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Do, 19. Juli 2007, 17:08

Software::Distributionen::Debian

Debian Lenny ohne Sparc32-Architektur?

Der Hauptbetreuer der Sparc32-Portierung von Debian wird wahrscheinlich in wenigen Tagen die Entfernung der Architektur aus der nächsten Debian-Version ankündigen.

Die Diskussion, ob Sparc32 weiterhin eine unterstützte Architektur von Debian sein sollte, begann gleich nach der Fertigstellung der Version 4.0 »Etch«. Jurij Smakov, der Hauptverantwortliche für Sparc32, befürwortete von Anfang an, Sparc32 einzustellen. Dabei wollte er nicht ausschließen, dass Sparc32 als inoffizielle Portierung weitergeführt wird. Doch dazu müssten sich einige kompetente und engagierte Entwickler finden, die alternde Architektur mit ihren nur mehr wenigen Benutzern zu unterstützen.

Weitere schwerwiegende Gründe, die gegen eine Fortführung von Sparc32 sprechen, sind die fehlende Wartung der Architektur im Linux-Kernel, fehlende SMP-Unterstützung und Probleme mit einigen Treibern. Bei Verzicht auf Sparc32 könnte zudem das Archiv mit 64-Bit-Optimierung compiliert werden, was zu besserer Leistung auf Sparc64-Systemen führen würde.

Auch wenn einige Treiberprobleme in letzter Zeit offenbar behoben wurden, regt sich wenig Widerstand seitens der Anwender gegen die Aufgabe dieser Architektur, auch wenn einzelne gern ihre SparcStations unter Debian betreiben. Eines der Hauptprobleme ist jedoch, dass seit Linux-Kernel 2.2 keine stabile Kernelversion für Sparc32 mehr existiert. Obwohl es durchaus noch neuere Sparc32-Prozessoren gibt, die auch aktuell noch eingesetzt werden, wurde offenbar die Sparc32-Portierung, zumindest im offiziellen Kernel, kaum noch gepflegt. So ist nun damit zu rechnen, dass in wenigen Tagen eine offizielle Mitteilung das Ende von Debian/Sparc32 ankündigt.

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