Na ja ist ne ganz ordentliche Schrift, aber das kleine a past irgendwie überhaupt nicht im Sans und Mono Type. Das Hauptaugenmerk scheint wirklich auf der Microsoftkompatibilität gelegen zu haben denn von den Schriftmaßen unterscheidet sie sich wirklich kaum von Arial bzw Times New Roman im Gegensatz zu den Bitstreamvarianten
Als Alltagsschriften mag ich die Liberation nicht. Die Sans zu nah an der hässlichen Arial, die Serif dank Times-Laufweite mit dem gleichen Problem viel zu langer Zeilen auf normalem A4-Papier. Die Mono Regular ist eine Verbesserung gegenüber der viel zu dünnen Courier New, wenn auch nicht der Schönheit letzter Schluss. Bei allen drei Typen mag ich den fetten Schnitt nicht. Der ist zu fett und wirkt mehr wie elektronisch verfettet anstatt eigens entworfen.
Wer die originalen MS-Fonts nicht einsatzen kann/will, der ist als Ersatz mit der Liberation gut bedient. Eben weil sie sich metrisch exakt an die MS-Schriften hält. Das kann durchaus ein großer Vorteil sein, wenn man ein Word-Dokument öffnen muss und sich nicht erst mal länger um Layoutverschiebungen kümmern will.
Was spricht eigentlich dagegen, für eine gute Schriften-Grundausstattung mal 200 Euro in die Hand zu nehmen?
Als Student bekommst du fuer ca 120 EUR die Adobe Type Classics for Learning. Da ist unter anderem die (fast) komplette MinionPro und MyriadPro dabei (MinionPro mit allen Opticals). Bei der MinionPro fehlen leider die Medium-Schnitte. Ansonsten fallen mir spontan noch WarnockPro, GaramondXYZ, Cronos, .... ein. Ich habe sie mir vor allem wegen der MinionPro gekauft (es gibt da ein hervorragendes LaTeX-Paket!). Eigentlich muesste mir nur noch einer die Zapfino schenken und ich waehre schriftentechnisch erstmal zufrieden.
Ich weiß ja nicht, was für Schriften du einsetzt... Im Bereich von 25 Euro pro Schnitt bekomme ich so Sachen wie die Helvetica, Garamond, Frutiger, Palatino, Gill usw. usw. Was man als Grundausstattung wirklich braucht, ist der normale und (halb)fette Schnitt, und für die Serif die Kursive dazu. Für Sans und Mono ist kursiv nicht so wichtig, weil die eh meistens nur oblique, also schräg gestellt, sind. Fettkursiv setzt man zu selten wirklich sinnvoll ein, um sich am Anfang damit zu belasten. Macht etwa sieben Schnitte für die Grundausstattung. Und das ist mit 200 Euro ohne weiters drin, auch ohne nach Paketangeboten zu suchen.
Also auf einer alten Micrografx Flowcharter CD habe ich Futura in allen Schnitten, die unter
http://www.myfonts.com/fonts/bitstream/futura/
zu haben sind. Das kostet schon mehr als 200 Euro. Und dann habe ich nur eine Sans-serif Schrift. Möchte ich noch eine Serifenschriftart oder gar eine mono, muss ich noch viel mehr löhnen.
Deswegen sag ich ja "Grundausstattung". Natürlich sollten die Familien gut ausgebaut sein, damit man nach und nach Kapitälchen, anderen Strichstärken/Laufweiten etc. dazukaufen kann.
> Was spricht eigentlich dagegen, für eine gute Schriften-Grundausstattung mal 200 Euro in die Hand zu nehmen?
Wer braucht eigentlich qualitativ hochwertige Schriften außer Firmen im Print und Werbebereich? Als Privatperson habe ich zumindest besseres zu tun, als 200 für Schriften auszugeben.
Im Gegensatz zur Malerei, bei der gute Ölfarben entscheidend für die Farbenkraft des Bildes sein können, ist die Schriftart bei Romanen IMO ziemlich nebensächlich, was zählt ist der Inhalt, wenn die Schrift halbwegs akzeptabel aussieht, dann reicht das eigentlich.
PS: Natürlich bin ich froh. daß RedHat diese GPL Schrift erstellt hat, aber kaufen würde ich mir eine kommerzielle Schriftartensammlung aber nicht, schon gar nicht für 200 .
Die Lesbarkeit wird -- wenn auch nur unterbewusst -- durch gute Schriften und gute Typografie verbessert. Mit der MinionPro (siehe Kommentar weiter oben) habe ich verschiedene optische Größen, so dass Überschriften in einer anderen optischen Größe gesetzt werden als der normale Text. Das hat auch Vorteile beim Formalsatz: Indizes etc werden in einer etwas dickeren Größe gesetzt, so dass es insgesamt ein runderes Bild ergibt. UNd dann gibt es noch viel mehr Features (wie echte Kapitälchen, Ligaturen, passende kyrillische und griechische Buchstaben,....) die ich nicht mehr missen möchte.
IMHO hat das Aussehen und die Qualität dadurch, dass jetzt jeder mal schnell was mit Word zusammschustern kann, stark gelitten. Dass überall Times New Roman verwendet wird, ist dabei noch das kleinste Übel....
Ich glaube schon, dass er die TNR meint. Die komplette MS-Office-Welt ist von TNR und Arial geprägt. Comic Sans – naja *hust* – die fällt definitionsgemäß unter "Krankheit" und nicht unter "Schrift"
...während Novell versucht, ihn mit Microsoft neu zu definieren. Das kam mir zumindest angesichts der heutigen Newsmeldungen so vor.
