mi, 11. April 2007 um 00:20 #
Liebe Leute, wie wäre es, wenn das palaver eingestellt würde und man sich einfach wie ich mal dransetzt und all die grottigen Linuxdistriartikel, die seit Ewigkeiten rumlungern, verbessert? Ja Kororaa existiert wieder dank meiner Wenigkeit (und ist "ein wenig" erweitert worden): http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kororaa&diff=30321794&oldid=27535945.
Score: 3 Von Kurt am Mi, 11. April 2007 um 01:24 #
Die Probleme:
* in eine Enzyklopädia gehören eigentlich nur gute Artikel
* viele Artikel (z.B. viele Linuxdistributionen) sind schlecht
* gute Artikel brauchen ihre Zeit
* ... und während dieser Zeit werden sie leider in der WP schon gelöscht.

Eine mögliche Lösung:
http://tinyurl.com/26qvd6
Die Artikel erst im "Brutkasten" reifen lassen und sie dann in den Artikelraum verschieben. Über Kommentare würde ich mich freuen.

Score: 3 Von bp am Mi, 11. April 2007 um 08:36 #
Alle regen sich ueber Artikelloeschungen auf, aber wenn es darum geht ein Themengebiet als ganzes aufzuarbeiten findet sich niemand. Den Themenkomplex Linuxdistributionen fuer die Wikipedia aufzuarbeiten ist verdammt viel Arbeit. Da muss klar festgelegt werden was relevant ist, was in die Artikel gehoert welche Artikel noch fehlen und welche ueberfluessig sind. Dann muessen alle Artikel entsprechend ueberarbeitet werden. Und wenn dann noch jemand Loeschantraege stellt werden die auch kein Gehoer mehr finden.
Score: 3 Von A. Spooner am Mi, 11. April 2007 um 09:43 #
Habe heute durch Zufall einen Artikel über die EP mit 4 Stücken einer finnischen Rockband gefunden. Die EP hat es sogar für 2 Wochen auf Platz 85 in die deutschen Charts geschafft. Wenn die Wikipediapolizisten da lieber ganze Artikel über Linux-Distributionen löschen, als sich um solche offensichtlichen Werbeeinträge von Kommerz-Coverbands zu kümmern, dann ist das wirklich nicht mehr lustig!
Score: 3 Von cassiel am Mi, 11. April 2007 um 13:07 #
Alle die sich jetzt wundern, warum WP "auf einmal" so "böse" wird, denen sei (wiederholt) Jason Scotts Vortrag "The Great Failure of Wikipedia" ans Herz gelegt. Darin wird ausführlich dargelegt, dass es bei WP nicht um Wissensvermittlung sondern nur um Wissensverteidigung geht. Ein textbasiertes World of Warcraft.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass manche ein undemokratisch, diktatorisches System erst dann als solches erkennen, wenn es an den eigenen Kragen geht.

Meine Empfehlung an alle, die sich eingehender mit den krassen Defiziten von WP befasst haben und nicht blind alles gut finden wo "open source" draufsteht: kämpft gegen WP, wo ihr nur könnt. Wendet das Internet gegen WP an. Macht öffentlich was dort abgeht. Wehrt euch gegen unkrtische WP-Verlegenheitslinks. Verwendet WP nicht. Verschwendet eure Zeit nicht mit "freiwillliger" Sklavenarbeit für WP. Publiziert eigenverantwortlich ohne euch von irgendwem, wie bei WP reinreden zu lassen, was ihr wie und wo schreiben dürft.

Score: 3 Von Cobra am Mi, 11. April 2007 um 13:08 #
Wie wäre es denn, wenn man im gegenzug Beiträge Wie Windows 1.0, 2.0, 3.x WfW usw als löschwürdig bezeichnet? - ich denke mal, das es heutzutage genauso viel rechner mit Windows <95 gibt wie zb rechner die mit knoppix laufen............
Die begrüdung wegen relevanz/bekanntheit ist fadenscheinig - nur weil ein produkt oder ähnliches lokal begrenzt ist, kann man dieses nicht als unrelevant hinstellen. da könnte man ja auch zb behaupten, beiträge zur geschichte (zb Kriege vor 1800) wären nicht mehr relevant.
Score: 3 Von Richardigel am Mi, 11. April 2007 um 15:19 #
Grüß Gott!

