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Di, 24. Juli 2007, 01:52

Software::Kernel

Linux-Kernel 2.6.23 tritt in die Testphase ein

Mit dem Erscheinen des ersten Release-Kandidaten von Linux 2.6.23 lässt sich absehen, dass wieder einmal zahlreiche Neuerungen in den Kernel Einzug halten werden.

Der Kernel-Entwicklungszyklus beginnt seit über zwei Jahren mit einem zweiwöchigen Zeitfenster, in dem Linus Torvalds Änderungen und Erweiterungen akzeptiert und integriert. Mit der anschließenden Freigabe des ersten Release-Kandidaten beginnt die etwa achtwöchige Testphase. In dem kurzen Zeitfenster gelingt es Torvalds mittlerweile regelmäßig, tausende von Änderungen einzubauen. So schreibt er zur Ankündigung von Kernel 2.6.23-rc1, dass selbst die Kurzfassung des Änderungslogs zu groß war, um sie an die Kernel-Mailingliste zu senden. Das vollständige Änderungslog umfasst 67.000 Zeilen; über 5800 Dateien im Kernel wurden mehr oder weniger stark geändert. Kernel, Patch- und Änderungslog-Dateien sind von zahlreichen Spiegelservern von kernel.org herunterzuladen.

Wie bereits berichtet hat, wird Kernel 2.6.23 Erweiterungen und Neuerungen im Bereich der Virtualisierung bringen. Nicht nur der Kern von Xen wurde integriert (womit die Integration von Xen aber noch nicht vollständig ist), sondern auch die einfache Hypervisor-Implementation »lguest« von Rusty Russell. Ferner wurde die virtuelle Maschine KVM weiter verbessert.

Der Completely Fair Scheduler von Ingo Molnar, der zum Teil auf Vorarbeiten von Con Kolivas beruht, ersetzt den bisherigen Scheduler in 2.6.23. CFS soll einen komplett neuen Ansatz der Planung der Ausführung mehrerer Prozesse in Linux darstellen. Ziel der Neuentwicklung ist es, die Unzulänglichkeiten des alten Schedulers auszubügeln und neue Funktionen bei der Prozesskontrolle zu ermöglichen.

Ein neuer Systemaufruf, fallocate(), wurde verfügbar gemacht. Ferner gab es einige Verbesserungen an ext4, Patches zur Vermeidung von Speicherfragmentation, das Userspace-Treiber-API UIO, japanische und chinesische Übersetzungen einiger Entwicklungsdokumente und zahlreiche Korrekturen.

Die weiteren Änderungen ziehen sich durch alle Architekturen und alle Kernel-Subsysteme. Treiber für die Hardware-Überwachungs-Chips LM93, DME 1737 und Abit Guru 3 und den Demodulator AF9005 von Afatech kamen hinzu. In der OMAP-Architektur wurden ein Treiber für den Energieverwaltungs-Chip TI TWL92330/Menelaus, umfassende LCD- und diverse andere Treiber hinzugefügt. Mehrere Treiber für USB-Geräte, die mit den Chips oti6858, Samsung s3c2410, Renesas R8A66597 und M66592, AMD5536 arbeiten, hielten Einzug.

Die Unterstützung für einige CDROM-Laufwerke mit proprietären Schnittstellen, die seit über zehn Jahren nicht mehr produziert werden, wurde gestrichen. Ebenfalls entfernt wurde der Netzwerktreiber sk98lin, der durch den bereits länger vorhandenen skge ersetzt wird. Der Treiber zs wurde ins Subsystem der seriellen Schnittstellen verschoben und neu implementiert.

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