Ich will hier keinen Distro-Flame-War vom Zaun brechen. Aber hat hier jemand Erfahrungen mit RHEL/CentOS im Vergleich zu Debian? Ist die Stabilität und die Zuverlässigkeit vergleichbar? Ich denke gelegentlich darüber nach RHEL bzw. dessen Clone CentOS anstelle von Debian einzusetzen, da bestimmte Produkte für RHEL zertifiziert sind, jedoch nicht für Debian. Außerdem scheinen mir Security-Updates subjektiv zuverlässiger zu erscheinen.
Ich betreue ein paar CentOS Server und Fedora Clients. Die CentOS Server(DB,File,Web,SCM) laufen tadellos, was aber bestimmt auch Debian Server würden, wenn der Admin die passende Hardware beschafft hat:-)
Ausser der Zertifizierung kann ich kaum nen Vorteil ausmachen. Ohne Zertifizierung stößt du halt bei manchen kommerziellen Anbietern auf taube Ohren wenns um Support geht. Bei RHEL hast du letztendlich den Vorteil, dass die RedHat Jungs auf der Matte stehen wenns Probleme gibt.
Nervig ist bei CentOS, dass die Software oftmals uralt ist, aber bei Servern ist das meiner Meinung nicht so problematisch, wenn du wirklich mal was neues brauchst, dann baust du dir ein rpm und gut ists, da musst du ja dann nicht zig Pakete laufend warten wie bei Desktoprechnern.
> Nervig ist bei CentOS, dass die Software oftmals uralt ist, aber bei Servern ist das meiner Meinung nicht so problematisch, wenn du wirklich mal was neues brauchst, dann baust du dir ein rpm und gut ists, da musst du ja dann nicht zig Pakete laufend warten wie bei Desktoprechnern.
Nun, Debian ist auf diesem Gebiet auch keinen Funken besser.
Ausser der Zertifizierung kann ich kaum nen Vorteil ausmachen.
Also ich sehe noch einige Vorteile mehr ggü. Debian: 1. 7 Jahre lang Sicherheitsupdates für eine Major Revision, du kannst also dann upgraden, wann du willst. Selbst wenn Upgrades bei Debian schmerzfrei sein /sollten/, habe ich schon die eine oder andere Überraschung dabei erlebt. 2. Virtualisierung ist mit drin (Xen) und wird von Redhat aktiv entwickelt, d.h. Redhat hat z.T. Features mit drin, die im Standard-Xen-Kernel noch nicht oder erst in der Entwicklerversion enthalten sind. 3. SElinux ist gut integriert und war v.a. schon dabei, bevor es im Standard-Kernel enthalten war. Dies gilt auch für andere Bereiche: Redhat integriert wichtige Neuerungen schon, bevor sie in einem Upstream-Projekt als Stable Release veröffentlicht wurden. Gleichzeitig leidet meiner Erfahrung nach die Stabilität nicht, weil das Zeug wirklich gut getestet ist. 4. RHEL ist von der Release-Politik verlässlicher als Debian (IMHO). Releases kommen alle 1 1/2 - 2 Jahre.
Vorteile von Debian: Debian hat so ziemlich alle Packages. RHEL bietet da weniger, selbst wenn mit Fedora EPEL jetzt weitere wichtige Pakete hinzukommen.
Zum Debian-Vorteil der vorhandenen Pakete kann man noch ergänzen, dass apt meiner Meinung nach Benutzerfreundlicher ist als rpm. Auch eine manuelle Paketerstellung (*.deb/*.rpm) ist imho unter Debian einfacher umzusetzen. Bei RPM-basierten Distros ist es aufwendiger, die benötigten Abhaengigkeiten (Lib- und Header-Pakete) zum compilieren zusammenzusuchen.
Wie schon von anderen angemerkt, solltest du dkpg und rpm vergleichen oder eben apt und yum.
Zum anderen finde ich aus eigener Erfahrung die rpm-Erstellung einfacher als den deb-Paketbau. Mir gefällt es einfach besser, ein src-rpm zu haben, in dem alles enthalten ist und nicht diff + div. sourcen. So kann man z.B. auch schnell aus dem src-rpm einzelne Patches rausholen und muss nicht erst entpacken/patchen, um an einzelne Patches zu kommen.
