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Thema: Deutsche Bundesregierung will offene Standards in der Informationstechnologie fördern

24 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von krt am Mo, 30. April 2007 um 13:08 #
die wundervollen offenen Dokumentstandards von MS. Die haben wenigstens ein Herz für arme deutsche Politiker und Bürokraten und lassen sich ihre Lobby-Arbeit, was kosten, statt ständig kostenlos vom Allgemeinwohl und Informationsfreiheit etc. zu brambassieren.
Score: 3 Von Volltroll.de am Mo, 30. April 2007 um 13:08 #
für mich irgendwie komisch. Offener Standard XBau, XJustiz X* ??
Esso heisst ja auch Exxon (oder so ;) , nur nicht in Europa). 'X' verkauft sich besser.
Offener Standard XJustiz: Briefe werden mit (flame ) MS Office geschrieben. Der Standard ist offen, nur das Format nicht.
Mal sehen was daraus wird. Ich male sicher nicht Schwarz, aber bisher hat die Wirtschaft gesiegt, zumindest die mit viel Geld.
  • Score: 3 Von jemand am Mo, 30. April 2007 um 15:37 #
    Stimmt, deshalb heißt es ja seit kurzem am Reichstagsgebäude nicht mehr „Dem deutchen Volke“, sondern „Der deutschen Wirtschaft“:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,479931,00.html
Score: 3 Von Michel am Mo, 30. April 2007 um 13:21 #
Will offene Standards fördern, faselt auch vor jeder Projekt- und Auftragsvergabe etwas von OpenSource, offenen Schnittstellen und Nachhaltigkeit und vergibt dann dennoch wieder kurz davor alles an MS bzw. deren Partner?

Dauert die Bestätigung des Schecks immer so lange oder...

Score: 3 Von Distributionshure am Mo, 30. April 2007 um 13:25 #
Das einzige was hier offensichtlich ist, ist die geschichtliche Unkenntnis der CDU, sowie unseres ideologisch,
verblendeten Ami-Flittchen, genannt Bundeskanzlerin.
Mir persönlich sind offene Standards in der Verwaltung sch...egal, solange hier Geschichtsverdrehung (Filbinger),
indirektes Befürworten der Folter(Schäuble), klarer Rechtsbruch des Grundgesetzes(Schäuble - BKA) an der Tagesordnung sind.
Deutsche Bürokratie, amerikanischer Imperialismus sind der Grundstein zum Faschismus!!!
Auf zum kreativen 1.Mai :-P

eure spagatfrau

Score: 3 Von Micha am Mo, 30. April 2007 um 13:31 #
Die Antwort der BReg. kann mal doch wieder mal teilweise unter Ulk verbuchen.
Denn die erwähnte Konferenz war ein Stelldichein von Großunternehmen der IT-Brache.
Unternehmen und Verbände auch dem Bereich Freie Software und Open Source: Fehlanzeige. Damit wird dann wieder (ausländischen) Großkonzernen eine Förderung in den Rachen geworfen, die diese nicht brachen und nicht bekommen sollten.
Auf der anderen Seiten werden weite Bereiche der Software-Erzeugung weiter ignoriert und die Möglichkeiten zur Förderung kleiner, innovativer Unternehmen und freier Entwicklergemeinschaften in unserem Land einmal mehr nicht genutzt. Abgesehen davon, daß man dadurch auch den Fokus der Öffentlichkeit und sog. "Entscheider" in Ihnen oftmals unbekannte Bereiche hätte lenken können.

Die einzigen die sich da sehr positiv hervortun sind einige wenige Verwaltungen und Behörden (z.B. das Außenamt) und das BSI (z.B. Projekt Ägypten, ERPOSS).

MfG

  • Score: 3 Von naseweis am Mo, 30. April 2007 um 14:54 #
    ERPOSS ist wirklich sehr gut gemacht und bekommt viel zu wenig Beachtung.
    Ich finde es als *Debian vorkonfiguriert und einfach zu benutzen* sogar besser gelungen als kubuntu (ERPOSS kommt mit kde).
    In der Praxis vor Ort scheitert es dann häufig daran, dass die *Admins* nicht etwa - wie man annehmen möchte - Informatiker sind, sondern leider viel öfter Quereinsteiger von irgendwoher, die oft selbst mit Windows weniger anfangen können als die User, die sie eigentlich betreuen sollen. In der Behörde, in die ich beruflich näheren Einblick habe, bekommen junge Ingenieure - auf Drängen der Vorgesetzten - vom Rechenzentrum Administratorrechte auf ihren dienstlichen Rechnern, damit diese überhaupt laufen.
    Ich weiß auch von Server-Installationen, die - vom Lastenheft her - eigentlich unter Linux vorgesehen waren, die nach Monaten der (angeblichen - das wissen wir wohl alle besser) Unadministrierbarkeit von Oracle auf SuSE, durch Windows2003 ersetzt wurden und bis heute nicht stabil laufen.
    Rechenzentren in Behörden sind leider vornehmlich aus untersten Gehaltsgruppen besetzte Referate. In der Kantine verwechseln Neulinge die *Admins* immer wieder mit der Hausmeistertruppe und staunen nicht schlecht, wer antrabt wenn mal der Drucker nicht will...
Score: 3 Von bill g. am Mo, 30. April 2007 um 16:18 #
z.B. das Bundestrojanerinterface. Wird nicht offen gelegt, ist aber für jede Behörde offen zugänglich :-D.
  • Score: 3 Von Stephan am Mo, 30. April 2007 um 20:01 #
    Wir sollten die ganze Diskussion um den Bundestrojaner mal positiv sehen. Je mehr Angst die Leute davor haben, dass Microsoft und andere Firmen mit der Regierung und den Geheimdiensten unter einer Decke stecken desto eher werden sie Freie Software nutzen.
    Es gibt halt keinen besseren Schutz als die Möglichkeit selbst im Quellcode nach zu sehen.
    Score: 3 Von Oh_no am Di, 1. Mai 2007 um 15:34 #
    Vom Bundestrojaner droht wenig unmittelbare Gefahr; die Bullen äehhh.... wollte sagen: Ordnungshüter haben ja schon jetzt massiv Probleme, die regulär bei Beschlagnahmen ergatterten Rechner in angemessener Zeit auszuwerten.

