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Fr, 22. Juni 2007, 15:18

OSI gegen falsche Open-Source-Anbieter

Der Präsident der Open Source Initiative, Michael Tiemann von Red Hat, hat genug von Anbietern, die ihre unfreie Software als Open Source bezeichnen.

»Open Source« ist eine eingetragene Marke der Open Source Initiative, die dafür sorgen will, dass auch nur Software, die der Open-Source-Definition entspricht, sich als solche bezeichnet.

Die Frage, was Open Source ist und was nicht, war laut Tiemann bis zum letzten Jahr trivial zu beantworten. Wurde der Organisation ein Verstoß einer Firma gegen die Richtlinien gemeldet, dann wurde ein freundlicher Brief geschrieben, um die Betreffenden darauf hinzuweisen, und meist stellte sich heraus, dass diese Unternehmen in Unwissen gehandelt hatten, und sie änderten ihre Produktbeschreibung. Vereinzelt änderten die Unternehmen ihre Lizenz auch in eine echte Open-Source-Lizenz.

Seit 2006 wird der Begriff Open Source, so Tiemann, auf zwei neue Arten angegriffen. Es gibt zum einen Firmen, die glauben, den Begriff »Open Source« so definieren zu können, wie es ihnen passt. Zum anderen gibt es Unternehmen, die behaupten, dass ihre Lizenz den Definitionen der OSI entspricht, obwohl es nach Meinung der OSI nicht der Fall ist. Eine dieser Firmen verfolgt nach Angaben von Tiemann beide Strategien zugleich. Diese Firmen segeln in Tiemanns Augen unter falscher Flagge und wollen die Open-Source-Bewegung korrumpieren.

Die Firmen, um die es konkret geht, sind allesamt junge Firmen, die im bereits gesättigten CRM-Markt (Kundenverwaltung) Fuß fassen wollen: SugarCRM, SplendidCRM und Centric. Sie wollen nicht mit proprietären Systemen konkurrieren und preisen daher ihre proprietären Produkte als Open Source an. Für Tiemann ist das ein Missbrauch, der gestoppt werden muss. Sie glauben, mit dieser Täuschung durchzukommen, und dies will Tiemann nun beenden, da er eine Gefahr für Open Source darin sieht. »Betrogene Kunden« könnten Open Source fälschlicherweise für die Probleme verantwortlich machen, die von eindeutig proprietärer Software verursacht wurden.

Tiemann fordert die Unternehmen auf, nur noch für von der OSI anerkannte Lizenzen den Begriff Open Source zu verwenden. Sollte es einem echten Open-Source-CRM nicht möglich sein, sich am Markt durchzusetzen, dann sei dies ein Fehler von Open Source, und die OSI wolle sich darum bemühen, die Ursache zu finden und zu beseitigen. Wer dagegen proprietäre Software vertreibt, solle diese nicht als Open Source bezeichnen.

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Kommentare (Insgesamt: 95 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Eingetragene Marke? (Doki Nafaso, Mi, 27. Juni 2007)
Re[6]: Zum Glück! (Chaot++, Mi, 27. Juni 2007)
Re[9]: Zum Glück! (Chaot++, Mi, 27. Juni 2007)
Re[10]: Zum Glück! (Rufus, Mi, 27. Juni 2007)
Re[8]: Zum Glück! (Rufus, Mi, 27. Juni 2007)
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