Zudem sollte man vielleicht noch anmerken, dass unter Redhat schon seit längerer Zeit (einige Jahre) bereits alle RPMs signiert werden. Wenn ich richtig informiert bin, wurde das bei debs erst mit Etch auch wirklich genutzt.
Hallo, ok ich gebe zu, das meine letzten groesseren erfahrungen mit RPM-Distros bei Redhat8 und SuSE9 waren. Zu der Zeit war yum meines wissens noch nicht integriert. Da war es halt ein etwas groesserer Aufwand unter SuSE9.0 php4.x mit korrekt funktionierendem unixODBC (fuer DB2-Anbingung) zu recompilieren. Die ganzen benoetigten libs/header-Pakete mussten manuell nachinstalliert werden. Das verfuegbare Yast konnte nur binarybasierte Abhaengigkeiten automatisch lösen, d.h. ich habe jedes Paket einzeln nachinstalliert. Fehlte irgenteine lib/header-abhaengigkeit brach der compilierungsprozess irgentwann nach 20min mit teilweise cryptischen meldungen ab, und die suche nach benötigten Paketen begann erneut (./configure hat folglich nicht alle benoetigten Pakete geprüft). Bis ich schlussendlich die benötigten rpm-Pakete hatte waren einige Stunden vergangen - Ich gebe allerdings auch zu, das ich nur gelegentlich Pakete baue.
Mit apt unter debian geht dies mit wenigen Handgriffen: * apt-get source * apt-get build-dep * dpkg-source -x paket.dsc * anpassung der flags * dpkg-buildpackage -rfakeroot -uc -b Damit sind alle Abhaengigkeiten geloest, und das Paket wird komplett durchcompiliert.
Es kann durchaus sein das dies mit yum inzwischen aehnlich einfach funktioniert. Und es stimmt auch das mein RPM-Erfahrungswert weitesgehend auf SuSE basiert. Die o.g. Erfahrungen haben mich jedoch Abstand von RPM-Basierten Distros nehmen lassen.
Damit sind alle Abhaengigkeiten geloest, und das Paket wird komplett durchcompiliert. Nicht, wenn du z.B. gFTP plötzlich mit SSL-Support kompilieren willst.
das ist wohl logisch - wenn ich ein flag hinzufuege, werde ich bei diesem wohl auch wissen welche abhaengigkeit benoetigt wird. Bei Gentoo muss man nicht einmal das. *SCNR*
das ist wohl logisch - wenn ich ein flag hinzufuege, werde ich bei diesem wohl auch wissen welche abhaengigkeit benoetigt wird.
Es geht um die Abhaengigkeiten des bestehenden Pakets...
Für was rekompilierst du denn ein Paket, wenn nicht um die Funktionalität zu erweitern? Das ist ja dann nur rumgespiele.
Wenn ich mich Serveradmin nenne, dann gehört da unter Linux auch dazu, dass man sowas wie RPMS bauen, da gehe ich dann davon aus, dass der jenige weis welche Abhängigkeiten er installieren muss. Wer das nicht weis, der gehört zur Gruppe Hobbyadmin.
Wobei hier Gentoo absolut easy ist und wer davon redet, dass bei Gentoo Frickeln angesagt ist, der muss wohl die letzten Jahre geschlafen haben, mittlerweile kann man mit der Live CD per grafischen Installer installieren. Konfigurieren kann man via Webmin auch unter Gentoo mit der Maus:-)
Aber bei Gentoo hast du das Problem, dass du permanent neue Versionen installierst und sich auch die Configdateien oft ändern, das kostet dir Zeit, die du als Serveradmin einer Firma nicht hast. Aber meiner Meinung nach ist Gentoo das beste Desktop Linux für Zuhause
Von Martin Fürstenau am Mi, 1. August 2007 um 09:28 #
der Vorteil von apt gegenüber rpm (pur) wird durch den Einsatz von yum aufgehoben. Funktioniert gehanu wie apt. Ausserdem ist der Vergelich von apt und rpm nicht ganz richtig, da apt die Installationsmethode beschreibt und nicht das Paketformat (bei Debian .deb). Der bei CentOS gebräuchtliche yum basiert auf apt verwendet aber rpm als Paketformat. Läuft einfach geil. Ich habe hier in der Firma eine Maschine, die sich per rsync des Nachts für CentOS 4.5 und 5 (Architekturen i386 und x86_64) mit CentOS und dem rpmforge synchronisiert. Wenn ich was brauche tippe ich auf dem jeweiligen Server nur "yum install Paketname". Das war es. das mache ich für RedHat genauso. Mite createrepo kann man bequem Repositories für eigene Pakete bauen.
