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Thema: Microsoft: Mit Patenten gegen Open Source

38 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Sturmflut am So, 15. April 2007 um 19:16 #
Teilweise hat der Plan von M$ ja geklappt, viele ACPI-Tabellen sind nur für den Einsatz unter Windows validiert. Stromsparen unter Linux klappt dann nicht.

Aber es wird noch schlimmer: Die Trusted-Platform-Geschichte setzt ja Sicherheitsmechanismen im ganzen System voraus, sogar für das Abspielen eines einfachen Films - die Industrie ist z.B. der Meinung dass das nur noch klappen darf wenn Hardware und Software einen komplett sicheren Pfad zwischen Blu-Ray-Disc und Display garantieren können.

Der als "Open Source" angepriesene BIOS-Nachfolger von Intel zielt genau in die Richtung, alle wichtigen Teile sind nicht frei und anstatt dem Kernel mehr Kontrolle über die Hardware zu geben wird noch weiter abstrahiert. Man muss ja nicht offiziell sagen dass man nur Windows haben will - es reicht schon wenn wichtige Informationen einfach nicht freigegeben oder zu lange zurückgehalten werden.

Score: 3 Von Sven am So, 15. April 2007 um 21:15 #
Microsoft zieht seine Schachfiguren in Position.

Unsere Chance ist es so schnell Marktanteile zu bekommen, das man auf GNU/Linux auf dem Desktop ohne weiteres nicht verzichten kann. Dann erst wird die Politik die Gefahr der Patente ernst nehmen.

  • Score: 3 Von soso am Mo, 16. April 2007 um 00:39 #
    ...und die anderen freien Systeme sollen untergehen?

    Also eine Welt ohne die BSDs wäre deutlich ärmer!

    Und Syllable, Reactos, ... usw haben auch ihre Fans!

    • Score: 3 Von patrick am Mo, 16. April 2007 um 08:01 #
      wenn ein freies system es schafft genügend MA zu besitzen, profitieren auch alle anderen freien Systeme davon!
      Score: 3 Von soriac am Mo, 16. April 2007 um 08:50 #
      neinnein, es geht ja darum, dass durch eine ethablierte Marktposition von Linux den Politikern überhaupt erst der Schwachsinn und die Gefahren von Softwarepatenten vor Augen geführt werden, das sie eben doch nur als Waffe gegen unliebsame Konkurrenten eingesetzt wird und nicht als "Innovationsmotor" und das bei einem Durchsetzten solcher Patente durchaus ein grosser Schaden entsteht (und das ist um so effektiver, je weiter Linux verbreitet ist und um so grösser der Schaden dadurch wäre). So etwas würde in jedem Falle den anderen freien Systemen helfen, eben nicht unterzugehen.

      Bei Softwarepatenten gilt: man muss die Ursache bekämpfen, nicht sich nur gegen das Symptom absichern.

Score: 3 Von Lauster Alexander am Mo, 16. April 2007 um 06:33 #
Hier zeigt sich wieder, wo der gewinnbringende Markt von Microsoft ist: Beim Desktop.
Und in diesen Markt dringt GNU/Linux jetzt ein. Also will M$ verhindern, dass ihre Marktanteile kleiner werden. Also werfen sie mit Patenten umher.
  • Score: 3 Von Erik am Mo, 16. April 2007 um 08:35 #
    Ich sehe keinen Grund, warum das von den Gewinnen abhängen sollte, ob MS versucht, seine Marktposition zu stärken. Die Stromspareigenschaften von ACPI-kontrollierten Rechnern kommen auch Serversystemen zugute.


    lg
    Erik

    Score: 3 Von soriac am Mo, 16. April 2007 um 08:38 #
    Ich weiss nicht, ob es wirklich der Desktop (respektive das OS, also Win) ist, welches in erster Linie das Geld einbringt, da habe ich viel eher solche Melkkühe wie das Office oder Entwicklersysteme im Verdacht. Aber in so fern ist es richtig, dass MS bereits seit Jahren gegen das ach so "unbedeutende Spielzeug" Linux wettert, denn es gefährtet etwas anderes: die Vormachtstellung von Win, nicht nur in Bereichen, in die MS noch gerne hineinmöchte (wie z.B. im Servermarkt, den man auch gerne dominieren möchte), sondern mittlerweile sogar die Stellen, in denen MS der Platzhirsch ist und genau diese Vormachtstellung ist es, die MS eines gibt: Macht. Die Macht, den Nutzern ihre Bedingungen aufzudrängen, die Macht, mit der man gedenkt, auch in andere Sektoren vorzudringen und sie daher nach Kräften auszunutzen. Denn all diese Dinge hängen sich daran auf, dass Win im Privatsektor so weit verbreitet ist. So kann man den Konzernen die eigenen Formate und Bedingungen praktisch aufdiktieren. Und auch die oben erwähnten "Melkkühe" sind dadurch besonders ertragreich.

