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Mo, 4. Juni 2007, 13:13

Software::Entwicklung

GNU Emacs 22 mit GTK+-Oberfläche

Nach fast sechs Jahren Arbeit hat das Team um den bekannten Text-Editor »GNU Emacs« die erste Version, die mit einer grafischen GTK+-Oberfläche ausgestattet wurde, veröffentlicht.

Bereits bei der Veröffentlichung von GNU Emacs 21 war dem Initiator des Projektes die Marschrichtung der Applikation klar. Wie Richard Stallman im Oktober 2001 sagte, plante das Team damals schon in einem langfristigen Plan, Emacs in eine »programmierbare Textverarbeitung« auszubauen. Nun sollte es weitere sechs Jahre dauern, bis die Applikation diesem Ziel näher gekommen ist.

Wie das Team an diesem Wochenende bekannt gab, steht ab sofort auf der Seite des Projektes die Version 22 zum Download bereit. GNU Emacs 22.1 kommt mit einer grafischen GTK+-Oberfläche daher, die bereits bei der Kompilierung des Programms aktiviert werden kann. Neben einer einfachen Navigation unterstützt die neue Oberfläche mehrere Sprachen sowie »Drag&Drop«. Zu den weitere Neuerungen von Emacs 22 zählen die bereits bei der Erstellung der Applikation eingebetteten Anleitungen zu Lisp oder Programmierung des Editors sowie weitere Übersetzungen der Emacs-Tutorials.

Im Gegensatz zu älteren Versionen unterstützt die aktuelle Version offiziell Mac OS X sowie X86-64-Systeme. Der MacOS 9-Port benutzt ab sofort die Carbon-API als Standard. Ferner ist es ab sofort möglich, die Applikation ohne Sound-Support zu erstellen. Entfernt wurde aus dem Paket die Programme »emacsserver« und »yow«. Darüber hinaus haben die Entwickler der Applikation eine Reihe von funktionalen Änderungen spendiert. Neben Änderungen in der inkrementellen Suche überarbeiteten sie das Undo-System sowie das Buffer-Handling. Die maximale Größe von Puffern wurde auf 32-Bit-Systemen auf 256 MByte erhöht. Darüber hinaus erfuhr Emacs 22 gegenüber der letzten Version diverse Änderungen, die die Nutzung mit der Maus vereinfachen sollen, sowie Änderungen am UTF-Coding-System. Eine sehr ausführliche Liste aller Änderungen, neuer Modi und Verbesserungen kann dem Changelog der aktuellen Version entnommen werden.

GNU Emacs stellt einen Texteditor dar, der eine Vielzahl von Funktionen enthält und durch seine Programmierschnittstelle mit beliebigen Erweiterungen ausgestattet werden kann. Der Name stammt ursprünglich von dem Akronym »Editor MACroS«, wurde im Laufe der Jahre durch die immer weiter zunehmende Funktionsvielfalt und die Größe der Applikation verballhornt. Das Programm enthält neben der eigentlichen Text-Funktionalität außerdem Erweiterungen für so verschiedene Dinge wie das Kompilieren und Debuggen von Programmen, die Handhabung von E-Mail sowie die Unterstützung des X Window System usw. Zum Spaß und zur der Demonstration, was mit Emacs Lisp alles angestellt werden kann, enthält die Applikation ebenfalls einen »Psychotherapeuten« sowie diverse Spiele. Zu Emacs gehören außerdem ein Lernprogramm sowie die Dokumentation. Ferner ist Emacs universell verwendbar und auch auf vielen anderen Plattformen verfügbar.

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