    Allerdings verdirbt er die Sitten vollends, was die Datensammelwut angeht.


    Viel bedenklicher finde ich die Vorratsdatenspeicherung. Ich glaube zwar ansonsten an fast gar nichts mehr, aber bin mittlerweile der festen Überzeugung, daß wir die Vorratsdatenspeicherung ausschließlich Hollywood und einigen europäischen Content- Multis verdanken, die das Filesharing eindämmen wollen (offiziell heißt das dann etwas anders - man tut so, als ginge es in erster Linie um physische Raubkopien von Designerklamotten und dergleichen; Angie holt sich ja gerade in Washington die neuen Befehle der US- Regierung ab).

    Und diese Lobby wird erst locker lassen, wenn der Richtervorbehalt fällt, also irgendwelche schmierigen Abmahnanwälte direkt Auskünfte von den Providern einholen dürfen.

    Das könnte mir zwar egal sein, da ich keine illegalen Sachen share; aber wenn das Abmahnen ein Massengeschäft wird, steigt die Gefahr, daß man unberechtigt beschuldigt wird.

    Fast jeder kennt aus dem Bekanntenkreis oder aus eigener Erfahrung "spaßige" Geschichten mit Providern, die es nicht mal schaffen, eine Leitung richtig zu übernehmen oder korrekte Rechnungen zu stellen.

    Warum sollten die korrekter arbeiten, wenn sie Auskünfte an Abmahnanwälte erteilen müssen? Als unberechtigt Beschuldigter hat man dann aber ganz schlechte Karten. Der Anscheinsbeweis spricht gegen einen, man hat praktisch keine Möglichkeiten, dem Provider einen Fehler nachzuweisen, und das "im Zweifel für den Angeklagten" gilt vor Zivilgerichten nicht.

    Da geht es nur nach der Plausibilität desssen, was beide Seiten vortragen, und selbst wenn man den Vortrag der Gegenseite erschüttern kann, kommt bestenfalls ein Vergleich raus - der kann dann immer noch viele tausend Euro an Schadenersatz und Anwaltskosten bedeuten.

    Wenn man näher drüber nachdenkt, bleibt eigentlich nur noch, den ganzen kram zu kündigen und sich ein neues Hobby zu suchen.

    • Score: 3 Von sd07 am Di, 1. Mai 2007 um 18:57 #
      Genau das ist mir zuletzt auf Ebay mit einer ungerechtfertigten Abmahnung passiert. Ich habe mir zwar nichts zu schulden kommen lassen, bin aber auf meinen eigenen Rechtsanwaltskosten sitzen geblieben, weil keine Rechtsversicherung derartige Fälle versichert.

      Diese Vorratsdatenspeicherung ist allerdings noch eine Nummer "extremer", da man hier ja nicht wie bei Ebay selbst aktiv tätig werden muß (ich meine, ein Verkaufsangebot einstellen), sondern alles vollautomatisch überwacht und abgewickelt wird.

      Es wird bestimmt viele falsche Verdächtigungen geben.

      Vielleicht ist die Kündigung zumindest des Internetanschlusses wirklich die einzige Alternative, auch wenn mir der Verzicht auf Emails sehr schwer fallen würde. Was die Überwachung des Telefonanschlusses anbelangt, dürften Abmahnabwälte zumindest hier außen vor bleiben.

      Eine andere Möglichkeit wäre es, mit "Darknets" anzufangen (ich denke da z.B. an das Freenet Project von freenetproject.org). Ich kann mich irren, aber hier dürfte eine Zensur kaum möglich sein, zumindest Abmahnanwälte dürften hier auf Granit beißen.

      • Score: 3 Von sd07 am Di, 1. Mai 2007 um 19:07 #
        Das Hauptproblem sind natürlich mögliche falsche Verdächtigungen.
        Ob es in diesem Falle dann überhaupt eine Möglichkeit gäbe, sich "reinzuwaschen"?
        Geldverluste sind da jedenfalls vorprogrammiert, da man dann gegen die Abmahnungen vor Gericht ziehen muß.
        Nicht auszudenken, wenn man selbst nach einem ersten Sieg weiter durch die Instanzen marschieren müßte.
        Und überhaupt nicht auszudenken, wenn man als gänzlich Unschuldiger verlieren sollte, nur weil eine IP-Adresse falsch zugeordnet wurde.
Score: 3 Von breites Grinsen am Fr, 27. Juni 2008 um 11:06 #
XBau...

da musste ich irgendwie an Knast denken :-)

Und wenn es dafür ab heute OFFENE Standards gibt, lach ich mich einfach kaputt

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