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Mi, 15. August 2007, 15:38

Software::Desktop::Gnome

Gnome wird 10

Zehn Jahre ist es bereits her, als der mexikanische Programmierer und heutige Novell-Angestellte Miguel de Icaza zusammen mit Federico Mena das Gnome-Projekt ins Leben rief.

Gnome in Version 1.0.53

Mirko Lindner

Gnome in Version 1.0.53

Mit erfolgreichen freien Projekten ist es oftmals wie mit kapriziösen Diven. Sie entwickeln sich unvorhersehbar, launisch und ihr tatsächliches Geburtsdatum ist oftmals nicht klar. Es scheint so, als wenn sie schon immer da wären und nie geboren wurden. Ihre Kinder und Nachfolger werden an ihnen gemessen. Doch auch sie waren mal klein und unbedarft.

Während KDE aus der Idee geboren wurde ein besseres CDE zu werden, wollten die Initiatoren von Gnome aus den Fehlern von KDE lernen und eine komplett freie Umgebung schaffen. Wie der Gründer des Projektes, Miguel de Icaza, in seiner am 15. August 1997 versandten E-Mail schrieb, war das primäre Ziel des Projekts, auf ein Toolkit zu setzen, das komplett frei war und lizenztechnisch unbedenklich verteilt werden konnte. Er entschied sich deshalb für das bei GIMP entwickelte GTK+. Nach seinen Angaben bot GTK+ darüber hinaus den Vorteil, dass Applikationen nicht zwingend in einer bestimmten Sprache geschrieben werden mussten, sondern die Entwickler auch Alternativen nutzen konnten. Der Rest ist Geschichte.

Gnome 2.0 unter Solaris

gnome.org

Gnome 2.0 unter Solaris

Fast zwei Jahre nach der ursprünglichen Ankündigung des Projektes veröffentlichte Gnome die erste stabile Version. Mit Gnome 1.0 stand das Projekt zwar auf numerisch stabilen Füßen, bereitete aber noch immer zahlreiche Probleme. Im Oktober 1999 gab das Team die erste Korrekturen von Gnome heraus. Gnome 1.0.53 korrigierte zahlreiche Fehler, führte aber auch neue Funktionalität ein. Auf größere Änderungen mussten die Anwender allerdings noch bis zur Version 1.2 warten. Gnome 1.4, das im April 2001 freigegeben wurde, brachte weitere Neuerungen mit sich. Neben Verbesserungen implementierte das Team erstmals den Datei-Manager und Web-Browser »Nautilus«. Eine weitere Neuerung stellte die Einbindung von »Sawfish« als offiziellen Window-Manager in das GNOME-System dar.

Mit Gnome 2.0 läutete das Team die aktuelle Generation der Umgebung ein. Die am 27. Juni 2002 veröffentlichte Version nutzte die zweite Version der GTK-Bibliothek (GTK+ 2) und integrierte ein neues Konfigurationssystem. Zu den weiteren Neuerungen gehörten ein vollständiges Anitaliasing, massive Verbesserungen der GUI sowie eine durchgängige Internationalisierung. Besonderes Augenmerk legten die Entwickler nach damaligen Angaben auf verbessserte APIs, die eine Einbindung von eigenen Anwendungen noch leichter ermöglichen sollen.

Die aktuelle stabile Version von Gnome trägt die Versionsnummer 2.18. Obgleich die Umgebung ursprünglich nur für Linux konzipiert wurde, steht sie heute für zahlreiche weitere Plattformen zur Verfügung. Unter Solaris wurde Gnome zum Standard-Desktop.

Bereits seit geraumer Zeit geistern im Netz zahlreiche Ideen und Vorschläge für Gnome 3. Anfang 2005 veröffentlichte einer der führenden Gnome-Entwickler seine Pläne für die kommende Generation der Umgebung. Im laufe der Jahre relativierten die Entwickler allerdings die ursprünglichen Pläne und stellten fest, dass regelmäßige Releases erheblich mehr nutzen als eine neue Generation der Umgebung. Mittlerweile erfahren interessierte Leser auf der Seite des Projektes, dass es keine konkreten Pläne bezüglich Gnome 3 mehr gibt.

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