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Do, 24. Mai 2007, 12:35

Gesellschaft::Politik/Recht

Novell will Patentreform unterstützen

Novell will die von der Electronic Frontier Foundation und anderen angestrebte Patentreform unterstützen.

Nat Friedman, technischer und strategischer Leiter für Open Source bei Novell, erklärte in einem Interview, dass Novell das »Patent Busting«-Programm der Electronic Frontier Foundation (EFF) unterstützen wolle. Dafür will das Unternehmen auch Geld bereitstellen, unter anderem dafür, das »Patent Busting«-Programm auf Europa auszudehnen.

Softwarepatente bringen der Softwareindustrie laut Friedman mehr Schaden als Nutzen. Sie behindern Innovationen, verkrüppeln offene Standards und erschweren neuen Unternehmen den Eintritt in den Markt. Damit liegt Novell auf genau der gleichen Linie wie Red Hat, dessen Standpunkt jüngst von Matthew Szulik erläutert wurde.

Friedman gibt zu, dass Novell im letzten halben Jahr viel über das Patentsystem nachgedacht hat. Anlass dafür gab das Abkommen mit Microsoft, an dem besonders der Teil heftig kritisiert wurde, der Novell-Kunden einen Schutz vor Patentklagen von Microsoft gewährt, allen anderen Anwendern freier Software jedoch nicht. Zwar stellte sich Novell stets auf den Standpunkt, dass Linux und freie Software keine bekannten Patente verletze, und wenn eine solche bekannt würde, Abhilfe geschaffen würde. Die Bedrohung bleibt jedoch bestehen, wenn das Patentsystem nicht gründlich reformiert wird.

Eine solche Reform scheint allmählich nicht nur die Zustimmung weiter Teile der Industrie, sondern auch einer Mehrheit der Politiker zu finden. Das »Patent Busting«-Programm der EFF ist demgegenüber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, das Patente anficht, die bei korrekter Prüfung des Sachverhalts nie hätten erteilt werden dürfen.

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