Ich habe recht viele Erfahrungen mit beiden Systemen. Welches man einsetzen sollte hängt m.E. vom Einsatzzweck ab.
* Bei Debian hast du standardmässig viel mehr Software zur Auswahl die supported wird * Bei RHEL hast du mit dem RedHat Network ein sehr schönes Tool um deine Server zu überwachen und z.B. zentralisiert Security Updates zuzusweisen etc. * Beide haben einen langen Produktlebenszyklus, wobei bei RedHat die Releasezeiten etwas verlässlicher sind. * Bei Security Updates sind beide schnell, Debian oft schneller, aber RedHat im Gesamten vielleicht etwas zuverlässiger, da es bei Debian auch schonmal negative ausreisser gab. * Wenn man mit Xen und Co arbeiten möchte ist RedHat z.Z. out-of-the-box besser. * RedHat hat zur Zeit wohl mit die Beste SELinux Integration * Kommerzielle Software ist eher für RedHat denn für Debian zertifiziert * Für beide Systeme gibt es kommerziellen Support * Man kann beide kostenlos haben (bei RH dann CentOS statt RHEL)
Letztendlich ist es aber auch ein grosses Stück Geschmacksache, wenn man die Wahl zwischen beiden hat. Ich zum Beispiel bevorzuge grundsätzlich eher Debian, weil ich die Schlankheit des Systems mag, und auch das Paketmanagement gefällt mir unter Debian besser.
RHEL find ich grandios, sofern die HW zertifiziert ist. Oder umgekehrt Mit CentOS hab ich einmal (!) eine schlechte Erfahrung machen müssen. Der Treiber für einen SATA-Controller von Adaptec hat gemerkt, dass er nicht unter RHEL läuft sondern unter Cent-OS und streikte. Damit will ich sagen, dass CentOS und RHEL zwar grundsätzlich kompatibel sind, meinetwegen auch gleicher Quellcode, praktisch 1:1, aber wenn der (Fremd-)Treiber nix davon wissen will...
Das ist ja irre. Ich nehme an, dass der Treiber closed-source war (ansonsten hätte man den Check ja leicht abstellen können). Gab's keine Chance herauszufinden wo das Teil checkt, ob es RHEL ist? Evtl. hätte man ja nur in einer ConfigDatei den String abändern müssen...
CanetOS kernel != RHEL Kernel. Ich hatte selbst schon die Erfahrung, dass der CentOS kernel eben nicht dem RHEL Kernel entspricht.
RHEL 4 konnte nicht installiert werden, wegen nem Kernelpanic CentOS 4 hingegen ging. Ein Blick ins Kernel RPM zeeigte, dass da eben schon Unterschiede sind:-)
also ich bin aus der bastellei schon lange raus und von der bedienbarkeit finde ich gentoo weitaus besser als z.b. debian und co... bei gentoo brauch man sich keine sorgen um abhängigkeiten machen
Taugt RHEL auch für den Einsatz daheim? Ich bin die kurzen Laufzeiten der "freien" Distris echt leid.
Das kommt darauf an, was du dir von deinem Desktop-Rechnet erwartest. Wenn du eine einfache Büro-Maschine hast, deren Hardware nicht besonders neu ist und du mit 2-3 Jahre alten Programmversionen leben kannst, dann ja.
Was in dem Artikel nicht steht, ist, dass Red Hat versucht, eine neue Xen-Version für RHEL 5.1 zu pushen, die eine Live-Migration (d.h. Umzug einer DomU im laufenden Betrieb zwischen zwei verschiedenen Dom0s) bei Vollvirtualisierung (HVM) ermöglicht. Bislang ist dies nur mit Paravirtualisierung möglich. Wer in dem Virtualisierungsthema tiefer drin ist, wird sich darüber freuen...
Ausser der Zertifizierung kann ich kaum nen Vorteil ausmachen. Ohne Zertifizierung stößt du halt bei manchen kommerziellen Anbietern auf taube Ohren wenns um Support geht. Bei RHEL hast du letztendlich den Vorteil, dass die RedHat Jungs auf der Matte stehen wenns Probleme gibt.
