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Mo, 9. Juli 2007, 12:00

Software::Kernel

Linux-Kernel 2.6.22 freigegeben

Version 2.6.22 des Linux-Kernels bringt unter anderem neue WLAN- und Firewire-Treiber.

In den neun Wochen seit Kernel 2.6.21 wurde wieder sehr viele Neuerungen integriert. Die Änderungen sind umfangreicher als bei den letzten beiden Versionen, aber kleiner als bei 2.6.19.

Für die Anwender sind die sichtbarsten Änderungen der neue WLAN-Treiber und der neue Firewire-Treiber. Der neue WLAN-Stack wurde von der Firma Devicescape beigesteuert. Gegenüber dem früheren WLAN-Stack soll dieser Treiber zahlreiche Vorteile haben, es fehlt jedoch zur Zeit noch an der Hardware-Unterstützung. Die Treiber für die einzelnen Chipsätze sollen mit dem neuen Stack jedoch deutlich einfacher werden und bald sollen die meisten an den neuen Stack angepasst sein.

Auch der Firewire-Treiber, der in früheren Versionen einige Mängel aufwies, wurde durch eine völlig neue Alternative ersetzt. Der neue Stack ist 70% kleiner als der alte, es fehlt jedoch noch die Implementierung von IP über Firewire. Auf die weitere Unterstützung für den obsoleten Chipsatz PCILynx wurde verzichtet. Der alte Firewire-Treiber ist aber vorläufig noch im Kernel.

Kernel 2.6.22 wurde auf eine weitere CPU-Architektur portiert, die Blackfin-Prozessoren. Intern steht ein neuer Speicher-Allokator bereit, SLUB genannt, der als Alternative zu SLAB in den Kernel compiliert werden kann. Er soll auf SMP-Rechnern effizienter laufen und deutlich weniger Speicher für die Verwaltung von Speicherblöcken benötigen.

Neu ist auch eine Art Logical Volume Manager (LVM) für Flash-Speicher, die sich UBI nennt. UBI verhindert die ungleichmäßige Benutzung einzelner Datensegmente, womit sich die Lebensdauer der Chips erhöhen soll. Besonders interessant ist das System für Flash-Geräte, die nicht den Overhead einer Laufwerks-Emulation mitbringen.

Zu den zahlreichen neuen Treibern in Linux 2.6.22 zählt der ivtv-Treiber für den MPEG-Coder/Decoder Conexant cx23416/cx23415, der nach vier Jahren Entwicklung in den Kernel aufgenommen wurde. Neu sind auch diverse Framebuffer-Treiber für Grafikchips, Treiber für weitere Hardware-Überwachungs-Chips und etliche andere.

Eine Liste aller Änderungen enthält das sehr ausführliche Changelog. Die Seite Kernelnewbies.org hat eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlicht. Die aktuelle Version kann von kernel.org und zahlreichen Mirror-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.

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