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Mo, 18. Juni 2007, 09:42

Venezuela baut eigene Linux-PCs

Venezuelas Staatspräsident Hugo Chavez hat angekündigt, dass Venezuela künftig PCs mit Linux zunächst für den eigenen Bedarf und später auch für die Allgemeinheit produzieren wird.

Der »Bolivar«-PC wurde mit Hilfe chinesischer Technologie erstellt und soll in vier Varianten in Venezuela produziert werden. Die mit Linux ausgestatteten Rechner sollen zunächst den Bedarf der Regierung und der Behörden und Schulen decken. Bis zum Ende 2007 sollen sie landesweit erhältlich sein und auch exportiert werden. Zur Produktion wurde ein Joint Venture zwischen der chinesischen Firma Lang Chao und dem Ministerium für Leichtindustrie und Handel namens VIT (Venezuela de Industria Tecnológica) gegründet. Die Fabrik kann bis zu 150.000 Rechner im Jahr produzieren. Während momentan überwiegend importierte Komponenten zusammengebaut werden, sollen ab dem nächsten Jahr auch einheimische Komponenten produziert werden. Einer der Gründe für diese Schritte ist, unabhängiger von ausländischen Zulieferern zu werden.

Die Bolivar-Computer sollen 40% billiger sein als vergleichbare importierte Systeme. Zudem haben sie drei Jahre Garantie statt dem üblichen einem Jahr. Die ersten Exemplare wurden bereits Ende 2006 produziert und sind bei Medizinstudenten und Behörden im Einsatz.

Die Produktpalette umfasst derzeit drei Arbeitsplatzrechner und ein Notebook. Das Einstiegsmodell VIT B1500 enthält eine VIA-CPU, 40 GB Festplatte, 256 MB RAM und einen 15-Zoll-Röhrenmonitor. Der VIT C2660 kommt mit 2,66 GHz Intel Celeron D, 80 GB Festplatte, 512 MB RAM und 17-Zoll-TFT. Ebenfalls mit 17-Zoll-TFT, aber Pentium 4 mit 3 GHz, etwas schnellerem RAM und SATA- statt IDE-Festplatte wird der VIT 3400e geliefert. Das Notebook VIT D2000 enthält einen Intel Core 2 Duo E7200 mit 2 GHz, 80 GB SATA-Platte, 1 GB RAM und 14-Zoll-TFT. Die Preise sollen von etwa 302 bis 1045 EUR reichen.

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