Nervig ist bei CentOS, dass die Software oftmals uralt ist, aber bei Servern ist das meiner Meinung nicht so problematisch, wenn du wirklich mal was neues brauchst, dann baust du dir ein rpm und gut ists, da musst du ja dann nicht zig Pakete laufend warten wie bei Desktoprechnern.
Nun, Debian ist auf diesem Gebiet auch keinen Funken besser.
Also ich sehe noch einige Vorteile mehr ggü. Debian:
1. 7 Jahre lang Sicherheitsupdates für eine Major Revision, du kannst also dann upgraden, wann du willst. Selbst wenn Upgrades bei Debian schmerzfrei sein /sollten/, habe ich schon die eine oder andere Überraschung dabei erlebt.
2. Virtualisierung ist mit drin (Xen) und wird von Redhat aktiv entwickelt, d.h. Redhat hat z.T. Features mit drin, die im Standard-Xen-Kernel noch nicht oder erst in der Entwicklerversion enthalten sind.
3. SElinux ist gut integriert und war v.a. schon dabei, bevor es im Standard-Kernel enthalten war. Dies gilt auch für andere Bereiche: Redhat integriert wichtige Neuerungen schon, bevor sie in einem Upstream-Projekt als Stable Release veröffentlicht wurden. Gleichzeitig leidet meiner Erfahrung nach die Stabilität nicht, weil das Zeug wirklich gut getestet ist.
4. RHEL ist von der Release-Politik verlässlicher als Debian (IMHO). Releases kommen alle 1 1/2 - 2 Jahre.
Vorteile von Debian:
Debian hat so ziemlich alle Packages. RHEL bietet da weniger, selbst wenn mit Fedora EPEL jetzt weitere wichtige Pakete hinzukommen.
fs
dem kann ich mich anschliessen.
Zum Debian-Vorteil der vorhandenen Pakete kann man noch ergänzen, dass apt meiner Meinung nach Benutzerfreundlicher ist als rpm. Auch eine manuelle Paketerstellung (*.deb/*.rpm) ist imho unter Debian einfacher umzusetzen. Bei RPM-basierten Distros ist es aufwendiger, die benötigten Abhaengigkeiten (Lib- und Header-Pakete) zum compilieren zusammenzusuchen.
Gruss,
Andre
Birnen <-> Äpfel
Bei RPM-basierten Distros ist es aufwendiger, die benötigten Abhaengigkeiten (Lib- und Header-Pakete) zum compilieren zusammenzusuchen.
Inwiefern?
Zum anderen finde ich aus eigener Erfahrung die rpm-Erstellung einfacher als den deb-Paketbau. Mir gefällt es einfach besser, ein src-rpm zu haben, in dem alles enthalten ist und nicht diff + div. sourcen. So kann man z.B. auch schnell aus dem src-rpm einzelne Patches rausholen und muss nicht erst entpacken/patchen, um an einzelne Patches zu kommen.
Zudem sollte man vielleicht noch anmerken, dass unter Redhat schon seit längerer Zeit (einige Jahre) bereits alle RPMs signiert werden. Wenn ich richtig informiert bin, wurde das bei debs erst mit Etch auch wirklich genutzt.
fs
ok ich gebe zu, das meine letzten groesseren erfahrungen mit RPM-Distros bei Redhat8 und SuSE9 waren. Zu der Zeit war yum meines wissens noch nicht integriert. Da war es halt ein etwas groesserer Aufwand unter SuSE9.0 php4.x mit korrekt funktionierendem unixODBC (fuer DB2-Anbingung) zu recompilieren.
Die ganzen benoetigten libs/header-Pakete mussten manuell nachinstalliert werden. Das verfuegbare Yast konnte nur binarybasierte Abhaengigkeiten automatisch lösen, d.h. ich habe jedes Paket einzeln nachinstalliert. Fehlte irgenteine lib/header-abhaengigkeit brach der compilierungsprozess irgentwann nach 20min mit teilweise cryptischen meldungen ab, und die suche nach benötigten Paketen begann erneut (./configure hat folglich nicht alle benoetigten Pakete geprüft).
Bis ich schlussendlich die benötigten rpm-Pakete hatte waren einige Stunden vergangen - Ich gebe allerdings auch zu, das ich nur gelegentlich Pakete baue.