    Sollte sich ein System wie Linux mal so weit durchsetzen, dass es für die Hersteller durch die Bank weg eine zu beachtende Alternative ist, bei der man es sich nicht leisten kann, keine Programme, Treiber etc zu liefern, dann hätte MS seinen grössten Einflussfaktor (Marke "du spielst unser Spiel oder du spielst gar keines mehr") verloren und müsste sich doch tatsächlich wieder unterordnen und im Zweifel all die neuen Märkte, in die man vordringen wollte, wieder vergessen. Und dazu muss das Konkurrenzsystem nicht mal die vielzitieren 95% haben, unter denen landläufigen Trollen nach ja nichts zu gewinnen ist, es reichen bereits so 25, 30%. Da könnte Linux durchaus mal hinkommen, also muss es bereits in den Anfängen verhindert werden. Daher die Patentdrohungen, daher die Angst.

    Und klar, in zweiter Linie bedeutet die Minderung der Marktmacht natürlich auch einen Gewinneinbruch :) Aber ich schätze schon, dass es in erster Linie der Machtverlust ist, den die MS-oberen fürchten. Kein Wunder, konnten sie sich doch in ihrer Glanzzeit praktisch wie der Sonnenkönig benehmen, wer will so was schon freiwillig aufgeben :-)

    Score: 3 Von rain am Mo, 16. April 2007 um 08:43 #
    Das Memo ist von 1999, ist zwar geschichtlich interessant wie Gates versucht hat sein Monopoly zu spielen und "vielleicht" lässt das auch Rückschlüsse auf die eine oder andere Aktion heutzutage zu, aber bitte in Maßen...
    • Score: 3 Von soriac am Mo, 16. April 2007 um 08:55 #
      Mmh, also dem möchte ich etwas wiedersprechen. Natürlich ist das Memo schon ein paar Jahre alt, aber dadurch hat es immer noch nicht an Aktualität verloren, gerade, weil es um Softwarepatente geht, die heutzutage ein so aktuelles Thema wie nie zuvor sind. Und solche Aktionen wie Mr.Ballmer, der auch schon mal in aller Öffentlichkeit mit der Patentkeule droht, lassen ersichtlich werden, dass das Thema für MS alles andere als verjährt ist, sondern weiterhin mit Vehemenz versucht wird, durchzuprügeln.

      Das Memo hat alles andere als nur noch geschichtliche Relevanz, befürchte ich :-(

    Score: 3 Von Tidirium am Mo, 16. April 2007 um 09:05 #
    Das dieses Vorgehen sich vom "freien" Markt abzuschotten eine lange Tradition im "freien" Markt hat, ist ja bekannt. Ziel jedes Unternehmens ist sich eine Position am "freien" Markt zu erarbeiten, die es ermoeglicht Technologien und Preise zu diktieren. Die Wettbewerbshueter koennen im Falle M$ meisst nur zuschauen, weil die Schachfiguren (s.o.) im Verborgenen gesetzt wurden und werden. Erst dann, wenn der Markt dominiert wird, faellt auf das hier eine domierende Stellung entstanden ist. Als Beispiel sei der Internet Explorer genannt, welcher ja bekanntlich laut Aussage M$s im Antitrustverfahren, _fest_ im Betriebssystem eingebunden ist. Merkwuerdig nur, dass M$ etwas fest integriert, was laut eigenen Aussagen (Hr. Gates anno ~1994 - bin mir mit der Zeitangabe nicht sicher) keine Zukunft hat. Ebenso wie die DVD.
    Nun ist es wieder so weit - Patente wurden und werden benutzt um zu verdraengen.

    Und nun werde ich mal etwas voraussagen (*PutzDieGlaskugel*): Es wird der Tag kommen, an dem "Softwarepatente" vorsaetzlich ignoriert werden. Denn Menschen lassen sich nur bis zu einer gewissen Grenze gaengeln. Beispiel gefaellig? CSS, DRM, Intel-Seriennummer u.a. nette Dinge.