Die Presse berichtet über WP gewöhnlich ungeheuer flapsig. Ich fühle mich falsch zitiert: "Auch das auf Platz 4 bei Distrowatch gelistete PCLinuxOS ist nach Meinung des Nutzers nicht mehr relevant", dabei ist es noch viel schlimmer: Ich habe keine Ahnung, ob PCLinuxOS relevant ist oder nicht. Hat sich der hinterhältige Löschigel etwa nicht vernünftig informiert? Er hat sich überhaupt nicht informiert, er hat nur ausschließlich den Artikel zu PCLinuxOS gelesen.

"Der Artikel begründet seine Relevanz nicht genügend."

Was enthält ein Artikel eigentlich über einen bestimmten Begriff? Nur die Essenz! Man kann aus prinzipiellen Gründen nicht alles schreiben, das richtig ist, das wäre auch gar nicht wünschenswert. Am unteren Ende der Relevanz könnte jemand genaue Lageskizzen seiner Ziersteine im Vorgarten und per Webcam festgehaltene Bewegungsmuster veröffentlichen. Relevanz ist auch keine Ansichtssache, aber sie ist auch keine binäre Eigenschaft, die vorliegt oder eben nicht. Sie ist graduell. Wenn ein Begriff nun irrelevant ist, was möchte man dann eigentlich über ihn schreiben? Die Essenz ist gerade der Effekt auf die Menschheit und wenn es den nicht gibt, na was dann?

An den diskutierten Linux-Artikeln kann man das ablesen: "Einfach! Sicher! Benutzerfreundlich!" und so steht es in jedem Artikel über Linux-Distributionen. Wenn sie sich aber aufs Verwechseln ähneln, dann ist es an der Zeit, von der einzelnen Distribution zu abstrahieren und das Erwähnenswerte eine Étage höher zu nennen.

Die englische Wikipedia lässt deutlich mehr zu, aber die haben auch viel mehr Administratoren, die den Zirkus überwachen. Auch die englische Wikipedia lässt auch nur Relevantes zu, nur dass dort die Schwelle niedriger liegt. Aber die haben auch mehr Administratoren mit dem Nerv, das zu überwachen.

Dass ein Artikel seine Relevanz nicht begründet ist in diesem Lichte das schlimmstmögliche Qualitätsdefizit, das ein Artikel haben kann. Er nennt ja die Essenz nicht! Und so bei diesen Linux-Distributions-Artikeln, sie enthalten nur Beiwerk! Versionsnummern, Paket-Verwaltungs-Programme, Gründungsdatum, Link auf die Homepage und so fortlaufend.

Wir können nicht alles sachlich Richtige aufnehmen. Oft ist es sehr schwer zu prüfen, ob Irrelevantes zutrifft oder nicht. Ein Artikel, der die Essenz nicht nennt, ist im Kern nicht nützlich, aber jeder existierende Artikel verursacht Arbeit bei den Benutzern, die administrative Aufgaben wahrnehmen: Sie müssen überwacht werden, gegen Vandalismus geschützt, in die gelegentlich wechselnde Infrastruktur eingepasst werden.

Der Hauptkritikpunkt des c't-Tests an Wikipdia war nicht, dass wir zu wenig Information nennen würden, sondern dass bei uns das Wichtige im Wust der Trivia verschwindet. Danach folgte mangelnde Neutralität und schlechte Sprache. Das sind übrigens alles Probleme, die von Nutzern gelöst werden, die administrative Aufgaben wahrnehmen. Ich lade dazu herzlich auf meiner Lieblingsseite, http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Qualitätssicherung, ein.

Ich habe von vielen oben gelesen, dass sie aufgehört haben, an de-WP mitzuwirken, weil der Umgangston zu rauh war oder weil ihre Änderungen, die sie unangemeldet vorgenommen haben, nicht hinreichend honoriert werden. Das ist tatsächlich ein Riesenproblem und mir ist es bekannt, einen traurigen Einblick bietet der Artikel Benutzer:Southpark#Kleine_Geschichte_einer_Sockenpuppe. Auf der englischen Wikipedia geht es tatsächlich freundlicher zu, ganz besonders gegenüber unangemeldeten Benutzern!Das ist schade und ich hoffe, dass es sich ändern wird! Ein Tip vielleicht am Rande, um bei Veränderungen das Wohlwollen der Aufpasser zu erschleichen: gebt bei Veränderungen unbedingt eine Quelle an, selbst wenn sie im Artikel nicht genannt werden kann, weil sie trivial ist. "Ich komm ja selber aus dem Dorf!" oder "Das Ding liegt ja gerade vor mir!" verhindern einigermaßen zuverlässig, dass Detailveränderungen sofort gelöscht werden. Eine schriftliche Quelle verbessert den Artikel zusätzlich!