Mit apt unter debian geht dies mit wenigen Handgriffen:
* apt-get source
* apt-get build-dep
* dpkg-source -x paket.dsc
* anpassung der flags
* dpkg-buildpackage -rfakeroot -uc -b
Damit sind alle Abhaengigkeiten geloest, und das Paket wird komplett durchcompiliert.
Es kann durchaus sein das dies mit yum inzwischen aehnlich einfach funktioniert. Und es stimmt auch das mein RPM-Erfahrungswert weitesgehend auf SuSE basiert.
Die o.g. Erfahrungen haben mich jedoch Abstand von RPM-Basierten Distros nehmen lassen.
Gruss,
André
Nicht, wenn du z.B. gFTP plötzlich mit SSL-Support kompilieren willst.
das ist wohl logisch - wenn ich ein flag hinzufuege, werde ich bei diesem wohl auch wissen welche abhaengigkeit benoetigt wird.
Es geht um die Abhaengigkeiten des bestehenden Pakets...
Gruss,
André
Bei Gentoo muss man nicht einmal das. *SCNR*
Es geht um die Abhaengigkeiten des bestehenden Pakets...
Für was rekompilierst du denn ein Paket, wenn nicht um die Funktionalität zu erweitern?
Das ist ja dann nur rumgespiele.
Wenn ich mich Serveradmin nenne, dann gehört da unter Linux auch dazu, dass man sowas wie RPMS bauen, da gehe ich dann davon aus, dass der jenige weis welche Abhängigkeiten er installieren muss. Wer das nicht weis, der gehört zur Gruppe Hobbyadmin.
Wobei hier Gentoo absolut easy ist und wer davon redet, dass bei Gentoo Frickeln angesagt ist, der muss wohl die letzten Jahre geschlafen haben, mittlerweile kann man mit der Live CD per grafischen Installer installieren. Konfigurieren kann man via Webmin auch unter Gentoo mit der Maus:-)
Aber bei Gentoo hast du das Problem, dass du permanent neue Versionen installierst und sich auch die Configdateien oft ändern, das kostet dir Zeit, die du als Serveradmin einer Firma nicht hast. Aber meiner Meinung nach ist Gentoo das beste Desktop Linux für Zuhause
Welches man einsetzen sollte hängt m.E. vom Einsatzzweck ab.
* Bei Debian hast du standardmässig viel mehr Software zur Auswahl die supported wird
* Bei RHEL hast du mit dem RedHat Network ein sehr schönes Tool um deine Server zu überwachen und z.B. zentralisiert Security Updates zuzusweisen etc.
* Beide haben einen langen Produktlebenszyklus, wobei bei RedHat die Releasezeiten etwas verlässlicher sind.
* Bei Security Updates sind beide schnell, Debian oft schneller, aber RedHat im Gesamten vielleicht etwas zuverlässiger, da es bei Debian auch schonmal negative ausreisser gab.
* Wenn man mit Xen und Co arbeiten möchte ist RedHat z.Z. out-of-the-box besser.
* RedHat hat zur Zeit wohl mit die Beste SELinux Integration
* Kommerzielle Software ist eher für RedHat denn für Debian zertifiziert
* Für beide Systeme gibt es kommerziellen Support
* Man kann beide kostenlos haben (bei RH dann CentOS statt RHEL)
Letztendlich ist es aber auch ein grosses Stück Geschmacksache, wenn man die Wahl zwischen beiden hat. Ich zum Beispiel bevorzuge grundsätzlich eher Debian, weil ich die Schlankheit des Systems mag, und auch das Paketmanagement gefällt mir unter Debian besser.
RHEL 4 konnte nicht installiert werden, wegen nem Kernelpanic CentOS 4 hingegen ging.
Ein Blick ins Kernel RPM zeeigte, dass da eben schon Unterschiede sind:-)
Taugt RHEL auch für den Einsatz daheim? Ich bin die kurzen Laufzeiten der "freien" Distris echt leid.
Pfüeti
Ahnungsloser
Pfüeti
Ahnungsloser
Das kommt darauf an, was du dir von deinem Desktop-Rechnet erwartest. Wenn du eine einfache Büro-Maschine hast, deren Hardware nicht besonders neu ist und du mit 2-3 Jahre alten Programmversionen leben kannst, dann ja.
fs
das klingt doch guat! Gespuilt wird hier ned, für mich ist 's Office genug!
Gibt's des RHEL wo zu testen?
Pfüiti
Ahnungsloser
http://www.centos.org/
Pfüeti
Ahnungsloser