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Mi, 30. Mai 2007, 14:27

Software::Desktop

LiSoG untersucht Desktop-Management von Linux-Clients

Die Linux Solutions Group hat einen Überblick über freie und proprietäre Lösungen im Bereich Desktop-Management für Linux veröffentlicht.

Die Linux Solutions Group (LiSoG) e.V. untersucht in einem PDF-Dokument Produkte zum Desktop-Management von Linux-Systemen. Nach Ansicht der Organisation ist für eine erfolgreiche Verbreitung von Linux Desktop-Lösungen eine effiziente Verwaltung der Arbeitsplätze erforderlich. Im Rahmen des LiSoG-Szenarios Desktop Management wurden daher die Anforderungen an eine solche Verwaltung formuliert. Anschließend stellten die Autoren die am Markt vorhandenen Lösungen zusammen und untersuchten sie näher. Eines der Ergebnisse der Studie ist, dass sich unter den vorhandenen Lösungen für Organisationen jeder Größe ein geeignetes Produkt finden lassen dürfte.

In dem Szenario wird gefordert, dass jeder Rechner automatisch mit Linux installiert und auch wiederhergestellt werden kann, was üblicherweise mit Images erledigt wird. Die Konfiguration und die Haltung der Benutzerdaten soll zentral erfolgen. Das automatische Update von Softwarekomponenten muss gewährleistet sein.

Davon ausgehend werden die Anforderungen an solch ein System definiert, die in die Kategorien Basic (muss vorhanden sein) und Premium (in größeren Organisationen meist gefordert) aufgeteilt sind. Die Anforderungen wurden ferner noch in zwanzig Bereiche aufgeteilt, darunter Administration, Rollen-, Ressourcen-, Rechte- und Benutzerverwaltung, Skalierbarkeit, Softwareverteilung und Sicherheit.

Die acht untersuchten Produkte waren ASDIS Enterprise Management, BMC Configuration Manager, GOSA mit FAI, ZENworks Linux Management, NWC L-Pack, Red Hat Network Satellite, Univention Corporate Server und, Xandros Deployment Management Server. Von diesen sind zwei frei unter der GPL (GOSA und Univention), die beide auf Debian aufbauen. Während GOSA nur Debian-basierte Linux-Clients verwaltet, sind die anderen Lösungen mehr oder weniger universell.

Eine eindeutige Empfehlung für ein bestimmtes System kann die LiSoG nicht geben. Je nach aktuell eingesetzter Umgebung, Umfang dieser Umgebung und Kenntnisstand des hauseigenen IT-Personals können verschiedene Lösungen besser geeignet sein als andere. Nach Beobachtung der Autoren können einige der untersuchten Lösungen mit einer erprobten Linux-Mannschaft eingesetzt werden, während sich andere an Microsoft-Anwender richten, die mehr oder weniger sanft in Richtung Linux gehen möchten. Das PDF-Dokument steht unter Lizenz »Creative Commons Namensnennung - Keine Bearbeitung 2.0 Deutschland«.

Zugleich hat der Verein die LiSoG Whitelist fertiggestellt, eine Formulierungshilfe für öffentliche Ausschreibungen zur Berücksichtigung von Open Source bei der Hardwarebeschaffung. Das Dokument kann im PDF-Format heruntergeladen werden.

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