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Mi, 25. Juli 2007, 18:52

Software::Systemverwaltung

Dell will bessere Grafiktreiber unter Linux

Nachdem sich Anwender der proprietären Treiber für Grafikchipsätze mit der Leistung der Software nicht zufrieden zeigen, moniert nun erstmals ein Branchenriese die schlechte Qualität der Treiber und wünscht sich Änderungen.

Dass die geschlossenen Treiber für Grafikprodukte der Hersteller ATI und Nvidia immer noch zahlreiche Defizite aufweisen, ist kein Geheimnis. In zahlreichen Foren beschweren sich die Anwender über die teils desaströse Qualität der Treiber. Beide Hersteller scheinen allerdings mit der Kritik der Anwender eher locker umzugehen. Forderungen nach offenen Treibern weisen sie ebenso vehement zurück wie Kritik an der eigenen Leistung. Nun schlägt sich aber einer der größten Hardwarehersteller der Welt auf die Seite der Anwender und kritisiert offen vor allem die Qualität der ATI-Produkte.

Laut einem Bericht der Seite Phoronix sprach sich Amit Bhutani, Chef-Entwickler für Linux-Software bei Dell, für bessere Treiberunterstützung der beiden Grafikproduzenten unter Linux aus. Wie der Manager im Rahmen der »Ubuntu Live 2007« sagte, würde Dell auch ATI-Karten unter Linux nutzen, dazu müssten aber die Treiber »verbessert« werden. Es spiele dabei keine Rolle, ob die Treiber offen sind oder nicht - die Grundvoraussetzung für die Distribution von ATI-Karten unter Linux sei aber eine Verbesserung der Treiber. Doch nicht nur ATI hat noch eine Menge Hausaufgaben zu machen. Auch mit den Nvidia-Produkten zeigt sich der Hersteller nicht zufrieden. Laut Bhutani ist es immer noch »eine Herausforderung«, unter Linux die geschlossenen Treiber zu nutzen.

Bereits früher monierten auch Vertreter von Google die Politik der beiden Chiphersteller. Zwar äußerten sie sich nicht zu der Qualität der Treiber, wünschten sich aber mehr Offenheit gegenüber dem Anwender. Laut Chris DiBona, Verantwortlicher Manager für Open Source-Entwicklungen bei Google, würde das Unternehmen offene Treiber für Grafikchipsätze von ATI und Nvidia sehr begrüßen. DiBona hat laut eigenen Aussagen bereits mit Verantwortlichen der Unternehmen gesprochen und Ideen ausgetauscht. Ob das Gespräch die Unternehmen allerdings zum Umdenken bewegen wird, ist fraglich.

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