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Sa, 5. Mai 2007, 15:50

Software::Kommunikation

Pidgin 2.0 freigegeben

Die ehemals unter dem Namen Gaim bekannte Instant Messaging-Applikation (IM) Pidgin wurde in der stabilen Version 2.0 freigegeben.

Pidgin ist ein Instant Messaging (IM) Client für BSD, Linux, Mac OS X und Windows. Die Applikation unterstützt eine Reihe von Protokollen. Unter anderem kann Pidgin AIM und ICQ, MSN Messenger, Yahoo!, IRC, Jabber, Gadu-Gadu, SILC, GroupWise Messenger und Zephyr handhaben. Pidgin wurde mit GTK+ programmiert und unterliegt der GPL. Durch seine modulare Bauweise können mehrere Dienste gleichzeitig genutzt werden.

Die Applikation wurde 1999 als GTK+-Oberfläche für das damals noch proprietäre Instant-Messaging (IM)-Protokoll von AOL unter dem Namen »GTK+ AOL Instant Messenger« von Mark Spencer initiiert. Nach Einspruch von AOL wurde der Name in Gaim geändert. Nachdem AOL das Kürzel AIM als Marke registrieren ließ und von Gaim eine Namensänderung verlangte, wurde die Applikation Anfang April dieses Jahres in Pidgin umgetauft.

Gegenüber der stabilen Version 1.5.0 erfuhr Pidgin 2.0 eine Reihe von Änderungen und Verbesserungen und wurde funktionell erweitert. Der Kern der Applikation wurde komplett von der Benutzeroberfläche abgetrennt. So ist es ab sofort möglich, Libpurple ohne eine Benutzeroberfläche zu generieren. Die Applikation enthält auch die im Rahmen von Google Summer of Code erstellte ncurses-Benutzeroberfläche Finch. Das Statussystem des Programmes wurde nach Angaben der Programmierer komplett umgeschrieben.

Weitreichende Änderungen in Pidgin 2.0 erfuhr die Buddy-Verwaltung. Neben einer verbesserten Suchfunktion zeigt die Liste ab sofort auch den Zeitpunkt des letzten Logins eines Freundes an. Ferner wurde die Geschwindigkeit der Liste verbessert. Zu den weiteren Änderungen von Pidgin 2.0 zählen Verbesserungen im Chat-System. Ab sofort nutzt die Applikation darüber hinaus neue Sound-Dateien für Meldungen und Hinweise. Die Ausgaben erfolgen über GStreamer anstatt über libao. Der Nutzer kann zudem die Lautstärke direkt in den Einstellungen festlegen.

Das Plugin-System wurde gegenüber der letzten stabilen Version weitgehend überarbeitet. So finden sich nun alle Zusatzfunktionen in einem separaten Dialog-Fenster. Eine weitere Neuerung von Pidgin 2.0 stellt die Möglichkeit dar, neue Plugins direkt ohne einen Neustart zu aktivieren. Eine Reihe Plugins wurde funktionell überarbeitet. Das Evolution-Plugin unterstützt nun Groupwise-Kontakte. Neben einem überarbeiteten Perl-Plugin-Loader kommt die Applikation nun auch mit einem Mono-Plugin-Loader. Ein neues Musik-Messaging-Plugin sowie ein neues Kontakt-Plugin wurden ebenfalls in die Applikation integriert. Eine Liste aller Änderungen der Applikation und der unterstützten Protokolle kann auf unserem Server gefunden werden.

Pidgin 2.0 kann ab sofort vom Server des Projektes im Quellcode sowie als compilierte Pakete für Fedora Core und Windows heruntergeladen werden. Der Quellcode der Applikation ist knapp 7 MB groß.

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