Egal, was ich eigentlich sagen wollte, als Privatanwender bin ich für Bildschirmdarstellung und die paar Dokumente, die meinen Drucker verlassen, mit freien Schriften mittlerweile wirklich gut versorgt. Dass Red Hat hier nochmal die Vielfalt erhöht und für die Qualität "ihrer" (jetzt ja unserer!) Schriften einsteht, ist wirklich lobenswert.
Keine Ahnung warum sie die Sourcen nicht rausruecken. Vermutlich haette RedHat mehr dafuer bezahlen muessen, oder die Schriften wurden mit einem Windows Programm erstellt; bei Bitstream Vera bekam man ja ebenfalls nur die Binaries.
... aber mit Gentium gibt es auch eine wirklich feine und umfangreiche Schriftart unter freier Lizenz. Eignet sich auch sehr gut fuer Dokumente, die gedruckt gut aussehen muessen und unterstuetzt eine unglaubliche Zahl Sonderzeichen. Zu finden ist sie entweder in eurem persoenlichen Distributions-Repository oder unter http://scripts.sil.org/cms/scripts/page.php?site_id=nrsi&item_id=Gentium (auch fuer andere Betriebssysteme).
Ich habe Liberation bereits vor zwei Tagen ausprobiert. Bei mir sieht sie als Desktop-Schrift absolut schrecklich aus. Ich nutze seit vielen Jahren Tahoma. Schade, dass keine freie Schrift dieser das Wasser reichen kann.
An eine Desktop-Schrift (also für Menüs, Dialog, etc. für den, der sich fragt was gemeint ist) gelten auch andere Ansprüche als für eine Schrift mit der man Texte verfaßt. Ich nutze für diesen Zweck Verdana.
Schon bekannt? http://savannah.nongnu.org/download/freefont/
Ist IMHO schöner, ausgewogener und auch frei:
Freefont is a collection of free Universal Character Set outline fonts. Copyright (C) 2002 Free Software Foundation. This program is free software; you can redistribute it and/or modify it under the terms of the GNU General Public License as published by the Free Software Foundation; either version 2, or (at your option) any later version.
„Nimbus Mono L and Bitstream“ sollte wohl eher „Nimbus Mono L und Bitstream“ heißen
stimmt wohl
wo bitte schön ist zwischen:
Nimbus Mono L and Bitstream und
Nimbus Mono L und Bitstream
der Unterschied?...oder ist dir am ende selbst so c'n'p Missgeschick passiert?
Selbst mit Autohinting sind sie perfekt für den Desktop -> FFX, Die Desktopschriftart und die Terminalschrift geändert!
Wer die originalen MS-Fonts nicht einsatzen kann/will, der ist als Ersatz mit der Liberation gut bedient. Eben weil sie sich metrisch exakt an die MS-Schriften hält. Das kann durchaus ein großer Vorteil sein, wenn man ein Word-Dokument öffnen muss und sich nicht erst mal länger um Layoutverschiebungen kümmern will.
Was spricht eigentlich dagegen, für eine gute Schriften-Grundausstattung mal 200 Euro in die Hand zu nehmen?
http://www.myfonts.com/fonts/bitstream/futura/
zu haben sind. Das kostet schon mehr als 200 Euro. Und dann habe ich nur eine Sans-serif Schrift. Möchte ich noch eine Serifenschriftart oder gar eine mono, muss ich noch viel mehr löhnen.
Wer braucht eigentlich qualitativ hochwertige Schriften außer Firmen im Print und Werbebereich?
Als Privatperson habe ich zumindest besseres zu tun, als 200 für Schriften auszugeben.
Im Gegensatz zur Malerei, bei der gute Ölfarben entscheidend für die Farbenkraft des Bildes sein können,
ist die Schriftart bei Romanen IMO ziemlich nebensächlich, was zählt ist der Inhalt, wenn die Schrift halbwegs akzeptabel aussieht, dann reicht das eigentlich.
PS: Natürlich bin ich froh. daß RedHat diese GPL Schrift erstellt hat, aber kaufen würde ich mir eine kommerzielle Schriftartensammlung aber nicht, schon gar nicht für 200 .
IMHO hat das Aussehen und die Qualität dadurch, dass jetzt jeder mal schnell was mit Word zusammschustern kann, stark gelitten. Dass überall Times New Roman verwendet wird, ist dabei noch das kleinste Übel....
Egal, was ich eigentlich sagen wollte, als Privatanwender bin ich für Bildschirmdarstellung und die paar Dokumente, die meinen Drucker verlassen, mit freien Schriften mittlerweile wirklich gut versorgt. Dass Red Hat hier nochmal die Vielfalt erhöht und für die Qualität "ihrer" (jetzt ja unserer!) Schriften einsteht, ist wirklich lobenswert.
Danke!
http://www.thomas-zastrow.de/temp/liberation.pdf
http://savannah.nongnu.org/download/freefont/
Ist IMHO schöner, ausgewogener und auch frei:
Freefont is a collection of free Universal Character Set outline fonts.
Copyright (C) 2002 Free Software Foundation.
This program is free software; you can redistribute it and/or modify
it under the terms of the GNU General Public License as published by
the Free Software Foundation; either version 2, or (at your option)
any later version.