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Mo, 4. Juni 2007, 18:22

Software::Distributionen::Xandros

Microsoft und Xandros kooperieren

Nachdem bereits Novell eine weitreichende Kooperationsvereinbarung mit Microsoft abgeschlossen hat, gesellt sich auch Xandros in die illustre Runde und verkündet eine Partnerschaft mit den Redmondern.

Wie bereits im Falle von Novell, hat auch Xandros eine weitreichende Zusammenarbeit mit dem Redmonder Hersteller Microsoft angekündigt. In Zukunft planen beide Unternehmen, die Interoperabilität zwischen den Systemen zu verbessern. Dafür wird der Linux-Distributor einen Teil der Microsoft-Protokolle lizenzieren. Ferner wird Xandros einige Microsoft-Administrationsprotokolle in seine Management-Lösung Brige Ways implementieren und so die Zusammenarbeit verbessern. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird darüber hinaus festgelegt, dass Microsoft keine Patentansprüche gegen die Nutzer von Xandros und den Hersteller selbst erheben wird. Im Gegensatz zum Novell-Deal ist die Vereinbarung allerdings nur einseitig erfolgt. Offenbar verfügt der Linux-Distributor über keine für Microsoft relevanten Patente.

Ein weiteres Ziel des Abkommens ist es laut Aussagen der Beteiligten Unternehmen, die Unterstützung des Open XML-Formates von Microsoft zu gewährleisten. So wird Xandros zukünftig beide Formate in seinen Produkten unterstützen und sicherstellen, dass sowohl das Open-Document-Format- (ODF) als auch Open XML-Dokumente unter dem gleichnamigen Produkt verarbeitet werden können. Darüber hinaus werden beide Unternehmen die Produkte des Partners bewerben und vertreiben. So werde der Softwareriese Xandros als »eine bevorzugte Linux-Distribution« empfehlen. Wie der Hersteller diese Ankündigung allerdings mit einer früheren Vereinbarung mit Novell in Einklang bringen will, ist nicht klar. Bis 2012 wollen die Redmonder von Novell 70.000 Lizenzen für den Suse Linux Enterprise Server kaufen.

Wie das neue Abkommen zwischen einem zweiten Distributor und Microsoft aufgenommen wird, steht noch nicht fest. Es ist allerdings durchaus denkbar, dass es genauso hohe Wellen wie das Novell-Abkommen schlagen wird. Vor allem die FSF zeigte sich beim Microsoft-Novell-Deal als einer der härtesten Kritiker und versuchte unter anderem durch eine Änderung der neuen GPLv3, zukünftig ähnliche Abkommen zu unterbinden. Laut der Organisation würde die freie Softwaregemeinschaft gespalten, da Microsoft garantiere, keine Partner-Kunden wegen Patenten zu belangen, andere Linux-Benutzer jedoch keinen Schutz vor Patentklagen erhielten. So plante die Organisation im letzten Entwurf der GPLv3, dass der sehr begrenzte Patentschutz, den Microsoft im Rahmen des Abkommens mit Novell den Novell-Kunden gewährt, auf alle Anwender freier Software ausgedehnt wird. Microsoft habe in dem Abkommen einige Fehler gemacht, die es beim nächsten Mal vermeiden werde. Die GPLv3 wird aber, so Stallman damals, verhindern, dass es ein nächstes Mal gibt. Hier scheint sich der FSF-Gründer allerdings geirrt zu haben.

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