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Mi, 8. August 2007, 18:15

Software::Datenbanken

Oracle kündigt neue Open-Source-Projekte an

Anlässlich der Linux World Expo in San Francisco hat Oracle unter eine Portierung von YaST auf Oracle Enterprise Linux vorgestellt.

Eine Mitteilung von Oracle gibt eine kurze Übersicht über neue Open-Source-Aktivitäten des Datenbank-Riesen. So stellte Oracle das neue Dateisystem btrfs vor, das bereits im Juni in einer ersten Testversion mit Quellcode erschienen ist und sich immer noch im frühen Entwicklungsstadium befindet. btrfs soll vor allem die Effizienz und die Sicherheit bei großen Dateisystemen erhöhen. Die Dateigröße soll nahezu unbegrenzt sein. Auch bei kleineren Dateien soll btrfs Vorteile gegenüber bereits existierenden Systemen bieten. Es soll in der endgültigen Version darüber hinaus über Snapshots und Subvolumes verfügen. Da es ganz auf Snapshots aufbaut, wird es kein herkömmliches Journalling benötigen. Ferner wird btrfs die Möglichkeiten eines Online- und Offline-Systemchecks bieten. Die Datenintegrität soll durch Prüfsummen-Algorithmen sichergestellt werden.

Ferner konnte Oracle mit der Vorstellung einer Portierung von YaST, dem Systemverwaltungs-Tool von OpenSuse und Suse Enterprise Linux, auf das eigene Oracle Enterprise Linux, und somit auch auf Red Hat Enterprise Linux und Fedora, überraschen. Offenbar kann YaST von den Support-Kunden von Oracle bereits jetzt bezogen werden.

Unter der GPL und der Artistic License hat Oracle sein Linux Test Kit freigegeben, eine Software-Sammlung, die das Testen von Kernel-Funktionalität automatisiert. Eine wichtige Komponente des Pakets sind die Last-Generatoren, die die typische Belastung eines Prozessors durch Oracle-Datenbanken oder andere Anwendungen simulieren. Das Test Kit soll hauptsächlich bei Server- und Speichersystem-Herstellern und Linux-Distributoren zum Einsatz kommen.

Desweiteren arbeitet Oracle an einer umfassenden Datenintegritäts-Lösung, die die Integration von DIF-Technologie in den Kernel vorsieht. Dies soll schleichender Datenkorruption, die durch Fehler in den Speichersystemen (SATA, SCSI, RAID usw.) entstehen kann, vorbeugen, und wird von Oracle und anderen Anbietern als höchst wichtig betrachtet. Oracle will in den nächsten zwölf Monaten die Implementierung unter der GPL Verfügbar machen. Ein weiteres Projekt, an dem Oracle arbeitet, ist ein allgemeines Subsystem für asynchrone Ein- und Ausgabe im Linux-Kernel.

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