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Di, 15. Mai 2007, 11:50

Gesellschaft::Politik/Recht

Linux-Verband kritisiert Microsoft-Patentdrohung

Der Linux-Verband sieht in der neuerlichen Behauptung von Microsoft, Linux verletze Microsoft Patente, einen neuen Versuch, abwandernde Kunden zu halten.

»Microsoft redet mittlerweile regelmäßig von den angeblichen Patentverletzungen, bleibt dabei aber jeden Nachweis schuldig,« so Elmar Geese, Vorsitzender des Verbandes. Zudem hätten sich große Unternehmen wie IBM oder Red Hat durch eigene Patentportfolios gegen solche Angriffe abgesichert. Die unterschwellige Drohung von Microsoft, die Patente auch gegenüber Endkunden geltend zu machen, liefen so ins Leere. Ein Microsoft-Manager hatte zuvor erneut die Behauptungen von den Patentverletzungen von Linux aufgestellt und ein solches Vorgehen nicht ausgeschlossen.

Der Linux-Verband sieht die Einführung von Softwarepatenten auch in Europa mit großer Sorge, allerdings wären dann nicht nur Open-Source-Unternehmen und Projekte gefährdet, sondern die gesamte mittelständische Softwareentwicklung in Europa, gleich ob offen oder proprietär. »Wenn in der EU trotz der schlechten Erfahrungen mit dem US Patentsystem die Fehler hier wiederholt werden, obwohl der Schaden für die europäische Industrie bekannt ist, muss man sich nicht fragen, wer da im Hintergrund die Fäden zieht,« so Geese weiter. Wenn die EU-Politik an Glaubwürdigkeit gewinnen wolle, müsse sie sich auch so verhalten, dass sie den Unternehmen und Bürgern in der EU nützt, und nicht amerikanischen Softwaremonopolisten.

Bereits im November 2006, zwei Wochen nach der Bekanntgabe des umstrittenen Abkommens mit Novell, hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer ähnliche Behauptungen in die Welt gesetzt. Auch diese hatte der Linux-Verband mit scharfen Worten zurückgewiesen.

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