    Aber das ist nur meine Meinung. ;)

    Gruss

    PS: "freier Markt" = "Fuer reiche Existenzen installierter eigen regulierter Markt" - Softwarepatente als Zement..

Score: 3 Von elchschnitzel am Mo, 16. April 2007 um 09:43 #
Schaut euch lieber mal das hier an:

http://www.linux-watch.com/news/NS6944795565.html

  • Score: 3 Von Anonymous am Mo, 16. April 2007 um 10:33 #
    ... derer, die von SuSE abraten.
    • Score: 3 Von Oberschlauberger am Mo, 16. April 2007 um 10:48 #
      Ganz genau -SUSE ist Novell und damit disqualifiziert sich openSUSE und sollte boykotiert werden. Die haben mit ihrem Patentdeal genau gewusst was sie machen und das garantiert nicht um die User zu schützen. Novell will anteil an der Macht von Microsoft. Microsoft ist eine Unrechtsregime, was alles mit Gehirnwaschmethoden beherrschen will und nicht will das der User frei ist.

      Der User muss aber Frei sein, deshalb:

      FSF -Free Software Foundation, die Alternative zu M$ SUSE

      Score: 3 Von LH am Mo, 16. April 2007 um 10:58 #
      Hast du den Text überhaupt gelesen??

      "it doesn't appear to have any direct link to the Microsoft/Novell partnership"

      Das Problem trifft ALLE Distributionen welche die Defaultkonfiguration von freetype2 nutzen.

      Score: 3 Von Me am Mo, 16. April 2007 um 11:16 #
      Bitte was daran ist ein Grund über Novell herzuziehen, oder ein weiterer Beweis dafür, daß OpenSuse ja ach so böse geworden ist? In dem Artikel steht doch ganz klar, daß der Entwickler von Freetype das Feature entfernt hat, und Suse einfach nur die Voreinstellungen verwendet.

      Mir scheint, daß manche Leute einfach nur das sehen, was sie sehen wollen. Und was an dem M$/Novell-Deal nun so böse sein soll, konnte mir immer noch keiner überzeugend erklären.

Score: 3 Von Anonymous am Mo, 16. April 2007 um 10:32 #
Google hat MS in Sachen technologischer Führung mittlerweile überholt. Google und nicht MS zeigt der IT-Branche inzwischen, wo es langgeht. Google (und nicht etwa Linux) ist der Hauptkonkurrent von MS. Google setzt vor allem auf Open Source. Na, klingelt's?
Score: 3 Von Oberschlauberger am Mo, 16. April 2007 um 10:43 #

Jetzt erklärt M$ ACPI zu ihrem Privatpatent, morgen wird das TCP/IP sein oder der Mauszeiger.

Wieder ein Grund sich radikal und absolut zum FSF zu bekennen, M$ zu verhindern wo es geht und notfalls Gesetze durchdrücken, die M$ ihr gieriges Geschäft verbieten und Linux zum allgemeinen Standard erkären. Alles muss frei sein, und wer nicht frei sein will muss in mit Konsequenzen rechnen.

Score: 3 Von foobla am Di, 17. April 2007 um 07:48 #
die windows api funktion GetSystemTimeAsFileTime sowie deren C# Version haben eine Zeitrechnung von 1601 an (im gegensatz zur UNIX 1970). Ich habe nicht herausfinden können warum das offiziell so ist, daher eine lustige Theorie: laut Wikipedia Artikel "1601" wurde in diesem Jahre der zweite Patenanspruch (dokumentiert) durchgesetzt.
Score: 3 Von Markus am Di, 17. April 2007 um 16:15 #
Aus der sehr interessanten Seite

http://www.aaxnet.com

und genauer: http://www.aaxnet.com/editor/edit041.html
...
This patent stuff is all a sham in any case. Microsoft will not sue the Linux community or Linux customers over patents. IBM's considers Linux critical and strategic to its server plans all the way from entry level to mainframes. Attacking Linux with patents would be a direct attack on IBM and IBM has more patents than God. They probably have a patent on "Using a Computer to Develop Software" somewhere in their collection. Microsoft is many things but suicidal is not one of them.
...

Es ist gang und gäbe, dass Firmen Patente "austauschen", also sich gegenseitig erpressen, es nicht einzusetzen. Und IBM ist so alt, dass sie sicher noch so ein Patent irgendwo haben wie oben erwähnt ;-)

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