Im Übrigen freue ich mich tierisch über meine neue Bekanntheit und darüber, dass sich offenbar in letzter Zeit viele die Mühe machen, meine WP-Historie durchzugehen. Darin steckt viel Arbeit!

Euer Löschigel!

Score: 3 Von Stefan999 am Mi, 11. April 2007 um 15:19 #
Gestern wurde vom User Weissbier (der ja schonmal durch Massenlöscheinträge aufgefallen ist) ein LA gegen den Eintrag zu Autoconf gestellt. Vielleicht kann der eine oder andere da noch etwas Fundiertes zur Diskussion beitragen.

Zur Löschdiskussion

Score: 3 Von Löschkandidat am Fr, 13. April 2007 um 05:24 #
Und heute steht der Artikel zu pkg-config zur Löschung an:

Löschdiskussion

Grund: Irrelevanz.

Score: 3 Von Henry am Fr, 13. April 2007 um 08:58 #
Am 12. April zur Löschung vorgeschlagen:
ServerSite Linux, Smoothwall, Sourcemage Gnu/Linux, siehe hier
Score: 3 Von Henry am Sa, 14. April 2007 um 11:20 #
Hallo,

ich hatte jetzt die Nase voll von den ständigen Löschanträgen und habe damit angefangen, Artikel über freie Software zu retten und in ein anderes Wiki zu übertragen sowie bereits gelöschte Artikel, soweit möglich, zu rekonstruieren.

Warum ein neues Projekt? Es gibt bisher kein deutschsprachiges Wiki-Projekt, welches enzyklopädisch Artikel über freie Software sammelt. linuxwiki.de und andere Projekte sind eher Howto-Sammlungen, welche natürlich sehr wichtig sind. Im Gegensatz dazu ist mein Ziel eine deutschssprachige Enzyklopädie der freien Software.

Das ganze basiert auf MediaWiki, ist also weitgehend Wikipedia-kompatibel. Bestehende de.wikipedia-Artikel können zum allergrößten Teil per copy und paste übernommen werden.

Die URL ist http://freiesoftware.wiki-site.com

Score: 3 Von MorkVomOrk am So, 15. April 2007 um 12:50 #
Eine klassische, in Buchform entstandene (und manchmal anschließend Online verfügbar gemachte) Enzyklopädie enthält nur Artikel, die von "professionellen" Autoren geschrieben wurden.

Wikipedia hat dieses System geändert. Artikel können von jedem geschreiben werden. Das hat WP groß gemacht. Das hat WP auch so interessant gemacht. Schliesslich findet man zu fast allem einen Artikel. Doch WP wird offenbar alt. Und damit kommt die Zensur in vielen Bereichen. Mag man Zensur bei politisch missbrauchten oder durch Vandalismus entstellten Artikeln noch nachvollziehen können, so ist die Einordnung von Artikeln in "relevant" und "unrelevant" eine Art von Zensur, die nicht mehr zu rechtfetigen ist. Das hat dann auch nichts mehr mit Qualitätsmanagement zu tun. Gute Artikel können sehr gut neben schlechten Artikeln existieren. Und besser man hat einen schlechten Artikeln, als das über eine Sache oder über Geschehen nichts zu finden ist. Archäologen finden am Anfang auch nur schlecht erhaltene Fragmente, die nur ansatzweise einen Einblick in eine längst vergangene und vergessene Zeit bieten. Aber würde es diese Fragmente nicht geben, wäre eine wissenschaftliche Untersuchung der Vergangenheit überhaupt nicht möglich.

Fängt mein einmal an, diese Art von Zensur auszuüben, kann man Wikipedia nicht mehr als freie Enzyklopädie bezeichnen und sollte dort auch besser nicht mehr schreiben. Schließlich kann niemand sagen, wann der eigene Artikel für unrelevant erklärt wird. Die Vergangenheit sollte in Wikipedia eine echte Chance haben. Und niemand darf entscheiden, was erhaltenswert ist und was nicht. Vielleicht denken zukünftige Generationen ganz anders. Und genau das ist der Spagat, der nur ohne tiefgreifende Zensur gelingt: der Vergangenheit und der Zukunft gerecht zu werden.

Es ist wirklich schade um Wikipedia, wirklich.

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