Vom Bundestrojaner droht wenig unmittelbare Gefahr; die Bullen äehhh.... wollte sagen: Ordnungshüter haben ja schon jetzt massiv Probleme, die regulär bei Beschlagnahmen ergatterten Rechner in angemessener Zeit auszuwerten.
Allerdings verdirbt er die Sitten vollends, was die Datensammelwut angeht.
Viel bedenklicher finde ich die Vorratsdatenspeicherung. Ich glaube zwar ansonsten an fast gar nichts mehr, aber bin mittlerweile der festen Überzeugung, daß wir die Vorratsdatenspeicherung ausschließlich Hollywood und einigen europäischen Content- Multis verdanken, die das Filesharing eindämmen wollen (offiziell heißt das dann etwas anders - man tut so, als ginge es in erster Linie um physische Raubkopien von Designerklamotten und dergleichen; Angie holt sich ja gerade in Washington die neuen Befehle der US- Regierung ab).
Und diese Lobby wird erst locker lassen, wenn der Richtervorbehalt fällt, also irgendwelche schmierigen Abmahnanwälte direkt Auskünfte von den Providern einholen dürfen.
Das könnte mir zwar egal sein, da ich keine illegalen Sachen share; aber wenn das Abmahnen ein Massengeschäft wird, steigt die Gefahr, daß man unberechtigt beschuldigt wird.
Fast jeder kennt aus dem Bekanntenkreis oder aus eigener Erfahrung "spaßige" Geschichten mit Providern, die es nicht mal schaffen, eine Leitung richtig zu übernehmen oder korrekte Rechnungen zu stellen.
Warum sollten die korrekter arbeiten, wenn sie Auskünfte an Abmahnanwälte erteilen müssen? Als unberechtigt Beschuldigter hat man dann aber ganz schlechte Karten. Der Anscheinsbeweis spricht gegen einen, man hat praktisch keine Möglichkeiten, dem Provider einen Fehler nachzuweisen, und das "im Zweifel für den Angeklagten" gilt vor Zivilgerichten nicht.
Da geht es nur nach der Plausibilität desssen, was beide Seiten vortragen, und selbst wenn man den Vortrag der Gegenseite erschüttern kann, kommt bestenfalls ein Vergleich raus - der kann dann immer noch viele tausend Euro an Schadenersatz und Anwaltskosten bedeuten.
Wenn man näher drüber nachdenkt, bleibt eigentlich nur noch, den ganzen kram zu kündigen und sich ein neues Hobby zu suchen.
Genau das ist mir zuletzt auf Ebay mit einer ungerechtfertigten Abmahnung passiert. Ich habe mir zwar nichts zu schulden kommen lassen, bin aber auf meinen eigenen Rechtsanwaltskosten sitzen geblieben, weil keine Rechtsversicherung derartige Fälle versichert.
Diese Vorratsdatenspeicherung ist allerdings noch eine Nummer "extremer", da man hier ja nicht wie bei Ebay selbst aktiv tätig werden muß (ich meine, ein Verkaufsangebot einstellen), sondern alles vollautomatisch überwacht und abgewickelt wird.
Es wird bestimmt viele falsche Verdächtigungen geben.
Vielleicht ist die Kündigung zumindest des Internetanschlusses wirklich die einzige Alternative, auch wenn mir der Verzicht auf Emails sehr schwer fallen würde. Was die Überwachung des Telefonanschlusses anbelangt, dürften Abmahnabwälte zumindest hier außen vor bleiben.
Eine andere Möglichkeit wäre es, mit "Darknets" anzufangen (ich denke da z.B. an das Freenet Project von freenetproject.org). Ich kann mich irren, aber hier dürfte eine Zensur kaum möglich sein, zumindest Abmahnanwälte dürften hier auf Granit beißen.
