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Do, 3. Mai 2007, 09:18

Berlins Bürgermeister Wowereit will nicht auf Linux umsteigen

Berlin gerät zunehmend in die Kritik, weil es trotz immenser Finanzprobleme eine enorm teure IT-Infrastruktur betreibt und die Migration zu freier Software verschleppt hat.

Laut einer der Netzeitung.de vorliegenden Expertise des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität Berlin könnte das hochverschuldete Land Berlin seine IT-Ausgaben um bis zu 50% senken, sollten die Behördenrechner auf Linux umgestellt werden. Die IT-Ausgaben der Berliner Verwaltung liegen z.Z. bei etwa 250 Millionen Euro pro Jahr.

In einem vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Innensenator Ehrhart Körting (beide SPD) unterzeichneten Papier heißt es dazu: Die von den Abgeordneten angemahnte Migration hin auf freie Software »...widerspricht den der IT-Strategie zu Grunde liegenden Zielen und erscheint dem Senat [...] als nicht marktkonforme, technologisch und insbesondere wirtschaftlich nicht vertretbare Maßnahme«.

Im Dezember 2005 hatte das Berliner Parlament beschlossen, von Microsoft zu Open Source zu migrieren. Getan hat sich seither nichts. Nun geraten die Versäumnisse der Verwaltung hart in die Kritik. Den Grünen zufolge gibt es einen riesigen Investitionsstau. Die Verwaltung habe im IT-Bereich gleich mehrere Züge verschlafen und sei so weit im Rückstand, dass eine Open-Source-Migration vor 2010 kaum realistisch sei.

Am heutigen 3. Mai findet daher eine Anhörung zu Open Source in der Berliner Verwaltung statt, in der der zuständige Staatssekretär Freise den Parlamentariern und der Berliner Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen muss. Auf der Anhörung soll auch Wilhelm Hoegner vom Limux-Projekt aus München sprechen. Er soll die überall in Deutschland gemachten Erfahrungen bekräftigen, dass Open Source nicht nur machbar und technisch sinnvoll ist, sondern auch die lokale IT-Industrie stützt. (Peter K./hjb)

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