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Mi, 6. Juni 2007, 16:23

Gesellschaft::Politik/Recht

Linspire warnt vor der GPLv3

Nach Ansicht von Linspire könnte die GPLv3 die Wahlmöglichkeit der Anwender reduzieren, die Akzeptanz des Linux-Desktops behindern und künftige Investitionen von Linspire unmöglich machen.

Nach Ansicht von Kevin Carmony, dem Geschäftsführer von Linspire, könnte es zu diesen »unerwarteten Folgen« kommen, wenn die GPLv3 in ihrer derzeitigen Form, wie sie im letzten Entwurf präsentiert wurde, offiziell wird.

Die GPLv3 will explizit Versuche bekämpfen, freie Software durch Patente, kryptografische Methoden oder DRM effektiv nicht änderbar zu machen. Dadurch wird es laut Carmony schwerer bis unmöglich, Software, die solche Funktionen implementiert, mit Software unter der GPLv3 zu verbinden. Es gebe jedoch Anwender, die genau dies wünschen, um ihre DVD-Filme oder spezielle Geräte nutzen zu können.

Linspire habe zwar vollstes Verständnis für die Position der Free Software Foundation (FSF), doch das Unternehmen sei mit dem Ziel gestartet, die Verbreitung von Linux auf dem Desktop zu erhöhen. Dies werde aber schwieriger, wenn Linspire bestimmte Funktionen nicht mehr ausliefern könne und damit die Wahlmöglichkeiten der Benutzer einschränke.

Carmony weist darauf hin, dass eines der besten Features von Linux die Wahlfreiheit sei, und erinnert an die Aussage der FSF: »Der Erfolg der GPL beruht auf ihrem fundamentalen Entwurfsprinzip: Dem Schutz der Freiheit der Benutzer, für sich oder zusammen daran zu arbeiten, dass Software so läuft, wie sie wollen.«

Ein endgültiges Urteil will Carmony erst nach der Veröffentlichung der GPLv3 fällen. Doch er warnt, dass Linspire künftig vielleicht die GPLv3 nicht unterstützen oder keine Investitionen mehr in freie Projekte tätigen könne, wenn sie in der derzeitigen Form bestehen bleibt.

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