Das Hauptproblem sind natürlich mögliche falsche Verdächtigungen. Ob es in diesem Falle dann überhaupt eine Möglichkeit gäbe, sich "reinzuwaschen"? Geldverluste sind da jedenfalls vorprogrammiert, da man dann gegen die Abmahnungen vor Gericht ziehen muß. Nicht auszudenken, wenn man selbst nach einem ersten Sieg weiter durch die Instanzen marschieren müßte. Und überhaupt nicht auszudenken, wenn man als gänzlich Unschuldiger verlieren sollte, nur weil eine IP-Adresse falsch zugeordnet wurde.
Allerdings verdirbt er die Sitten vollends, was die Datensammelwut angeht.
Viel bedenklicher finde ich die Vorratsdatenspeicherung. Ich glaube zwar ansonsten an fast gar nichts mehr, aber bin mittlerweile der festen Überzeugung, daß wir die Vorratsdatenspeicherung ausschließlich Hollywood und einigen europäischen Content- Multis verdanken, die das Filesharing eindämmen wollen (offiziell heißt das dann etwas anders - man tut so, als ginge es in erster Linie um physische Raubkopien von Designerklamotten und dergleichen; Angie holt sich ja gerade in Washington die neuen Befehle der US- Regierung ab).
Und diese Lobby wird erst locker lassen, wenn der Richtervorbehalt fällt, also irgendwelche schmierigen Abmahnanwälte direkt Auskünfte von den Providern einholen dürfen.
Das könnte mir zwar egal sein, da ich keine illegalen Sachen share; aber wenn das Abmahnen ein Massengeschäft wird, steigt die Gefahr, daß man unberechtigt beschuldigt wird.
Fast jeder kennt aus dem Bekanntenkreis oder aus eigener Erfahrung "spaßige" Geschichten mit Providern, die es nicht mal schaffen, eine Leitung richtig zu übernehmen oder korrekte Rechnungen zu stellen.
Warum sollten die korrekter arbeiten, wenn sie Auskünfte an Abmahnanwälte erteilen müssen? Als unberechtigt Beschuldigter hat man dann aber ganz schlechte Karten. Der Anscheinsbeweis spricht gegen einen, man hat praktisch keine Möglichkeiten, dem Provider einen Fehler nachzuweisen, und das "im Zweifel für den Angeklagten" gilt vor Zivilgerichten nicht.
Da geht es nur nach der Plausibilität desssen, was beide Seiten vortragen, und selbst wenn man den Vortrag der Gegenseite erschüttern kann, kommt bestenfalls ein Vergleich raus - der kann dann immer noch viele tausend Euro an Schadenersatz und Anwaltskosten bedeuten.
Wenn man näher drüber nachdenkt, bleibt eigentlich nur noch, den ganzen kram zu kündigen und sich ein neues Hobby zu suchen.
Diese Vorratsdatenspeicherung ist allerdings noch eine Nummer "extremer", da man hier ja nicht wie bei Ebay selbst aktiv tätig werden muß (ich meine, ein Verkaufsangebot einstellen), sondern alles vollautomatisch überwacht und abgewickelt wird.
Es wird bestimmt viele falsche Verdächtigungen geben.
Vielleicht ist die Kündigung zumindest des Internetanschlusses wirklich die einzige Alternative, auch wenn mir der Verzicht auf Emails sehr schwer fallen würde. Was die Überwachung des Telefonanschlusses anbelangt, dürften Abmahnabwälte zumindest hier außen vor bleiben.
Eine andere Möglichkeit wäre es, mit "Darknets" anzufangen (ich denke da z.B. an das Freenet Project von freenetproject.org). Ich kann mich irren, aber hier dürfte eine Zensur kaum möglich sein, zumindest Abmahnanwälte dürften hier auf Granit beißen.
Ob es in diesem Falle dann überhaupt eine Möglichkeit gäbe, sich "reinzuwaschen"?
Geldverluste sind da jedenfalls vorprogrammiert, da man dann gegen die Abmahnungen vor Gericht ziehen muß.
Nicht auszudenken, wenn man selbst nach einem ersten Sieg weiter durch die Instanzen marschieren müßte.
Und überhaupt nicht auszudenken, wenn man als gänzlich Unschuldiger verlieren sollte, nur weil eine IP-Adresse falsch zugeordnet wurde.